„Ärger in positive Energie umwandeln“

Ski-Langlauf: Alexandra Danner nach schwacher JWM tief enttäuscht

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Schiebt an: Lenggrieser Ski-Langläuferin Alexandra Danner.

Lenggries/Lahti – Abhaken, vergessen „und versuchen, den Ärger in positive Energie für die kommenden Rennen umzuwandeln“, so lautet die Bilanz der Lenggrieser Ski-Langläuferin Alexandra Danner über ihren völlig verpatzten Auftritt in der Vorwoche bei der Junioren-Weltmeisterschaft im finnischen Lahti. Platz 27 im „klassischen „Sprint“ und Rang 26 beim Massenstart über 15 Kilometer, ebenfalls im Diagonalschritt, die ernüchternden Resultate.

„Vielleicht habe ich meine Ziele von vorneherein einfach zu hoch gesteckt“, rätselt die 19-Jährige über ihre schwachen Ergebnisse bei der JWM. Dazu verleitet hatten sie möglicherweise ihre sehr guten Platzierungen in den Rennen zum Continental-Cup, dreimal Top-Ten, in der Liga der ältesten Nachwuchs-Langläufer der Alpenländer. „Insgesamt war das deutsche Team diesmal im europäischen Vergleich nicht so dominant“, so Alexandra Danners Resümee. Zur Erinnerung: Noch im Vorjahr hatte die Isarwinklerin mit der nationalen Staffel bei der JWM die Gold-Medaille eingefahren.

Was nicht nur den deutschen jungen Damen in Finnland erheblich zum Schaffen gemacht hatte, war die große arktische Kälte. Auf bis zu minus 20 Grad war da das Thermometer während der Wettkämpfe abgesunken. Absolut grenzwertige Bedingungen für die Spitzensportler auf den schmalen Latten. „Wenn es nicht die WM gewesen wäre, wäre ich nicht an den Start gegangen“, gab da auch eine tschechische Top-Läuferin gegenüber der Lenggrieserin zu. „Auch ich bin mit der großen Kälte nicht so gut zu Recht gekommen“, sagt Alexandra Danner.

Unter diesen widrigen Verhältnissen stellte sich da natürlich auch die Materialfrage. „Unsere Skier waren nicht die langsamsten, aber die schnellsten waren sie auch nicht“, erklärt da die 19-Jährige vorsichtig und vermutet: „Ich denke da hatten die Skandinavierinnen mit deutlich besserem Material schon einen gewissen Heimvorteil. Sie sind es wohl eher gewohnt, bei so tiefen Minusgraden zu laufen. Auch haben deren Skitechniker mit so großer Kälte weit mehr Erfahrung.“ Ein Blick auf die Gesamtergebnisse unterstützt diese Theorie. Die Langläuferinnen aus Skandinavien und Russland dominierten die JWM 2019 eindeutig.

„Ich habe meine Tochter noch nie so tief frustriert gesehen, als nach ihren verpatzten Rennen“, sagte da auch Mama Sabine Danner. „Ich war da schon sehr enttäuscht, war erstmal in einem richtigen Loch drinnen. Aber ich denke, dass ich das jetzt mit ein paar Tagen Abstand wieder überwunden habe, “ schöpft die 19-jährige Lenggrieserin frischen Mut. In der abschließenden Staffel, in der die deutschen jungen Frauen einen ebenso enttäuschenden Rang sechs belegten, war Alexandra Danner gleich gar nicht dabei: „Ich hatte da mit einem Magen-/Darminfekt zu kämpfen.“

Freilich ist mit der JWM für sie die Saison 2018/19 ja bei weitem noch nicht vorbei. Bereits am vor der Tür stehenden Wochenende steht die deutsche Meisterschaft in Schonach (Schwarzwald) auf dem Rennprogramm. Und da möchte die Isarwinkler Rennläuferin versuchen, sich zu rehabilitieren, „wieder ein gutes Gefühl zu bekommen und Top-Platzierungen einzufahren.“ Vielleicht klappt‘s da ja auch mit der Umwandlung von „innerer Wut in positive Energie“. Ewald Scheitterer

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