Heidi Zacher gewinnt kleines Finale

Ski-Cross: Motivationsspritze für WM durch Erfolg am kanadischen Blue Mountain

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Auch auf dem kanadischen Blue Mountain stellte die Ski-Crosserin Heidi Zacher einmal mehr ihre Klasse unter Beweis. 

Blue Mountain/Lenggries – Erneut zugeschlagen hat das Lenggrieser Ski-Cross-Ass Heidi Zacher. Beim Weltcup am Samstagabend (MEZ) im kanadischen Blue Mountain gewann sie das so genannte „kleine Finale“ und wurde so letztlich auf Platz fünf gewertet. Eine starke Vorstellung, die vor allem im Hinblick auf den Saison-Höhepunkt 2018/19, die Freestyle-Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende nahe des amerikanischen Wintersport-Ort Park City (Utah) von ihr Einiges erwarten lässt.

Mit einer Absage begann freilich das Abenteuer am Blue Mountain, unweit von Toronto an der kanadischen Ostküste. Starker Schneefall hatte verhindert, dass die für Freitag terminierte Qualifikation hatte stattfinden können. Damit ging’s am Samstag mit einem 32er-Feld in die Weltcup-Finalheats. Bereits im Achtelfinale zeigte die Lenggrieserin, dass ihr die technisch anspruchsvolle kanadische Strecke liegt. Sie fuhr vom Start weg dem Feld voraus und ließ der Konkurrenz keine Chance. Auch im folgenden Viertelfinale überzeugte die Isarwinklerin. Sie kam als erste gut aus dem Startgate heraus und musste dann bis ins Ziel lediglich der Kanadierin Brittany Phelan den Vortritt lassen. „Im Halbfinale habe ich dann leider keinen so guten Lauf erwischt“, schilderte die 30-Jährige diesen Heat. Bereits die Startsequenz funktionierte nicht so richtig und sie musste sich hinter Brittany Phelan, der Schweizerin und späteren Siegerin Fanny Smith sowie der Österreicherin Andrea Limbacher auf Position vier einreihen. „Auch wenn ich es natürlich versucht habe. Insgesamt und hatte ich da keine Chance mehr, ins große Finale zu kommen“, gab Heidi Zacher etwas zerknirscht zu.

Doch im kleinen Finale kam sie zu alter Stärke zurück, auch wenn es hier mit dem Start nicht so optimal geklappt hat. „Ich bin da lediglich auf Position drei aus der Startgerade gekommen.“ Doch mit dem von ihr bekannten großen Kampfgeist gelang es der Lenggrieserin bereits nach wenigen Kurven Andrea Limbacher und die Schwedin Sandra Naeslund zu überholen .

Es war schließlich der große Zielsprung den sie optimal erwischte. Sie flog an der Schwedin vorbei und hatte dann am Zielstrich die Nase, beziehungsweise den weit nach vorne gestreckten Finger knapp vorn. Entsprechend groß dann auch ihr Jubel, über den Sieg des kleinen Finales am Blue Mountain. Vor allem aber auch, weil es ihr gelungen war, ihrer „ewigen Konkurrentin“ aus Schweden ein Schnippchen zu schlagen.

Damit ist Heidi Zacher bestens für die kommende WM motiviert. Dort warten am Freitag, 1. Februar, die Quali auf die Lenggrieserin und am darauffolgenden Samstag dann die Final-Heats. Ewald Scheitterer

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