„Cooler Trip nach Nakiska“

Skicross: Holzkirchner Florian Wilmsmann rast in Kanada aufs Stockerl

Skicrosser Florian Wilmsmann aus Holzkirchen
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Florian Wilmsmann ist in starker Form. An diesem Wochenende stehen für die Skicrosser noch zwei Weltcups in Schweden auf dem Programm. Dann geht es zu Olympia nach Peking.
  • Ewald Scheitterer
    VonEwald Scheitterer
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Nakiska/Holzkirchen – Kurz vor Olympia in China ist Florian Wilmsmann vom TSV Hartpenning beim Weltcup in Kanada in guter Form.

Vergessen sind bei Skicrosser Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) seine eher enttäuschenden Ergebnisse bei den Weltcups im Südtiroler Innichen kurz vor Weihnachten. Am Wochenende (15./16. Januar) trumpfte er bei einem Doppel-Weltcup im kanadischen Skiressort Nakiska so richtig auf. Dabei gewann er am Freitag das sogenannte Kleine Finale, das ihm in der Gesamtwertung Rang 5 einbrachte. Am Samstag legte er dann noch einen drauf und raste im Finale mit Platz 2 aufs Stockerl. Dabei musste er lediglich dem Kanadier Kristofor Mahler noch den Vortritt lassen.

„Ich bin mit meinen Resultaten in Nakiska voll zufrieden“, berichtete der Holzkirchner. „Die Trainingsläufe waren dort schon ganz in Ordnung, meine Qualiläufe mit Platz 1 und 6 dann richtig gut und schließlich haben meine Starts in den Final-Heats auch ausgezeichnet funktioniert – zumindest meistens.“ Dies sei umso wichtiger gewesen, als der Kurs in Nakiska an der Ostseite der Rocky Mountains sehr startlastig gewesen sei: „Auf der Strecke selbst gab es kaum Möglichkeiten zum Überholen. Da konnte man lediglich auf Fahrfehler der Konkurrenz hoffen.“

Kein Einzug ins Finale

Es war allerdings der wenig erfolgreiche Start im Halbfinale am Freitag, der Wilmsmann letztlich den Einzug ins Finale kostete: „Da habe ich leider einen kleinen Hund hineingebracht.“ Bis dahin hatte er jeweils im Achtel- und Viertelfinale klare Start-Ziel-Siege eingefahren. Doch der verpatzte Start im Halbfinale war trotz großen Bemühens nicht mehr aufzuholen und so blieb ihm nur das Kleine Finale. Da klappte der Start dann wieder wie gewohnt und der Oberbayer zeigte dem französischen Brüderpaar Jonathan und Bastien Midol sowie dem Schweizer Joos Berry auf der Fahrt ins Ziel nur seine Fersen.

Der zweite Wettkampftag in Nakiska stand ganz im Zeichen des Zweikampfs zwischen Wilmsmann und dem Kanadier Mahler. Ab dem Viertelfinale der Final-Heats hatte entweder der eine oder der andere im Ziel die Nase vorne, während dessen Konkurrent eben auf Platz 2 die nächste Runde erreichte. Noch im Halbfinale legte das deutsche Skicross-Ass einen ausgezeichneten Start hin und hatte folglich bei seinem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg das Momentum auf seiner Seite.

Olympia steht an

„Im Finale hat der Mahler dann beim Start eine richtige Rakete gezündet, da war dann anschließend nichts mehr zu machen“, musste Wilmsmann zugeben. Da Mahler zudem auf dem Kurs keinen Fehler machte, blieb es auch bis zum Zieleinlauf so: Erster der Kanadier, Zweiter der deutsche Skicrosser. Die beiden anderen Finalteilnehmer – der Schweizer Ryan Regez und der Kanadier Leman Brady – hatten mit dem Ausgang des Final-Heats eigentlich so gut wie gar nichts zu tun.

„Das war wirklich ein cooler Trip nach Nakiska“, strahlte Florian Wilmsmann übers ganze Gesicht. „Da konnte ich jede Menge Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben tanken.“ Gerade im Hinblick auf die Olympischen Spiele, die im Februar im Skigebiet Secret Garden in China stattfinden werden, könnte seiner steil ansteigenden Formkurve noch eine besondere Bedeutung zukommen. Selbst ein Medaillengewinn ist in erreichbare Nähe gerückt für den Holzkirchner Athleten. Noch vor Olympia bestreitet die internationale Cross-Elite einen weiteren Doppel-Weltcup am Wochenende (22./23. Januar) in Idre Fjälls. Dafür flog auch das deutsche Skicross-Team von Nakiska aus direkt nach Schweden. ejs

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