Viele Chancen, aber zu wenige Treffer

Tölzer Löwen verlieren in Bayreuth knapp mit 1:2

Eishockeyspieler der Tölzer Löwen bei dem Spiel gegen Bayreuth
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Gleich mehrfach hatte Manuel Edfelder (li.) gegen Bayreuth einen Treffer auf dem Schläger – letztlich vergeblich.

Bayreuth/Bad Tölz – Die Tölzer Löwen traten am Dienstagabend gegen Bayreuth an. Der Grund für die knappe 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)-Niederlage lag aber in erster Linie nicht an der Personalmisere.

Mit lediglich fünf Verteidigern, sieben fitten und einem angeschlagenen Stürmer mussten die Löwen in Bayreuth antreten. Vielmehr war trotz zahlreicher Großchancen die mangelnde Kaltschnäuzigkeit vor dem Gehäuse der Oberfranken der Grund dafür, dass die Buam erneut mit leerem Rucksack von einem Auswärtsspiel nach Hause fahren mussten. Dennoch zollte Headcoach Kevin Gaudet seiner Minitruppe Respekt: „Wie sie immer wieder kämpfen, Hut ab.“

Zum fünften Mal in Serie verlieren die Tölzer Löwen auswärts, zum fünften Mal mit lediglich einem Tor Unterschied - das Empty-Net-Goal in Kassel herausgerechnet. Es reichte diesmal nicht, weil über zwei Drittel einfach die Effizienz im Powerplay fehlte. Dazu kam diesmal erschwerend, dass in dem eh schon kleinen Kader Max French, der Top-Goalgetter, angeschlagen mit Leistenproblemen fehlte. Zwar kam Oliver Ott zurück, doch der Youngster konnte, da gesundheitlich noch angeschlagen, nur wenige Wechsel fahren.

„Unsere Lage ist derzeit wirklich nicht einfach. Es hat unsere Mannschaft sehr hart getroffen. Wir hatten jetzt 13 Spiele in 33 Tagen. Da müssen meine wenigen Jungs alle zwei, drei Tage kämpfen. Wissen Sie wie schwer es ist, da noch das Tempo zu halten?“, stellte der kanadische Trainer die Frage in den Raum. Prinzipiell war die Leistung der Löwen über die gesamte Spielzeit ansprechend. Doch bereits im Auftaktdrittel vergaben Manuel Edfelder oder Marco Pfleger beste Einschussmöglichkeiten. Besser machten es da die Gastgeber. Bereits nach 150 gespielten Sekunden fand ein Blueliner von DEL-Leihgabe Julius Karrer ins Schwarze zur Bayreuther Führung.

Auch im Mitteldrittel machten die Löwen das Spiel, doch es trafen nur die Hausherren, Tyler Gron nutzte eine Unachtsamkeit in der Defensive der Oberbayern und schloss zum 2:0 ab (40.). „Das passt perfekt in unsere Situation im Moment“, fügte da Gaudet sarkastisch an.

„Turm in der Schlacht“

Doch wie schon in Kassel gaben die Buam nicht auf. „Was meine Mannschaft aktuell zeigt, ist eigentlich unglaublich“, befand der ECT-Trainer. Mit Gewalt drückten sie jetzt auf das Gehäuse der Bayreuth Tigers. Doch nun erwies sich deren Goalie Timo Herden als Turm in der Schlacht. Bezeichnend für die Partie, dass dann ein vergleichsweise harmloser Schuss von Reid Gardiner dem Torhüter unter dem Beinschoner durchrutschte (54.).

Jetzt gaben die Löwen noch einmal alles. Doch Bayreuth verteidigte geschickt und die Gäste machten es im Abschluss eher schlecht. So blieb es beim 2:1-Sieg der Bayreuth Tigers. Eine Niederlage, die ob der Vielzahl an Tölzer Chancen einen faden Beigeschmack hat. „Abhaken und versuchen Energie zu gewinnen“, so Gaudets Devise für die nächste Zukunft. Denn bereits am kommenden Freitag sind die Buam erneut gefordert, wieder auswärts, diesmal in Kaufbeuren.

Ewald Scheitterer

Lesen Sie hier auch: Tölzer Löwen unterliegen beim Tabellenführer in Kassel mit 3:5.

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