Wir drücken die Daumen

Diese Sportler aus dem Landkreis Miesbach starten bei Olympia 2022

Olympische Winterspiele
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Die Olympischen Winterspiele finden 2022 im chinesischen Peking statt.
  • VonFridolin Thanner
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Landkreis – 149 Sportler starten für die deutsche Mannschaft bei Olympia 2022 in Peking – fünf davon kommen aus dem Landkreis Miesbach.

Die Wahl fiel auf Claudia Pechstein und Francesco Friedrich. Die Eisschnellläuferin und der Bobpilot hatten die Ehre, als Fahnenträger die deutschen Olympioniken anzuführen. Auch Rennrodelstar Natalie Geisenberger aus Miesbach hatte zur Wahl gestanden, musste aber der Rekordolympionikin Pechstein den Vortritt lassen.

Bei den Wettkämpfen möchte sie das sicher niemandem und wird versuchen, ihrer Sammlung von vier Olympia-Goldmedaillen weiteres Edelmetall hinzuzufügen. Neben der Miesbacherin sind aus dem Landkreis Biathletin Vanessa Hinz, Snowboarderin Annika Morgan, Skicrosser Florian Wilmsmann und Lang­läufer Lucas Bögl in Peking am Start. Vertreter ihrer Heimatvereine geben eine Einschätzung zu den bevorstehenden Wettkämpfen.

Vanessa Hinz (SC Schliersee):

„Der Skiclub ist wahnsinnig stolz, dass Vanessa wieder bei den Olympischen Spielen teilnehmen darf“, betont Martina Pomper, Vorsitzendes des Skiclubs Schliersee, für den Biathletin Hinz startet. „Wir stehen voll hinter ihr und drücken ganz fest die Daumen, dass sie vielleicht sogar mit einer Medaille nach Hause kommt. Das Zeug dazu hat sie auf jeden Fall“, findet Pomper.

„Wenn sie gesund bleibt, locker und ohne Nervosität in die Wettkämpfe geht, hat sie sicherlich gute Chancen – sowohl auf den Einzelstrecken, als auch mit der Staffel“, sagt sie. Wenn sie ihre Trainingsleistung im Wettkampf bringe, dann sei sie vorne dabei. Vor allem im Massenstart und in der Verfolgung sieht Pomper die Stärken von Vanessa Hinz.

Annika Morgan (SC Miesbach):

„Für sie ist es einfach super cool schon in dem jungen Alter beim größten Event der Welt dabei zu sein“, freut sich Andi Polke, Snowboard-Headcoach beim SC Miesbach, für Annika Morgan und findet: „Schade natürlich, dass da in China alles so abgeschottet ist.“

Snowboarderin Annika Morgan vom SC Miesbach ist bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking dabei.

Polke wünscht ihr alles Gute und hofft, „dass Annika ein gutes Gefühl hat und ihr Vorhaben ohne Stürze durchbringt. Sie ist immer voll motiviert und lässt sich von ihren Gefühlen leiten und pushen. Das heißt, wenn sie ein gutes Gefühl hat, dann kann sie durchaus weit nach vorne kommen, vielleicht sogar eine Medaille mitbringen.“ Aber auch ohne Edelmetall sei der Verein voll stolz auf seine Olympionikin.

Natalie Geisenberger (SV Miesbach):

„Zunächst freut es uns, dass sich Natalie entschieden hat, an Olympia teilzunehmen“, sagt Stefan Griesbeck, Vorsitzender des SV Miesbach. Er findet: „In den Wettkampf um olympisches Gold kann sie ganz entspannt gehen. Da gibt es keinerlei Druck, den sie sich machen müsste. Schließlich hat sie mit vier Goldmedaillen und einmal Bronze ja schon alles erreicht.“

Dennoch machen Geisenbergers Ergebnisse bei den jüngsten Weltcups „Hoffnung, dass sie auch diesmal den Sprung aufs Treppchen schaffen kann“, erklärt Griesbeck und wünscht der Rennrodlerin, „dass sie ihre vierten Olympischen Spiele genießen kann – trotz Corona und China – und dass sie vor allem gesund wieder nach Hause kommt. Selbstverständlich würden wir uns über eine Medaille riesig freuen. Wir werden vorm Fernseher mitfiebern und die Daumen drücken.“

Lucas Bögl (Holzkirchen, SC Gaißach):

„Natürlich freuen wir uns unwahrscheinlich, dass Lucas es jetzt schon zum zweiten Mal geschafft hat, an den Olympischen Spielen teilzunehmen“, sagt Heidi Danner, Vorsitzende des SC Gaißach. „ Leider ist es wieder in einem Land, zu dem man nicht mal schnell zum Zuschauen hinfahren kann. Peking und dann noch zu Corona-Zeiten – das ist hart.“

Danner weiß, dass Olympia für Sportler das höchste Ziel ist und findet: „Es sollten nicht nur die Medaillen zählen. Lucas hat in dieser Saison schon tolle Ergebnisse erzielt. Wir wünschen ihm, dass er sein Laufvermögen auch dort voll umsetzen kann und mit der richtigen Portion Glück und dem richtigen Ski eine Top-Ten-Platzierung erreicht. In der Staffel könnte es noch weiter nach vorne gehen. Bis auf die ersten zwei Plätze ist alles möglich.“

Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning):

Wenn er einen guten Tag erwischt und sein Können abruft, ist für Skicrosser Florian Wilmsmann eine Medaille drin. Nicht als Top-Favorit am Start hat er vielleicht den Vorteil, ohne allzu großen Druck starten zu können. Mit Geschick und einem Quäntchen Glück ist alles möglich für den Besten im deutschen Team. Der Landkreis drückt die Daumen – wie für seine anderen Sportler auch. ft

Nach dem zweiten Platz beim Skicross-Weltcup in Kanada will Florian Wilmsmann (M.) vom TSV Hartpenning auch bei Olympia 2022 in China vorne dabei sein.

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