Tölzer Löwen schlagen die Wölfe Freiburg souverän mit 5:2

Die neuen Trümpfe stechen

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Lass dich umarmen (v.li.): Hannes Sedlmayr beglückwünscht Casey Borer zusammen mit Dominik Walleitner zum ersten Treffer des US-Boys.

Bad Tölz – Wenn die Tölzer Löwen weiterhin so aufspielen wie beim klaren 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)-Erfolg über Freiburg auf eigenem Eis, dann sollte der Klassenerhalt in der DEL II kein Thema sein. Vor allem die Isarwinkler Defensive hat mit den beiden Neuzugängen, dem finnischen Goalie Mikko Rämö und dem US-amerikanischen Verteidiger Casey Borer erheblich an Stabilität dazu gewonnen.

Die Tölzer spielten wesentlich disziplinierter als ihr Gegner, waren in nahezu allen Belangen überlegen und gingen damit auch als absolut verdienter Sieger vom Eis.

Positiv aufgefallen sind dabei gleich einige Buam: Etwa der junge Aziz Ehliz, bekanntlich der Neffe von Hauptsponsor Cengiz Ehliz, der die Löwen mit seinem ersten Scorerpunkt im Seniorenbereich per Fastbreak in Führung brachte. Eiskalt blieb da der Youngster frei vor dem früheren Löwengoalie Marco Wölfl. „Im ersten Drittel hatten wir einige Chancen, liegen trotzdem 2:0 hinten. Vor dem 1:0 hatten wir eine gute Möglichkeit, ein Tor zu schießen, kriegen aber das Gegentor. Uns fehlt derzeit auch das Glück“, beklagte da der Freiburger Coach Leo Sulak. Freilich verdüsterte sich die Miene des Wölfe-Coachs im Lauf der Partie zunehmend: Freiburg ließ gute Chancen aus, Mikko Rämö hielt richtig stark und die Buam machten auch das zweite Tor: Hannes Sedlmayr traf in Überzahl und schenkte den 1290 Zuschauern erste Freudengefühle.

Im Mittelabschnitt setzte dann das große Strafenfestival ein - vor allem auf Seiten der Gäste. Zudem durfte sich Ehliz mit einem Penalty versuchen – er scheiterte knapp. Da wurde dann auch recht schnell deutlich, dass man auf der Strafbank kein Match gewinnen kann. Goldhelm Philipp Schlager, der in den letzten 16 Partien in Folge gepunktet hat, traf für die Löwen zum 3:1. Dann drückte auch noch Neuzugang Casey Borer der Begegnung seinen Stempel auf. Er schnappte sich die Scheibe und schlenzte sie ansatzlos in das linke Eck - 4:1 (36.). Bereits der fünfte Punkt im dritten Spiel für den neuen Tölzer US-Boy.

Dann setzte es auch noch eine Spieldauerstrafe gegen Jannik Herm, der Philipp Schlager mit dem Bein am Kopf erwischte. Spätestens mit dem Treffer von Michael Endraß zum 5:2-Endstand war aber dann das Schicksal der Gäste besiegelt. „Unsere Mannschaft war über 60 Minuten bissiger. Einsatzfreudig, kämpferisch gut drauf und relativ diszipliniert. Trotzdem haben wir gelegentlich Mikko Rämö im Tor gut gebraucht. Als es etwas brenzlig wurde, war er mit starken Saves zur Stelle. Das war sicherlich mitentscheidend, dass das Spiel für uns so ausgegangen ist“, analysierte ECT-Head-Coach Rick Boehm. Der Finne ließ sich dann auch noch von den Löwenfans bejubeln - extravagant mit dem von der isländischen Fußballnationalmannschaft bekannten „Huuuh!“.

Entwarnung gab’s dann auch in Sachen Verletzung von Löwen-Stürmer Marcel Rodman. Nach einem Check war er kurz auf dem Eis liegengeblieben. Boehm wiegelte aber nach der Partie ab: „Ich gehe davon aus, dass die Verletzung von Marcel geringfügig ist. Es war mehr eine Vorsichtsmaßnahme, ihn nicht weiterspielen zu lassen. Ich sehe da keine Gefahr und gehe davon aus, dass er am Donnerstag wieder im Training ist“. Gerade im Hinblick auf Rodmans Traum von den olympischen Spielen die zweitbeste Nachricht des erfolgreichen Abends. ejs

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