Testspiele ohne Niederlage

SV Bad Heilbrunn trennt sich vom TSV Grünwald „gerecht“ mit 2:2-Remis

Hillringhaus Gerry Abschlag
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Viel verlernt hat der Ex-Profi Gerry Hillringhaus noch nicht. Bei den beiden Gegentreffern war der 59-Jährige jedoch machtlos

Bad Heilbrunn – Die HSV-Defensive erwies sich auch diesmal als überaus stabil und bot ihren Gästen meistens erfolgreich Paroli. Das Endergebnis 2:2 schien durchaus gerecht.

Mit dem TSV Grünwald aus der Landesliga Süd-Ost empfingen die Heilbrunner Kicker am vergangenen Samstagnachmittag den bislang zweifellos stärksten Kontrahenten in ihrer Serie zur Vorbereitung auf die kommende Spielzeit 2021/22.

„Vor allem technisch ein sehr beschlagener Gegner“, musste da Co-Trainer Klaus Kronschnabl zugeben. Doch vor allem die HSV-Defensive erwies sich auch diesmal als überaus stabil und bot ihren Gästen meistens erfolgreich Paroli. Auch mit dem 2:2 (1:0)-Endergebnis konnte da der Coach durchaus gut Leben: „Insgesamt durchaus gerecht.“

Nicht funktioniert hat allerdings der Test mit dem Positionstausch von Toni Pappritz vorne auf der zehn und mit Maxi Specker zurückgezogen auf der sechs. Während da die Fähigkeiten von Letzterem eher verschenkt wurden, lief Pappritz in der Spitze wie Falschgeld umher. Als die beiden im zweiten Durchgang wieder ihre gewohnten Positionen einnahmen, zeigte das durchaus Wirkung und die Hausherren kamen jetzt auch ein ums andere Mal gefährlich vor den Grünwalder Kasten. „In der ersten Hälfte haben wir nur reagiert, das war zu wenig. Ich glaube wir haben da aus dem Spiel heraus nicht einmal aufs gegnerische Tor geschossen“, bemängelte Kronschnabl. Lediglich einen Freistoß aus etwa 25 Metern gab’s (32.), getreten von Maxi Specker, der dann aber in der TSV-Mauer landete.

Nach einem Foul gab es das erste Tor

Dennoch ging der HSV kurz vor der Pause noch unerwartet in Führung: Der Grünwalder Keeper Leopold Bayerschmidt hatte da wohl einen kompletten geistigen Aussetzer, als er Bene Specker am rechten 16er-Rand völlig unnötig legte. Der Gefoulte trat dann selbst zur Exekution an und vollstreckte souverän zum 1:0 (45.).

Die zweite Hälfte begann mit einer Grünwalder Drangphase, die mit dem Ausgleich belohnt wurde: Heilbrunns Naomichi Kamioka fälschte die Kugel beim einem Klärungsversuch unglücklich ins eigene Netz ab (57.). In der Folge fingen sich die Gastgeber wieder und kamen selbst zu der einen oder anderen guten Torchance.

Der verwaiste Kasten lockt für einen Torschuss

Pech hatte da aber ein Grünwalder Verteidiger, als er ausrutschte und Felix Gellner sich den Ball schnappen konnte und mutterseelenalleine übers halbe Feld in Richtung Grünwalder Gehäuse spurtete. Letztlich ließ der HSV-Mittelstürmer auch noch den TSV-Keeper Bayerschmidt geschickt aussteigen, ehe er locker in den verwaisten Kasten zur erneuten Führung einschob (69.).

Klar, dass jetzt der HSV-Fanclub frohlockte und auf einen Sieg hoffte. Doch nach einem schönen Spielzug bezwang Maximilian Ahammer mit einem satten Schuss genau ins Kreuzeck Gerry Hillringhaus im HSV-Tor erneut (79.).

Für den 59-jährigen Schlussmann gab es ein Sonderlob. „Der Gerry hat heute so einiges klasse entschärft“, so Kronschnabl und freute sich: „Damit haben wir keins unserer Testspiele verloren. Jetzt kann die Landesliga-Saison losgehen.“ Ewald Scheitterer

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