„Starke Mädchen, Buben mit Steigerungspotenzial“

Ski alpin - 110 Teilnehmer beim Saison-Höhepunkt: SG auf Weltcup-Hang

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Über ihre Trophäen beim Super-G freute sich die Elite der Oberland-Nachwuchs-Ski-Rennläufer.

Lenggries – Vollkommen unbehelligt von den Wetterkapriolen ging der alljährliche Saison- Höhepunkt der alpinen Schüler-Elite im Oberland am vergangenen Sonntag auf dem Lenggrieser Weltcup-Hang über die Bühne. Während die Brauneck-Kabinenbahn bereits ab den Vormittagsstunden den Betrieb einstellen musste da Sturmböen von über 100 Kilometer pro Stunde über die Gipfel des Lenggrieser Hausbergs fegten, bewegten sich auf der Rennstrecke selbst die großen Fahnen kaum, als der so genannter Riesenslalom mit großen Radien, also ein getarnter Super G, in zwei Durchgängen über die Bühne ging.

Dass Ski-Rennfahrer gerne schnell fahren, liegt in der Natur der Sache. Und das geht eben besonders schnell, wenn möglichst wenige „Hindernisse“ im Weg stehen, also Torflaggen mit Richtungsänderungen, wie eben beim Super G. Um den Oberlandler Nachwuchs auf die „neue“ Fahrweise vorzubereiten, war da bereits am Samstag ein spezielles Training dafür auf dem Weltcup-Hang angesetzt, das von den rund 110 Renn-Teilnehmern in großer Anzahl ausgiebig genutzt wurde. „Da haben einige erst einmal schon gestutzt, als sie erkannt haben wie schnell das geht“, berichtete Ex-Ski-Ass Martina Ertl-Renz, die selbst ihr Töchterchen Romy an den Start gesandt hatte.

Dass die jungen Ski-Rennläufer am Sonntag dann trotz den gar nicht winterlichen Temperaturen von bis zu 16 Grad eine ausgezeichnete harte Piste vorfanden, war einer Vorsichtsmaßnahme am Samstagabend zu verdanken. „Da haben wir kräftig gesalzen und das hat sich voll bewährt“, erklärte SCL-Chef Karl Gerg. Das bestätigte auch Klaus Ertl der Nachwuchs-Cheftrainer im Skiverband Oberland (SVO): „Für den nahezu ausgefallenen Winter geht’s fast nicht besser.“ Zufrieden war er da vor allem mit den Renn-Leistungen seiner schnellen Mädchen, während er bei den Buben durchaus noch Steigerungs-Potenzial sah.

Die Tagesbestzeit hatte dann Christopher Holm (SLV Tegernsee) in 1:07,31 Minuten eingefahren. Er verwies in der Altersklasse U16 Valentin Wahler (1:08,25) und Alessandro Chini (1:09,00/beide SC Lenggries) auf die Plätze. Bei schnellen Mädchen hatte hier Emily Wörle (SC Bad Tölz) in 1:08,17 die Nase vor Vroni Lindner (1:08,24/SC Lenggries) und Christina Leitner (1:08,56/SC Schliersee).

Bei den jüngeren Ski-Rennläufern der U14 schnappte Benno Brandis (TSV Durach) in 1:07,64 Minuten den Oberlandlern die Goldmedaille weg. Ihm folgten auf den Plätzen Vincent Erlacher (1:10,17/SC Rottach-Egern) und Raphael Wittmann (1:10,25/TV Vohenstrauß).

Dafür ließen aber die U14-Mädchen aus dem Isarwinkel nichts anbrennen. Hier gewann Gina Oberhuber (SC Reichersbeuern) in 1:08,96 Minuten vor Rosanna Schwaiger (1:09,52) und Romy Renz (1:09,06/beide SC Lenggries). Die Vereinswertung ging hier mit 480 Punkten an den ausrichtenden SC Lenggries, vor dem SLV Tegernsee (150) und dem SC Rottach-Egern (142). ejs

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