Ein Sechs-Punkte-Wochenende

Tölzer Löwen gewinnen in Ravensburg und gegen Deggendorf

Bad Tölz – Es ist schon geraume Zeit her, dass die Tölzer Löwen ein Sechs-Punkte-Wochenende feiern konnten. Dabei lieferten sie am vergangenen Freitag gegen den Tabellenzweiten in Ravensburg eine Glanzleistung ab. Es war vor allem die Powerplay-Perfektion im Schlussdrittel die zum 4:3 (1:0, 0.2, 3:1)-Erfolg führte. Den zweiten Dreier für die Buam am vergangenen Wochenende gab’s am Sonntagabend vor eigenem Publikum. Dabei war das 3:2 (0:2, 2:0, 1:0) gegen Deggendorf eher in die Kategorie Arbeitssieg einzuordnen.

Der Auftakt in Ravensburg war für Dibelka wenig erfreulich: Bei einem „hohen Stock“ verlor er gleich einmal vier Vorderzähne. Auch wenn die vier Power-Sturmreihen der Hausherren gewaltigen Druck ausübten, hielten die Tölzer gut dagegen, ausgezeichnet unterstützt von einem blendend aufgelegten Ben Meisner im Tor. Umso größer die Freude, nachdem Niklas Heinzinger mit einem verdeckten Schuss ins rechte Eck die überraschende Führung gelang. Sein erstes Tor im Senioren-Bereich. Die Vorlage dazu hatte Neu-Löwe Jordan Hickmott geliefert. Dennoch mäkelte ECT-Coach Scott Beattie: „Da war die Defensive noch nicht so gut, wie ich sie gern hätte.“

Dennoch traf Ravensburg im Mitteldrittel zweimal. Vincenz Mayer 58 Sekunden nach Wiederbeginn und Robin Just drehte dann die Partie (37.) erstmals. Es war der „Save der Saison“ den Goalie Meisner wenig später auspackte: Nach einem Querpass bei einem Zwei-gegen-Eins-Konter hechtete er von einem Pfosten zum anderen und verhinderte so den Einschlag. Im Schlussdrittel nutzten die Isarwinkler dann alle drei Überzahl-Möglichkeiten, die sie bekamen. Zuerst glich Hannes Sedlmayr im Nachschuss aus, dann drehte Dibelka die Partie erneut.

Vier Spiele, vier Siege, die Tölzer Löwen haben dem Deggendorfer SC in der laufenden Saison nicht einen Punkte überlassen. Auch wenn sie am Sonntag über die gesamten 60 Minuten spielerisch deutlich überlegen waren, hatten sie in einigen Situationen auch das notwendige Quäntchen Glück. Dabei war schon der Auftakt alles andere als perfekt. Bereits nach drei Minuten und acht Sekunden lagen die Gäste in der „weeArena“ bereits mit 2:0 in Front. Curtis Leinweber und Kyle Gibbons hatten die Scheibe jeweils über die Linie gestochert. Zudem traf Andreas Gawlik da auch noch den rechten Pfosten. Trotz allem war die Pausenführung der Deggendorfer ein Tor zu hoch. Da halfen auch die 22 Torschüsse nichts, die die Buam da abgefeuert hatten. „Da war vor allem der Deggendorfer Torhüter sehr stark“, zollte auch Beattie Cody Brenner Respekt.

Früh im Mitteldrittel schaffte dann Casey Borer den ersten Tölzer Treffer. Auch in diesem Abschnitt verzeichneten die Löwen mit insgesamt 17:8-Torschüsse ein Übergewicht. Es war Tyler Gron, der per Direktschuss den verdienten Ausgleich schaffte. Auch wenn die Hausherren das Deggendorfer Gehäuse unter Druck setzten, hatten sie erneut Glück, als Curtis Leinweber den linken Pfosten traf. Bis dann Dibelka schon frei vor dem Tor nochmal einen Querpass zum mitgelaufenen Andreas Pauli legte, der schließlich wuchtig vollendete. Damit krönte der gebürtige Tscheche seine feine Leistung: In jedem der letzten 13 Spielen gelang ihm zumindest eine Scorerpunkt. Beattie: „Das war ein wirklich ekliges Spiel.“ Rang 11 ist nicht mehr erreichbar, Platz 13 auch weit weg. Damit reicht den Buam am kommenden Freitag gegen Freiburg ein Punkt, um das Heimrecht in der ersten Playdown-Runde endgültig zu sichern.ejs

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