Sturmflaute und Löcher in der Abwehr

Tölzer Löwen verlieren am Wochenende in Freiburg und gegen Bayreuth

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Torschütze der Tölzer Löwen Andreas Pauli (r.) punktet gegen Bayreuth.

Bad Tölz – Auf ein schwarzes Wochenende blicken die Tölzer Löwen diesmal zurück. Obwohl sie mit Freiburg und Bayreuth zwei von der Papierform her durchaus schlagbaren Gegnern gegenüber standen, so setzte es dennoch zwei vermeidbare Pleiten. Am vergangenen Freitag scheiterten sie beim 1:3 (1:1, 0:1, 0:1) im Breisgau noch an der eigenen Chancen Verwertung, so machten am Sonntag zu Hause gegen das Tabellen-Schlusslicht, die eklatanten Lücken in der Defensive bei der 5:6 (3:3, 1:1, 1:2)-Niederlage jede Hoffnung auf einen Punktgewinn zunichte.

Spielerisch war die Leistung der Buam in Freiburg noch durchaus in Ordnung, doch die Scheibe wollte da einfach nichtüber die Linie. Bezeichnend für den gesamten Verlauf die Szene ungefähr 30 Sekunden vor Schluss. Goalie Ben Meisner war da bereits zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis gegangen, als Kyle Beach die Unterkante der Querlatte traf. Doch an diesem Tag sprang die Scheibe eben vor und nicht hinter der Torlinie auf. Statt des Ausgleichs traf Nikolas Linsenmaier im direkten Gegenzug zum 1:3 ins verlassene Tölzer Tor.

Die Löwen hatten zunächst kleinere Probleme die lange Busfahrt abzuschütteln. Freiburg war im ersten Drittel besser und ging verdient in Führung. Dann profitierte jedoch Yannick Drews von einem Freiburger Defensivfehler und glich im Powerplay aus. Auch danach hatten die Hausherren zumindest gleichwertige Spielanteile. Doch die Großchancen hatten da bereits die Gäste auf ihrer Seite. Lubor Dibelka, Andreas Pauli, Stephen MacAulay, Kyle Beach - alle hatten sie mit teilweise mehrfachen Nachschüssen die Chance dem Match die Wende zu geben. „Vor allem sind das Spieler, die das normalerweise blind machen“, haderte Berwanger: „Wir haben zwei Drittel sehr gut Eishockey gespielt.“ Zu allem Überfluss verschoss auch Florian Strobl noch einen Penalty. Getroffen hat dann nur noch der EHC.

Das sollte am Sonntag in der „weeArena“ dann alles anders werden. Doch diesmal setzte vor allem eine katastrophale defensive Einstellung allen Hoffnungen auf einen Dreier ein rasches Ende. Durch fehlende Zuordnung und großen Lücken in den Abwehrreihen kam da Bayreuth relativ einfach zu seinen Toren. Es war zudem Ex-Löwe Timo Gams der dies zu Beginn der Partie gleich zweifach nutzen konnte (3./5.). Da wenigstens die Special Teams auf Tölzer Seite diesmal funktionierten, konnte da Philipp Schlager in doppelter (8.) und Andreas Pauli gleich darauf in einfacher Überzahl (8.) wenigstens wieder den Einstand herstellen. Doch als Ivan Kolozvary danach zu einem schönen Solo ansetzte, fuhren die Buam höchstens Geleitschutz für den Bayreuther, der unbedrängt zur erneuten Führung abschließen konnte (15.). Es war schließlich Andreas Schwarz, der mit einem Shorthander (20.) die Löwen weiter hoffen ließ.

Es war erneut Pauli, als er einen Schuss von Kyle Beach wieder in Überzahl ins Netz abfälschte (24.), der die Hausherren erstmals in Führung brachte. Doch die nächsten Abwehrfehler ließen nicht lange auf sich warten und so gaben Tobias Kirchhofer (27.), Michal Bartosch (53.) und Kevin Kunz (55.) dem Match die erneute Wende. Hoffnung auf Tölzer Seite keimte zwar noch einmal auf, als Beach im zweiten Nachschuss auf 5:6 verkürzen konnte (57.). Doch als der an diesem Tag völlig indisponierte Casey Borer noch einem auf die Strafbank wanderte, hatten die Buam auch die Möglichkeit, zumindest noch den Ausgleich zu schaffen, leichtfertig aus der Hand gegeben.ejs

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