Tölzer Löwen gewinnen in Heilbronn, verlieren gegen Weißwasser

Auswärts hui, zu Hause pfui

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Trotz zahlreicher Hochkaräter erzielten Marcel Rodman (Mitte) und Manuel Edfelder (re.) gegen die Lausitzer Füchse nur einen Treffer.

Bad Tölz – Immer wieder für eine Überraschung gut sind die Tölzer Löwen der DEL II-Saison 2017/18: Sie schafften einen 4:3 (2:3, 0:0, 2:0)-Sieg gegen die Heilbronner Falken. Bei der Heimpartie gegen die Lausitzer Füchse unterlagen die Löwen jedoch mit 1:3 (0:0, 1:2, 0:1).

Es war ein Erfolg der Willensstärke des Aufsteigers, dass er am Ende drei Zähler aus Heilbronn mitnahm. Zudem hatten die Hausherren nach der raschen 3:0-Führung gedanklich wohl schon gewonnen und die Moral der Gäste unterschätzt. Sichtlich angesäuert bilanzierte dann auch HEC-Coach Gerhard Unterluggauer: „Wir haben gedacht es geht einfach, aber das ist nicht Eishockey. Im Eishockey ist nichts einfach.“ Das Torschussverhältnis von 33:18 zu Gunsten der Isarwinkler zeigte, dass sie defensiv ziemlich wenig zugelassen hatten. Allein Leon Hüttl blockte im ersten Drittel drei Schüsse. Nur vier Pucks kamen auf das Tor von Neu-Goalie Mikko Rämö, dreimal war er drin. „Wir waren im ersten Drittel nicht so konsequent, wie wir eigentlich sein sollten“, erklärte Head-Coach Rick Boehm. Manuel Edfelder traf nach Drehpass von Philipp Schlager und kurz vor Drittelende schaffte Chris St. Jacques in Überzahl den Anschluss. Es war Routinier Klaus Kathan mit seinem Ausgleichstreffer zu Beginn des letzten Abschnitts, der die Falken schockte – und beim ECT-Trainer Freude über die Comeback-Qualitäten seines Teams auslöste. Das Glücksgefühl besiegelte dann erneut St. Jacques mit dem dritten Überzahltreffer der Löwen, der letztlich zum Matchgewinn führte.

War Boehm am Freitag noch mit der Leistung seines neuen Torhüters Mikko Rämö „sehr zufrieden“, so unterlief dem Finnen in seinem ersten Auftritt vor heimischem Publikum ein fataler Fehler, als ihm ein Schuss von Feodor Boiarchinovs unter den Schonern zum 1:3-Endstand (43.) durchrutschte. Doch lag es sicher nicht am Torwart, dass Weißwasser die Zähler entführen konnte, sondern vielmehr an der mangelnden Treffsicherheit der Sturmreihen. Selbst in der Schlussoffensive mit einfacher und dann auch noch doppelter Überzahl, gelang es nicht, die Scheibe in dem von Maxi Franzreb gut behüteten Kasten unterzubringen.

Zwar gingen die Löwen durch Marcel Rodman in Führung (32.), doch zwei katastrophale Fehler der erheblich dezimierten Tölzer Defensive wurden von den Gästen sofort eiskalt genutzt (3./37.). „Schon zuvor haben wir es versäumt, einen größeren Vorsprung herauszuspielen, obwohl wir die aktivere Mannschaft waren“, bemängelte Boehm.

Vor allem im letzten Drittel bliesen die Löwen dann zur Generaloffensive: Doch Hannes Sedlmayrs Pass vors Tor ging ins Leere, Julian Kornelli zimmerte den nächsten Hochkaräter über die Querlatte und die Schlagschuss-Kracher von Philipp Schlager sowie Beppo Frank konnte Franzreb entschärfen. Da half es schließlich nichts, dass Boehm noch feststellte: „Wir haben vernünftig gespielt und waren eigentlich die bessere Mannschaft.“ ejs

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