Aus der Traum

Nach 0:4 gegen Geretsried: TEV Miesbach steigt in die Bayernliga ab

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Im gegnerischen Tor gab‘s für den TEV gegen Geretsried nichts zu holen, der Abstieg ist damit besiegelt. Trotzdem geht‘s am Freitag noch gegen Peißenberg.

Miesbach – Es ist vorbei. Der TEV Miesbach wird in der kommenden Saison wieder in der Bayernliga an den Start gehen. Nach der 2:6-Heimniederlage gegen Höchstadt und dem 0:4 in Geretsried stehen die Miesbacher als erster Absteiger fest.

Zunächst war der TEV gegen Höchstadt lange Zeit auf Augenhöhe und es keimte Hoffnung auf, auch wenn die Gastgeber zunächst einen Gegentreffer hinnehmen mussten (15.), dem Ben Warda, nur 16 Sekunden später, mit dem Ausgleich antwortete. Sebastian Deml erhöhte in der 24. Minute auf 2:1, doch anstatt die Führung auszubauen, kamen die Gäste zum 2:2-Ausgleich (31.), Dann passierte das, was den Miesbachern so oft in dieser Saison zum Verhängnis wurde: Innerhalb von nur 14 Sekunden ermöglichten sie dem Gegner durch teilweise haarsträubende Fehler einen Doppelschlag, den die gewitzten Franken gnadenlos ausnutzten und auf 4:2 davonzogen. „Ich weiß nicht, was da in den Köpfen der Spieler abgeht. Gerade hast du ein Gegentor bekommen und verlierst für kurze Zeit komplett die Kontrolle“, sagte ein fassungsloser Trainer Simon Steiner. Natürlich war das die Vorentscheidung und auch im Schlussdrittel schlugen die Gäste zur rechten Zeit eiskalt zu und schraubten das Ergebnis auf 6:2. „Das 2:4 war der Genickbruch und wir haben im Schlussdrittel wirklich alles versucht, doch Höchstadt hat uns eiskalt ausgekontert“, sagte Steiner weiter. Der letzte Strohhalm war nun ein Sieg in Geretsried, die gerade noch die Play-Offs der Bayernliga erreicht hatten und im Normalfall wohl gegen den TEV chancenlos hätten sein müssen. Aber ohne Selbstvertrauen kann man auch gegen Geretsried nichts holen. Wenigstens dauerte es bis zum ersten Gegentor bis kurz vor dem Drittelende (29.). Leider, wie schon ausgeführt, war es wieder ein Doppelschlag, der die Kreisstädter aller Chancen beraubte und dieses Mal dauerte es bis zum 2:0 exakt 51 Sekunden. „Es ist schwer zu beschreiben, warum wir in Geretsried so desolat aufgetreten sind. Höchstwahrscheinlich war einigen Spielern klar, dass der Klassenerhalt nach dem Spiel am Freitag eigentlich nicht mehr realisierbar war“, sagte Steiner.

Fast ohne Gegenwehr ergaben sich die Kreisstädter ihrem Schicksal und kassierten noch zwei weitere Gegentore (34./45.). „Mit dieser Leistung kannst du keine Spiele gewinnen und zurzeit kann ich nicht sagen, wie es mit der Mannschaft weitergeht“, lautete der Schlusssatz von Trainer Steiner. Immerhin müssen die TEVler noch zwei Spiele bestreiten. Am heutigen Freitag geht es zuhause um 20 Uhr gegen Peißenberg und am Sonntag steht der lange Weg nach Lindau auf dem Programm. Vielleicht sehen die Zuschauer, nachdem der Druck von der Mannschaft endgültig abgefallen ist, einen anderen TEV, den sich so viele schon viel früher gewünscht hätten. 

hal

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