Traditioneller Lenggrieser Kinder-Skitag 2018 in der Loipe und auf Weltcup-Hang

Eine Kindermeisterin zu viel auf dem Stockerl

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Am Start und für die angetretenen Atheleten sowieso. Hier taten sich die Langläufer besonders schwer: Denn im Tal tobte sich so richtig der Winter aus und die Jungsportler hatten so jede Menge Neuschnee in der Spur zu bewältigen.

Lenggries – Die A…-Karte hatten beim traditionellen Lenggrieser Kinder-Skitag 2018 die Langläufer gezogen. Während zum späteren alpinen Teil fast sogar die Sonne über dem Weltcuphang hervorblinzelte, tobte sich während des Bewerbs mit den schmale Latten der Winter so richtig aus.

Frostige Temperaturen und ein eisiger Wind, der die Schneeflocken nur so vor sich hertrieb. Ungemütlich für die kleinen Athleten und problematisch für die Wachser, die rätselten welches Wachs wohl bei dem vielen weichen Neuschnee in der Spur am besten laufen würde.

„Besser so, als wenn alles ringsherum braun wäre. Dafür haben wir doch Winter und betreiben auch Wintersport“, trug‘s Hans Aschenloher, der nordische Sportwart im Lenggrieser Skiclub, mit Fassung. Schon eher traurig waren da die aktuellen besten SCL-Schülerinnen Annika Koch und Katharina Wenig. Da sie noch tags zuvor bei den bayerischen Meisterschaften im Ski-Langlauf am Start gewesen waren, hatte ihnen der Trainer für den Rosenmontag Startverbot erteilt. „Damit die Kinder nicht auf zu viele Rennen im Laufe des Winters kommen“, erklärte der Sportwart. Insgesamt hatten 45 kleine Athleten den Bewerb auf dem Rundkurs der Heimloipe zu Füßen des Braunecks aufgenommen. „Das ist eine absolut gute Beteiligung“, freute sich da auch Aschenloher. Kindermeister (bis Jahrgang 2007) wurden hier Hanna Richter und Simon Bittner. Bei den Schülern gewannen heuer Luisa Liebig und Schorschi Müller die begehrten Meisterpokale.

Auch wenn der frühere Hintergrund für die „Erfindung“ des Kinder-Ski-Tags, nämlich verborgene Talente im Brauneckdorf zu entdecken, kaum mehr eine Rolle spielt, so ist dieses Rennen auch für die jungen Skiclub-Cracks ein Höhepunkt des Winters. Obwohl faschingsmäßig bunt verkleidet, konnten sie auch gestern vor allem ihren ganzen Schulfreunden zeigen, wie gut und vor allem schnell sie schon Skifahren können. „Und zwischen einigen Banknachbarn in der Schule liefen da auch schon Wetten, wer wen da heuer am Weltcup-Hang dupfen würde“, wie ein freudig strahlender Opa berichtete. Unter den zahlreichen Zuschauern wurde so auch Evi Stadler, die Erste Vorsitzende der LG Oberland, gesichtete: „Mei, bei mir sind heute drei Enkerl am Start. Da muss ich doch fast zuschauen.“

Etwas ins Schwitzen brachten dann noch Helene Murböck und Romy Ertl-Renz die Organisatoren vom Lenggrieser Skiclub. Hatten die beiden doch bis auf die Hundertstelsekunde exakt mit der gleichen Zeit den Riesenslalom absolviert. Aber für die Kindermeisterin war logischerweise nur ein großer Siegerpokal eingeplant. „Auch kein Problem“, entschied OK-Chef Claus Redetzki: „Dann haben wir halt heuer zwei Meisterinnen und kaufen halt noch einen zweiten Pokal, den wir dann nachreichen.“ Weniger schwierig war die Entscheidung bei den Buben. Hier gewann eindeutig Seppi Veicht die Sieger-Trophäe.

Auch bei den Schülern wurden zwei würdige alpine Meister für das Jahr 2018 gefunden: Hannah Gerg und Kilian Murböck waren hier am schnellsten unterwegs. Insgesamt waren 110 kleine Athleten beim alpinen Teil des Lenggrieser Kinder-Skitags 2018 in die Wertung gekommen.ejs

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