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Am Ende ging das Personal aus

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Die bärenstarke Leistung von Michael Brunner (weißes Trikot) reichte gegen Neuötting nicht. Am Ende gab es auch für Holzkirchens Topscorer kein Durchkommen mehr. © Wedekind

Holzkirchen – Drei Viertel lang konnten Holzkirchens Basketballer ihre Personalnot gut kompensieren. In den letzten zehn Minuten des Verfolgerduells gegen den TSV Neuötting am vergangenen Wochenende ging den Holzis dann aber sichtlich die Luft aus.

Nach der 62:74-Heimniederlage muss der TuS nun endgültig seine Titelträume in der Bayernliga begraben. Bereits vor der Partie gegen den Erzrivalen war klar gewesen, dass mit Dominik Exner, Nachwuchsspieler Nick Dreeßen und dem Langzeitverletzten Thomas Konrad gleich drei Stammkräfte nicht mitwirken konnten. Kurz vor Spielbeginn fiel zu allem Überfluss auch noch Stavros Tsoraklidis aus. Der Spielmacher lief sich zwar warm, musste dann aber doch mit einer Entzündung im Fußgelenk passen. Zu Anfang konnte der TuS diese Schwächung noch ganz gut kompensieren. Nach fünf Minuten führte Holzkirchen mit 15:6, weil die Mannschaft sehr gut in der Defensive stand und dann recht konsequent über Michael Brunner, Stefan Hoffmann und Niklas Schroth konterte. Natürlich kamen die, mit komplettem Kader angetretenen, Gäste irgendwann auch besser ins Spiel. Zur Halbzeit war die Partie darum bei einer knappen Holzkirchner Führung (39:35) wieder relativ offen. Nach der Pause deutete sich dann aber immer mehr an, dass es trotz bärenstarker Vorstellung von Brunner eng werden könnte. So sehr sich die beiden Neuzugänge Sascha und Alexej Simon auch unter den Körben streckten, Neuötting bekam mit seinen kontinuierlichen Wechselspielen mehr und mehr Oberwasser. Vor dem letzten Wechsel führte der TSV bereits mit 57:56. Im vierten Viertel hatte der TuS dann kräftemäßig nichts mehr hinzu zu setzen. Die Gäste stellten auf eine enge Zonenverteidigung um und zwangen die Holzis so zu schwierigen Pässen und riskanten Distanzwürfen. Das Ergebnis war ernüchternd. „Eigentlich glückte dann gar nichts mehr. Zudem machten uns einige umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen das Leben nicht unbedingt leichter“, stellte Uwe Dreeßen frustriert fest. Am Ende war der Holzi-Coach trotzdem nicht unzufrieden: „Wir haben trotz großer Personalnot lange mit einem Topteam der Liga mitgehalten. Das macht mir Mut für die anstehenden Aufgaben.“ Obwohl das Ergebnis am Ende etwas zu deutlich ausfiel – der TuS behält nach dem 78:64-Hinspielerfolg nicht nur den direkten Vergleich mit Neuötting, sondern auch bis auf weiteres Platz zwei in der Liga. Holzkichen: Brunner 20, Schroth 10, Hautum 10, Hoffmann 8, S. Simon 8, A. Simon 4, Feist und Kovacevic Ob sich schon heute Abend die Holzkirchner Personalsituation wieder entspannt, wird sich wohl erst nach Warmlaufen entscheiden. Um 18.30 Uhr erwartet der TuS den MTSV Schwabing in der BaTuSa-Halle und möchte natürlich nach der vermeidbaren Niederlage wieder auf Erfolgskurs kommen. Unterschätzen sollten die Holzis die heutigen Gäste allerdings trotz des klaren 72:49-Hinspielsiegs nicht. Immerhin erzielten damals allein Tommy Nibler und Stavros Tsoraklidis 50 Punkte. Doch der eine hat den TuS ja in Richtung Deisenhofen verlassen. Und ob der Fuß des anderen diesmal schon wieder einsatzfähig ist, wird sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden. wed

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