Olafr Schmidt nicht zu überwinden

Tölzer Löwen verlieren Heimspiel gegen Weißwasser mit 1:4

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Lediglich Kevin Wehrs (r.) konnte gegen die Lausitzer Füchse ein Erfolgserlebnis feiern. Foto: ph

Bad Tölz – Dass die Position zwischen den Pfosten im Eishockey oftmals eine Spielentscheidende ist, das mussten auch die Tölzer Löwen am vergangenen Freitag in der Partie gegen die Lausitzer Füchse in der eigenen „weeArena“ anerkennen.

Tölzer Torwart Olafr Schmidt hielt an diesem Tag fast alles, was in Richtung seines Gehäuses abgefeuert wurde und brachte die Isarwinkler Cracks der Verzweiflung nahe. So mussten sie sich letztlich vor 2011 Zuschauern mit 1:4 (0:1, 0:2, 1:1) beugen. „Wir haben es heute nicht besonders gut gemacht, aber auch nicht besonders schlecht. Weißwasser hingegen hat es einfach sehr gut gemacht, “ so die Kurz-Bilanz von Löwencoach Markus Berwanger.

Da hatte es auch nicht viel bedeutet, dass Löwen-Goalie Ben Meisner mit seinem Pendant gut befreundet ist. Noch im Sommer verbrachten die beiden zusammen ein Trainingslager. Hatte dann im ersten DEL II-Vergleich der beiden noch der Tölzer die Nase vorn, so konnte diesmal Schmidt nach 60 Minuten jubeln. 39 Torschüssen seitens der Isarwinkler wurden gezählt, doch die Lausitzer Defensive stand sicher genug, um die drei Auswärtspunkte einzusacken.

Eigentlich begann die Partie Spiel aus Löwensicht nicht übel. Florian Strobl traf zum vermeintlichen 1:0, doch sein Schuss ging nur in das Schutznetz am Außennetz des Tores - falscher Alarm. Wenig später war es erneut Strobl, der mit einem Versuch Richtung Kreuzeck an Schmidt scheiterte. Als die Tölzer nur wenige Minuten vor der ersten Pausensirene auf die Strafbank wandern musste, schlug David Kuchejda gnadenlos zu. Lediglich im Mitteldrittel zeigten sich die Gäste wirklich überlegen. Und sie nutzten ihre Chancen: Jeff Hayes stellte schließlich mit zwei Treffern zwischenzeitlich auf 3:0.

Obwohl die Löwen dann im letzten Drittel noch einmal gewaltig Druck aufs Gästegehäuse machten, fanden sie zumeist keinen Weg an Schmidt vorbei. Und wenn der einmal doch geschlagen war, kam auch noch Pech hinzu. Etwa als bei Andreas Paulis Gewaltschusse die Scheibe lediglich gegen den Pfosten klatschte. Dann keimte doch noch einmal Hoffnung in der Arena auf, als Ben Meisner bereits zugunsten eines sechsten Feldspielers seinen Platz im Tor verlassen hatte. Kevin Wehrs hatte per Direktschuss zum 1:3-Anschluss getroffen.

Noch einmal warfen die Löwen alles nach vorne, scheiterten aber weiterhin bei Schüssen von Wehrs und Kyle Beach am starken Füchse-Goalie. Dann vertändelte Casey Borer die Scheibe in eigener Überzahl an der blauen Linie, Fabian Dietz sagte Danke und setzte mit einem trockenen Abschluss ins linke Eck den Schlusspunkt.

„Wir haben da wirklich alles versucht und unser bestes Drittel gespielt. Aber 20 Minuten sind insgesamt zu wenig, um gegen eine Topmannschaft Punkte zu holen“, musste da auch der Trainer der Buam einsehen. Am vergangenen Sonntag hatten die Tölzer Löwen dann spielfrei. Ewald Scheitterer

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