Auslöser waren diverse positive Covid 19-Erkrankungen in mehreren Mannschaften

Tölzer Löwen: DEL2-Hauptrunde mit sofortiger Wirkung beendet

Tölzer Löwen
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Die Gesellschafter der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) haben sich mittels einstimmigen Beschluss darauf verständigt, die aktuelle Hauptrunde zu beenden.

Bad Tölz – Verwundert werden sich einige Eishockey-Fans die Augen gerieben haben, als sie versuchten, sich via Internet über die den aktuellen Spieltag der Tölzer Löwen zu informieren – und nichts fanden.


Des Rätsels Lösung: In einem schnellen, einstimmigen Beschluss hatten sich die Gesellschafter der Deutschen Eishockey Liga II (DELII) darauf verständigt, die aktuelle Hauptrunde mit Wirkung zum Donnerstag, 8. April, zu beenden.

Auslöser waren diverse positive Covid 19-Erkrankungen in mehreren Mannschaften. Deshalb sah man aufgrund der aktuellen Corona-Situation und den behördlich angeordneten Quarantänen den sofortigen Stopp des Spielbetriebs als die beste Lösung.

Für die Tölzer Löwen nicht unbedingt eine schlechte Lösung, da neben dem aktuellen Tabellenstand für die Endtabelle der Hauptrunde 2020/21 gemäß Spielordnung eine Quotienten-Regel der absolvierten Partien zum Tragen kommt. Letztlich bleiben die Isarwinkler Kufenflitzer damit auf Tabellenplatz zwei und haben so auch Heimrecht für die folgenden Playoffs der besten acht DEL II-Vereine. Damit werden sie in der ersten Runde der Ausscheidungs-Spiele auf die Ravensburger Towerstars treffen, eine attraktive Paarung.

René Rudorisch, der DELII-Geschäftsführer erklärte dazu in seiner Stellungnahme: „Nachdem wir nahezu 50 von 52 Spieltagen der Hauptrunde durch den unermüdlichen Einsatz der Clubs absolviert haben, hätten wir uns eine vollständige Beendigung dieser Runde gewünscht. Allerdings geht die Gesundheit aller vor. Wir haben seit dem Osterwochenende in gleich mehreren Clubs Anzeichen für und zum Teil bereits bestätigte Corona-Fälle, weshalb wir gemeinschaftlich ein Fortsetzen der Hauptrunde auf Teufel komm raus nicht befürworten. Vielmehr wollen wir Sorge für die Gesundheit der Spieler tragen und mit Blick auf die anstehenden Playoffs einen dann wieder besseren Rahmen für den Wettbewerb organisieren.“

Primär betroffen von positiven Corona-Befunden waren zum Zeitpunkt des Abbruchs die Heilbronner Falken, der EC Bad Nauheim und die Bietigheim Steelers. Da aber sowohl Heilbronn als auch Bietigheim in den Playoffs vertreten sind, ist damit zu rechnen, dass wenigstens zwei Wochen Quarantänefrist vergehen werden, ehe die Playoffs starten werden. Nicht nur für die gesundheitlich arg gebeutelten Tölzer Löwen eine willkommene Pause zur Regeneration.

Zum anstehenden Gegner Ravensburg erklärte der neue TEG-Geschäftsführer Jürgen Rumrich: „Ein schwerer Gegner. Vom Budget her der klare Favorit. Aber wir vertrauen auf unsere Stärken.“ Schon eher pragmatisch dann die Antwort von Headcoach Kevin Gaudet: „Wenn du weit kommen willst, dann musst du alle schlagen.“ Und das ist den Buam in der Vergangenheit bis auf Ligenprimus Kassel bereits mehrfach gelungen. Ewald Scheitterer

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