Wo der Traum vom Profi lebt

Warum der GC Valley weiter auf ein Finalturnier um die deutsche Meisterschaft hofft

Training mit Abstand: Danny Wilde kontrolliert mit Video die Schwungkurve von Ausnahmeathletin Sarina Schmidt.
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Training mit Abstand: Danny Wilde kontrolliert mit Video die Schwungkurve von Ausnahmeathletin Sarina Schmidt.

Valley – Wo der Traum vom Profi lebt, ist die Golfmanufaktur des GC Valley nicht weit. Dort wird weiter auf ein Finalturnier um die deutsche Meisterschaft gehofft.

Während alle Ligen des Deutschen Golfverbands corona-bedingt diesen Sommer pausieren müssen, träumen Valleys Bundesligadamen immer noch von der deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Der Verband strebt eine sportliche Lösung mit einem Final-4-Turnier und einem deutschen Meister an. Sofern alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

Danny Wilde, Headcoach der Valleyer Golfmanufaktur, hält sein Damenteam allerdings nicht nur aus diesem Grund auf Wettkampfmodus: „Ich habe da gefühlt bis zu 15 Wildpferde auf der Ranch, die absolut heiß sind, endlich wieder auf den Platz zu dürfen, um Turniere zu spielen.“ Natürlich würden sich die Valleyer Mädels liebend gern mit diesem Titel schmücken. Der Fokus der gesamten Vorbereitung liegt jedoch weiterhin auf den kommenden nationalen und internationalen Turnieren. „Auch wenn wir hier im Club ein einmaliges Konstrukt an Teamgeist vorfinden, Golf ist und bleibt eine Einzelsportart“, verrät Wilde nichts Neues. „Auch wenn hier jeder jeden anfeuert, Tipps gibt und weiß, dass der persönliche Score das Teamergebnis zerstören könnte – zum Schluss muss jeder einzelne Spieler den eigenen Ball zu Ende spielen.“

Warten, wie es weitergeht: Headcoach Danny Wilde und sein Damenteam hoffen noch auf ein Finalturnier um die deutsche Meisterschaft.

Deshalb versucht Danny Wilde auch, jeden einzelnen seiner Schützlinge – egal ob Profi oder ambitionierter Anfänger – in dessen ganz persönlicher Zielsetzung weiterzuentwickeln. Besonders hart hat die Corona-Pause Valleys Aushängeschild Sarina Schmidt getroffen. Erst im Januar hatte die 21-Jährige den vollen Profistatus für die Ladies-European-Tour erreicht. Jetzt muss sie sich noch in Geduld üben. Immerhin hatten sie und ihre Teamkolleginnen bis vor zwei Wochen den ganzen Winter noch ideale Trainingsbedingungen in der Indoor-Halle und im Fitnessraum von Wildes Golfmanufaktur. „Hier fühle ich mich sehr wohl. Außerdem habe ich immer gute Trainingspartner wie Chiara Horder, Franziska Friedrich oder Verena Gimmy“, lobt auch Schmidt den Teamgeist. „Alleine würde es nur halb so viel Spaß machen. Ich denke, dass man hier in Valley alle Voraussetzungen hat, um ein guter Tour-Spieler zu werden.“

Ähnliche Ziele haben auch die Nachwuchsstars im Herrenbereich. Hier schlossen sich mit Nicklas Borrmann und Rafael Geissler zwei absolute Topspieler aus der Golfhochburg St. Leon-Rot dem Valleyer Team an. „Leider ist jedoch ab der 2. Bundesliga mit keinerlei Team-Challenge in diesem Jahr mehr zu rechnen“, trauert Wilde den verpassten Möglichkeiten nach. „Diese Saison hätten wir sicher beste Chancen für den Aufstieg in die 1. Bundesliga gehabt.“ Bleibt also zu hoffen, dass die Pandemie möglichst bald abebbt. Dann kann Wilde endlich wieder seine heißen Wildpferde auf die verschieden Touren loslassen. wed

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