Tölzer Löwen gewinnen in Landshut und schlagen Tabellenführer Selb zu Hause

Spitzenleistungen gegen Spitzenteams

+
Den Spitzenreiter in die Knie gezwungen: Julian Kornelli (li.) und Torschütze Stefan Reiter lauern vor dem Selber Gehäuse.

Bad Tölz – Offensichtlich benötigen die Tölzer Löwen eine entsprechende Herausforderung, um zur Höchstform aufzulaufen. Und das geschah gleich zweimal am zurückliegenden Spiel-Wochenende. „Das war unsere stärkste Auswärtspartie der Saison bislang“, urteilte Coach Axel Kammerer, nachdem seine Truppe in Landshut mit 7:2  gewonnen hatte.

1361 Fans wollten dann das Spitzenmatch erster gegen zweiter am Sonntag in der Hacker-Pschorr-Arena gegen Selb sehen. Sie mussten ihr Kommen nicht bereuen. Die Gäste waren der erwartet schwere Gegner. Doch die Isarwinkler gewannen die hochklassige und rasante Oberliga-Partie mit 5:1 (1:1, 2:0, 2:0). Das erste Tor in Landshut schossen freilich die Hausherren: Roman Trvdon nutzte einen Abstimmungsfehler zwischen Christian Kolacny und Markus Janka zur Führung (4.). Doch die Löwen waren von Anfang an hellwach und Michael Endraß traf nach einem blitzschnellen Konter zum Ausgleich (7.). Als Jordan Baker kurze Zeit später nach einer schönen Kombination die Führung besorgte, schienen die Löwen endgültig Freude am Spiel gefunden zu haben. Klaus Kathan hätte nach einem bösen Fehler von Landshuts Goalie Patrick Berger schon treffen müssen, doch so war es Franz Mangold, der per platziertem Schlenzer zur 3:1-Führung einschoss. Im zweiten Abschnitt gab’s erst einmal einen Rückschlag: Florian Strobl musste nach einer harten Spieldauer- Entscheidung frühzeitig duschen gehen. Dennoch überstanden die Buam die fünfminütige Unterzahl problemlos und anschließend sorgte Michael Endraß mit seinem Treffer für die Vorentscheidung. Stefan Reiter (37.) und Hannes Sedlmayr (40.) schraubten das Resultat weiter nach oben. Im Schlussdrittel verwalteten die Löwen ihren komfortablen Vorsprung und Julian Kornelli setzte schließlich per Penalty den Schlusspunkt. Topmotiviert starteten die Hausherren dann am Sonntag, vor allem als Franz Mangold die schnelle Führung gelang (3.). Doch Selb wollte sich so leicht nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und schlug durch Landon Gare zurück (5.). In der Folge musste Markus Janka einige Glanzparaden zeigen, um einen Rückstand zu vermeiden. Das Zusammenspiel bei den Tölzern klappte aber grandios. Trotz der Ausfälle von Sturm-Motor Florian Strobl und Verteidiger Hannes Huß lief die Scheibe stets flüssig, und die Defensive stand bombensicher. „Wir haben eine große Spieldisziplin gezeigt“, lobte da der Trainer. Knackpunkt im zweiten Drittel: Nach Hannes Sedlmayrs Führung in doppelter Überzahl (24.) erkannte Schiedsrichter Florian Fröhlich einen Treffer der Gäste zum möglichen 2:2-Ausgleich nicht an – er hatte vorher angeblich abgepfiffen. Dann sorgte Stefan Reiter – erneut in Überzahl - für den 3:1-Vorsprung der Löwen zum letzten Drittel (39.). Selb blieb aber gefährlich, der Anschlusstreffer lag mehrfach in der Luft. Aber die Tölzer, angepeitscht von ihren Fans, zeigten, warum sie die beste Abwehr der Liga haben und retten sich aus den brenzligen Situationen. Als dann Christian Kolacny mit einem kuriosen Treffer auf 4:1 stellte (54.), war die Partie gelaufen. Zwar versuchten es die Selber noch einmal mit zwei Mann mehr, als Josef Frank auf der Strafbank saß und sie ihren Torhüter vom Eis nahmen. Doch Jordan Baker kam an den Puck und versenkte ihn im verwaisten Wölfe-Kasten. „Von der Schnelligkeit, der Intensität her war das eines der besten Saisonspiele“, erklärte anschließend der Selber Coach Henry Thom. „Das war ein großartiges Wochenende“, freute sich natürlich Kammerer: „Heute war es ein intensives Spiel, mit Feuer drin. Beide Teams haben stark gekämpft.“ Und er fand auch gleich den logischen Grund für den Sieg: „Der Unterschied war: Wir haben getroffen, Selb nicht.“ ejs

Auch interessant

Meistgelesen

Strecken für jeden
Strecken für jeden
Miesbach bleibt ohne Punkte
Miesbach bleibt ohne Punkte
Gelungener Saisonstart
Gelungener Saisonstart
Fischer lässt den TuS jubeln
Fischer lässt den TuS jubeln

Kommentare