Enttäuschung in Tölz

Tölzer Löwen bissen sich an Lindauer die Zähne aus – Nächstes Spiel: Memmingen

Tölzer Löwen
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Der eine Treffer von Tyler Ward (m.) reichte gegen die Lindau Islanders bei weitem nicht.
  • Ewald Scheitterer
    VonEwald Scheitterer
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Bad Tölz - Bitter enttäuscht wurden all die Fans der Tölzer Löwen, die nach dem überraschenden 7:5 -Erfolg bei den hochfavorisierten Starbulls in Rosenheim schon geglaubt hatten, dass eine Wende eingetreten sei.

Knapp 1.000 waren da am vergangenen Sonntagabend in den Tölzer Eispalast gekommen, um den vermeintlichen lockeren Sieg gegen die Underdogs aus Lindau mit anzusehen. Doch diesmal bissen sich die Buam an den „Islanders“ die Zähne aus und mussten sich mit 2:5 (2:2, 0:2, 0:1) geschlagen geben. „Wir haben die ersten 17 Minuten gut gespielt“, sagte ECT-Coach Ryan Foster: „Und die restlichen 43 Minuten waren wir so gut wie nicht vorhanden.“

Mit 1:3 und sogar mit 2:5 lagen die Löwen in Rosenheim im Rückstand, ehe sie die große Aufholjagd starteten. Zwar hatte Tyler Ward früh den Torreigen eröffnet (3.), dann aber nahm die Partie den erwarteten Verlauf und die Starbulls glichen aus und gingen auch mit zwei Treffern Vorsprung in Führung.

Doch kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang erneut Ward (40.) der Anschlusstreffer. „Das Tor hat uns extrem viel Leben gegeben“, hatte Foster beobachtet, denn von da an spielten eigentlich nur noch die Gäste und Rosenheims Coach Jari Pasanen beklagte, „viele eierlose Aktionen, als ob es ein Vorbereitung-Spiel gewesen wäre.“ Dillon Eichstadt (25.), noch einmal Ward (41.) und Sören Sturm (46.) brachten die Tölzer wieder heran und Youngster Florian Kästele schoss sie erstmals in Führung (47.). „Er gibt immer 100 Prozent und trifft oft schlaue Entscheidungen, fast schon wie ein erfahrener Spieler“ lobte da der ECT-Trainer seinen Nachwuchs-Crack.

Es war schließlich Ludwig Nirschl, der mit seinem Treffer ins verwaiste Rosenheimer Tor fünf Sekunden vor Spielende endgültig den Deckel drauf machte. Nach dem erfolgreichen Auftritt waren die Zuschauer dann am Sonntag mit großen Erwartungen ins Stadion gekommen. Und sie sollten anfangs auch nicht enttäuscht werden: nach nur 33 Sekunden stellte Nick Huard sogleich auf 1:0.

Als dann Ward das zweite Tölzer Tor erzielte (14.) schien alles den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch kurz vor und nach der Pause drehte Gästestürmer Martin Mairitsch mit zwei Treffern die Partie komplett. „Wir haben schon nach dem 1:2 aufgehört zu spielen“, beklagte Foster.

Die überwunden geglaubte unerklärliche Heimschwäche drückte sich in zahlreichen Situationen aus: Schwaches Powerplay, unnötige Scheibenverluste, ein Zweikampf-Verhalten, das sehr zu wünschen übrig ließ und unerklärliche Abwehrschnitzer. So kam es, dass die Gäste auch nach zwei Dritteln frischen Mut schöpften und daran glaubten, dass sie diesmal in Bad Tölz etwas reißen konnten.

„Wir hätten da die Begegnung einfach halten müssen, aber genau das hat Lindau gemacht. Wir haben diesmal verdient verloren“, ließ der ECT-Trainer kaum ein gutes Haar an seiner Truppe.

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