Ohne Kampf geht gar nichts

TuS-Basketballer gehen mit frustrierender 57:73-Niederlage in die Weihnachtspause

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Vaterstettens 2,08-Meter-Center Hans Jürgen Mayerhofer (15) hinterlässt trotz seiner 51 Jahre noch mächtig Eindruck beim Gegner, gerade bei jungen Spielern wie Holzkirchens Clemens Weinzierl (9).

Holzkirchen – So enttäuschend haben sich Holzkirchens Basketballer den Jahres-Abschluss nicht vorgestellt. Für einen durchaus machbaren Sieg hätten sie beim TSV Vaterstetten allerdings mehr Laufbereitschaft und Kampfgeist investieren müssen. So stand am Ende eine ernüchternde 57:73-Niederlage zu Buche, mit der die Basketballer des TuS Holzkirchen nun nur mehr auf Platz vier der Bezirksoberliga-Tabelle in die Weihnachtspause gehen müssen.

Dabei konnten die Holzis zum ersten Mal in dieser Saison mit einem vollen Zwölf-Mann-Kader anreisen. „Eigentlich perfekte Voraussetzungen für eine intensive, kampfbetonte Spielweise“, glaubte Aushilfscoach Jörg Wedekind etwas zu voreilig. Denn warum sein Team bereits nach sieben Minuten Spielzeit diesen Vorsatz wieder stoppte, war nicht nachzuvollziehen. Gerade hatte man doch erfolgreich einen 6:12-Rückstand in eine 16:15-Führung gedreht. Die Gastgeber zumindest waren dankbar und nutzten den Freiraum für schöne Kombinationen. Fast mühelos erspielten sie sich eine 23:16-Führung bis Ende des ersten Viertels. Zum einen fanden die flehenden Worte Wedekinds um mehr Härte und Tempo auch im zweiten Viertel kein Gehör und im Angriff konnte man fast schon von fahrlässiger Chancenverwertung sprechen. „Da wollte auch wirklich nichts fallen“, verzweifelte Abteilungsleiter Ludwig Gößl angesichts der schwindenden Chancen. Zur Halbzeit lag Vaterstetten nicht unverdient mit 39:28 in Front.

Holzkirchens ganz große Schwäche in dieser Saison ist und bleibt der Rebound. Egal ob im Kampf Mann gegen Mann oder mit enger Zonenverteidigung, Holzkirchens Gegner bekommen meist viel zu leicht die Abpraller. Auch in Vaterstetten sah der TuS wieder recht alt aus, obwohl mit dem 51-jährigen 2,08-Meter-Mann Hans Jürgen Mayerhofer der an Jahren älteste Spieler der Liga beim Gegner mitwirkte. Anfang des letzten Viertels hatte der TSV bereits für die Vorentscheidung (61:39) gesorgt. Zu Gute zu halten ist dem TuS, dass er im letzten Viertel noch einmal alles gegeben hat. Mit einer Ganzfeldpresse sollte die drohende Demontage verhindert werden. Dieser löbliche Vorsatz hätte schon viel früher kommen müssen, denn ab da war es ein Schlagabtausch auf Augenhöhe.

„Wir haben durchaus eine Menge talentierter Spieler“, bestätigt Gößl das Potenzial seiner Truppe. „Und das wird am Ende auch für den Klassenerhalt reichen.“ Wollen die Holzis aber auch weiterhin in der Tabelle ganz vorn mitspielen, dann müssen sie schnellstens lernen, wieder ein ganzes Spiel lang zu kämpfen und zu rennen. gb

TuS Holzkirchen: Frystacki 10, Mohamed 14, Brunner 7, Simon 7, Gricar 6, Siede 5, Ibrahimovic 4, Wörmann 4, Keil, Mann, Schneider und Weinzierl.

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