Nach Strafe Zusatzpunkt vergeben

Tölzer Löwen verlieren gegen Bietigheim nach Verlängerung – Coach trotz Niederlage zufrieden

Keine Tor-Chance: Auch Thomas Merl (l.) und Kapitän Philipp Schlager scheitern hier an Bietigheims Goalie Cody Brenner.
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Keine Tor-Chance: Auch Thomas Merl (l.) und Kapitän Philipp Schlager scheitern hier an Bietigheims Goalie Cody Brenner.

Bad Tölz – Zweites Heimspiel der Tölzer Löwen in der Saison 2020/21 vor leeren Rängen und wieder kein Sieg.

In der Overtime sicherten sich die Bietigheim Steelers am vergangenen Freitagabend beim 2:3 (1:2, 1:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung den Zusatzpunkt. Was allerdings Headcoach Kevin Gaudet auf die Palme brachte, war das erneut schwache Anfangsdrittel der Buam.

„Das war heute ein Spiegelbild zu letztem Freitag gegen Ravensburg. Wir spielen erneut gegen einen Meisterfavoriten und pennen im ersten Drittel. Das verstehe ich nicht“, bilanzierte Kevin Gaudet über das Spiel der Tölzer Löwen gegen Bietigheim.

Dabei wäre für die Hausherren selbst nach dem verkorksten ersten Abschnitt in dem sie bereits zwischenzeitlich mit 0:2 in Rückstand lagen, durchaus mehr drin gewesen. Vor alle im Mitteldrittel als sie 18:4 Torschüsse verbuchen konnten. Nach einem eher ausgeglichenen Schlussabschnitt, dominierten sie dann auch die ersten Minuten in der Verlängerung deutlich. Im Spiel drei-gegen-drei belagerten sie fast ununterbrochen das Bietigheimer Gehäuse. Doch dann nahm Thomas Merl eine Zwei-Minuten-Strafe. C.J. Stretch war es dann der 24 Sekunden vor der Schlusssirene den Siegtreffer erzielte. Dabei hatte Verteidiger Andreas Schwarz seinem Goalie Maxi Franzreb auch noch die Sicht verdeckt, so dass Letzterer die Scheibe erst sehen konnte, als sie bereits hinter ihm im Netz zappelte.

Besonders die Strafzeiten-Flut im ersten Drittel gefiel dem Löwencoach überhaupt nicht. Gleich viermal konnten da die Gäste in Überzahl ihre Chance auf einen Treffer erhöhen. Allerdings in Gleichzahl erlaubte sich Kenney Morrison einen fatalen Fehlpass auf dem Weg nach vorne. Riley Sheen legte auf Matt McKnight ab, der Franzreb keine Abwehrchance ließ und zur Führung einschob (7.). Es war erneut McKnight, diesmal in Überzahl, der mit einem trockenen Schuss durch das Five Hole Maxi Franzrebs das 2:0 erzielte (11.). Eher glücklich fiel dann der Tölzer Abschlusstreffer. Nach einer kleinen Unsicherheit des ansonsten starken Bietigheimer Goalies Cody Brenner stocherte Andrej Bíreš die Scheibe über die Linie (17.).

Jetzt hatten die Löwen Blut geleckt. „Im zweiten Drittel haben wir zwar insgesamt hervorragend gespielt, aber unser Powerplay war ganz schwach“, musste da Gaudet mit ansehen. Die Löwen waren jetzt schneller, spritziger und wesentlich entschlossener. Doch sowohl Kapitän Philipp Schlager als auch Marco Pfleger vergaben ihre Powerplay-Möglichkeiten mehrfach. Erst nach einem Traumpass von Luca Tosto durchs gesamte gegnerische Drittel traf dann Schlager zum längst verdienten Ausgleich (32.). Und die Tölzer drängten weiter auf einen Treffer, doch der Puck wollte einfach nicht mehr über die Linie.

Es war vor allem Max French der bei besten Torgelegenheiten es mehrfach versäumte, die Gastgeber in Führung zu bringen. „Die Chancen waren da, um das Spiel zu gewinnen“, urteilte Gaudet und brummelte: „Bei so einer Häufung von Chancen, darf man durchaus auch einmal treffen.“ Allerdings gab es auch für Bietigheim noch einige gute Möglichkeiten die Begegnung in der regulären Spielzeit zu entscheiden.

„Ich bin sehr froh über die zwei Punkte. Gegen eine Mannschaft von Kevin zu spielen, ist immer sehr schwer“, urteilte Bietigheims Coach Danny Naud zum Schluss. Auch sein Gegenüber zeigte sich nicht vollends unglücklich mit dem Ausgang. Gaudet sagte: „Zwei Punkte wären schöner gewesen, aber gegen eine Top-Mannschaft muss man manchmal mit einem Punkt glücklich sein.“

Das Sonntagsspiel in Bayreuth war wegen eines Corona-Falls in der Tigers-Mannschaft abgesagt worden. Ewald Scheitterer

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