Noch fünf Zähler zu den Pre-Playoffs

Tölzer Löwen verlieren gegen Ravensburg, gewinnen in Deggendorf

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Ein starker Ben Meisner im Tor und Goldhelm Stephen MacAulay ließen die Löwenfans gegen Ravensburg kurzzeitig Hoffnung schöpfen.

Bad Tölz – Die erwarteten drei Punkte haben die Tölzer Löwen am zurückliegenden Spielwochenende mit dem klaren 4:2 (1:0, 2:0, 1:2)-Auswärtserfolg in Deggendorf am vergangenen Sonntagabend eingefahren. Als zu stark hatten sich freitags zuvor die Tower Stars aus Ravensburg erwiesen, die beim 1:4 (0:1, 1:1, 0:2) die Zähler an den Bodensee entführten.

Die ersten zehn Minuten der Buam waren zu Hause gegen Ravensburg noch überzeugend. In der Folge waren sie nicht schlecht, aber nicht gut genug, um den Tabellenführer in Bedrängnis zu bringen. Dem Auftakt konnte Interimstrainer Florian „Flocko“ Funk noch einiges Gutes abgewinnen: „Da hätten wir in den ersten zehn Minuten ein oder zwei Tore schießen müssen.“ Lob und Kritik zugleich für seine Löwen, die den hohen Favoriten da ordentlich unter Druck setzten. So scheiterte etwa Andreas Pauli gleich zweimal freistehend am Gästekeeper Jonas Langmann. Dann zeigten die Towerstars aber, weshalb sie in der Tabelle zwölf Plätze vor den Tölzern rangieren. Andreas Driendl nutzte eine der ersten Großchancen zur Führung (15.).

Die Löwen spielten auch in der Folge durchaus gefällig, aber die defensiven Fehler wurden von den Gästen rigoros ausgenutzt. So konnte Daniel Schwamberger auf 2:0 (24.) für die Gäste erhöhen. schwächste der „Buam“. Es war vor allem einiger sehr starker Saves von Ben Meisner im Isarwinkler Gehäuse und dem Treffer von Stephen MacAulay (34.) zu verdanken, dass im Mittelabschnitt der knappe Rückstand gehalten werden konnte.

Doch Vinzenz Mayer erstickte eventuell aufkeimende Hoffnungen der der 2219 Zuschauer, als er mit einem perfekten Schuss ins linke Kreuzeck erneut erhöhte (47.).

Die Löwen versuchten in den verbleibenden Minuten zwar nochmals alles, doch Ravensburg spielte die Führung gekonnt herunter. Mit einem Empty-Net-Treffer machte schließlich Daniel Pfaffengut den Deckel auf die Partie (59.).

Ganz anders dann am Sonntag in Deggendorf bei dem voraussichtlich letzten Auftritt von Funk als Interims-Headcoach. Beim Tabellenschlusslicht ließ seine Truppe über die 60 Minuten kaum etwas anbrennen. Es war vor allem das wieder starke Powerplay, das die Buam mit drei Treffern in Überzahl am Ende jubeln ließ. Aber auch in personeller Unterzahl zeigten die Tölzer diesmal, dass sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollte. „Das Überzahlspiel hat die Tore gemacht, das in Unterzahl die Tore verhindert. Das war das Entscheidende“, resümierte da der Coach. Nachdem Kevin Wehrs die Scheibe mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse ins obere Eck gehämmert hatte, übernahmen die Löwen mehr und mehr die Spielkontrolle.

Zuerst Philipp Schlager, wenig später Lubor Dibelka trafen jeweils in Überzahl zum vorentscheidenden 3:0. Selbst als Ben Meisners nach einem Zusammenprall mit Christoph Gawlik seinen Kasten räumen musste, gab’s keine Verunsicherung. Auch Backup-Goalie Andreas Mechel zeigte eine souveräne Vorstellung.

Für ein wenig Spannung sorgte kurz vor Spielende noch der Treffer von Jan-Ferdinand Stern im Nachschuss. Doch auch darauf hatten die Löwen an diesem Tag eine Antwort: Stephen MacAulay versenkte wenig später einen Empty-Netter. Der Treffer Milos Vavrusa (60.) hatte da nur noch statistischen Wert. Die Tölzer Löwen haben mit dem Sieg zwischen sich und Deggendorf ein Polster von fünf Punkten gelegt. Genauso viele Zähler, wie sie benötigen, um es noch auf einen Pre-Playoff-Platz zu schaffen. ejs

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