Holzis völlig aus dem Tritt

TuS-Basketballer unterliegen auch beim MTSV Schwabing 3 mit 67:81

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Da konnten die Holzis (in weiß) nur zusehen: Torben Siede (links) und Dominik Wörmann hatten gegen Schwabings bewegliche Center klar das Nachsehen.

Holzkirchen – Völlig neben der Spur befinden sich im Moment Holzkirchens Basketballer. „Es ist einfach kein Teamplay, was wir da zusammenspielen“, gibt der sichtlich frustrierte Holzi-Kapitän Mike Brunner die unterirdische Laufbereitschaft seines Teams in unangenehmer Offenheit zum Besten. Die 67:81-Niederlage beim MTSV Schwabing 3 stürzt den TuS dann doch in ein riesiges Sorgenloch. Die Mannschaft hat nun aber Zeit, sich wieder zu fangen. An diesem Wochenende sind die Holzkirchner spielfrei.

Natürlich können Holzkirchens Basketballer Spieler wie Marc Gricar, Harold Martinez oder auch einen Kilian Schneider nicht so einfach ersetzen. Umso schwieriger wurde die Aufgabe auch für den personell geschwächten TuS, weil Schwabing praktisch alles aufbot, was der Kader hergab. „Sogar deren angeblich gesperrter Topscorer Dominik Zehnt stand plötzlich auf dem Parkett“, stellte der selbst noch angeschlagene Brunner enttäuscht fest.

Die Holzis bekamen in den ersten Minuten überhaupt keinen Zugriff ins Spiel. Mit einfachsten Spielzügen überwanden die Gastgeber die TuS-Defensive und führten rasch 15:5. Einzig mit einer geradezu wahnwitzigen Dreier-Quote – die ersten fünf Versuche saßen allesamt – hielten die Holzis die Partie noch offen. Nach dem ersten Viertel führte der TuS sogar mit 26:25.

„Doch so eine Trefferquote lässt sich leider nicht halten“, wusste auch Ersatz-Coach Ludwig Gößl. Und es kam wie es kommen musste. Während Schwabing weiterhin druckvoll den Holzkirchner Korb penetrierte, zerfiel das Holzkirchner Spiel immer mehr in Einzelaktionen. Zur Halbzeit führten die Gastgeber bereits mit 48:41.

Auch in der zweiten Spielhälfte passierte in Holzkirchens Spiel nicht viel Kreatives. Natürlich traf Daniel Frystacki immer wieder mal aus der Distanz, von Zusammenspiel oder herausgespielten Chancen war aber weiterhin wenig zu erkennen. Nach dem dritten Viertel führte Schwabing zwar erst 66:56, den Eindruck, dass da noch eine zündende Idee vom TuS kommen könnte, bekam man allerdings weiterhin nicht.

„Vielleicht hätten wir im letzten Viertel ja noch einmal rankommen können“, spekulierte Brunner mutig bis zum Ende, „doch allein die vielen leichten Ballverluste, ohne eine einzige Wurfoption, raubten uns dazu jegliche Chance“.

Am Ende stand eine ernüchternde 67:81-Niederlage zu Buche. Weit schlimmer als die Niederlage gegen ein Team, das am Ende der Saison sicher nicht absteigen wird, wiegt jedoch die Art und Weise, mit der sich die Holzkirchner seit Wochen schon präsentieren. Der Abstieg scheint ja gebannt, zu weit ist der erste Anwärter Ismaning schon entfernt. Kommt der TuS allerdings nicht bald wieder ansatzweise in die Spur der Vorrunde, könnte sich die Rückrunde zu einem ziemlich demoralisierenden Debakel entwickeln.wed

TuS Holzkirchen: Frystacki 18, Keil 11, Brunner 9, Simon 9, Ibrahimovic 5, Wörmann 5, Siede 4, Mann 3 und Weinzierl 3

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