„So ist die Mannschaft überfordert“

Verletzungsmisere: HSV verliert in Olching mit 2:1

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Der Heilbrunner Kapitän (2., v.li.) Sebastian Mertens gab unfreiwillig die Vorlage zur Olchinger Führung.

Olching/Bad Heilbrunn – Es war jeweils die neunte Minute in beiden Spielhälften, die den heimischen Kickern am Samstag in Olching das Genick brach: Zuerst nutzte Lukas Hornung eine unglückliche Situation im HSV-Strafraum zur zu diesem Zeitpunkt überraschenden Führung (9.). Nach Wiederanpfiff war es dann Ritvan Maloku, der einen glänzenden Spielzug mit dem vorentscheidenden 2:0 abschloss (54.). „Insgesamt gesehen, geht die Niederlage in Ordnung. Die haben ihre Tore immer genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Mehr ist bei uns im Augenblick nicht drin. Da fehlt einfach zu viel Potenzial, “ musste dann auch Coach Walter Lang einsehen.

Entgegen der Befürchtungen vor der Partie standen sowohl die angeschlagenen Kapitän Sebastian Mertens als auch Maxi Specker und Keeper Christoph Hüttl auf ihren angestammten Positionen. So hatte der Aufsteiger gegen den Tabellennachbarn nicht nur Beton angerührt, sondern versuchte auch offensiv Akzente zu setzen. Freilich ohne zählbaren Erfolg. Ein Totalausfall war da Bene Specker, der lediglich mit gesenktem Kopf über den Platz schlich. Er musste dann bereits nach 38 Minuten für Thomas Schmöller weichen. Auch Bruder Maxi war nach seiner Verletzungspause noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Er hatte da die beste HSV-Chance auf dem Fuß, als er nach einem schönen Solo aus etwa 18 Metern mit seinem Flachschuss an SC-Torhüter Stefan Held scheiterte (35.). Der Goalgetter war dann auch nach ausgezeichneter Vorarbeit von Michael Mügler nur einen Schritt zu spät gekommen. Held fischte ihm da das Leder vom Fuß (52.).

„Von unserer Verletztenmisere abgesehen, haben wir derzeit aber auch kein Glück“, stellte Lang realistisch fest. Dies begann gleich zu Beginn der Partie, als Abwehrchef Mertens einen weiten Ball mit dem Kopf abwehrte, dass der FC-Angreifer Hornung vor die Füße fiel. Dessen Schuss wurde dann auch noch so unglücklich abgefälschte, dass die Kugel schließlich in einer Bogenlampe hinter Hüttl im Netz landete. Dass Fortuna derzeit nicht auf Heilbrunner Seite steht zeigte dann auch eine Ping-Pong-Situation im Olchinger Strafraum (76.): Da sprang das Spielgerät unkontrolliert von Bein zu Bein und schließlich an den Pfosten, ehe es die SC-Defensive wieder ins Feld befördern konnte.

Auch wenn Lang erkannte, „Olching ist sicher keine Übermannschaft und hat zudem kein überragendes Spiel abgeliefert“, so zeigten deren gestandene Recken dennoch, dass in der unteren Hälfte der Landesliga ein ganz anderer Wind weht. Konsequente Härte und Cleverness sind da gefragt. So lief Maloku zweimal ungebremst in Torwart Hüttl, so dass dieser liegen blieb und behandelt werden musste. Genauso wie Keeper Held, der, nachdem er den Ball verfehlt hatte, sein rechtes Bein voll in Maxi Speckers Unterleib rammte. Es gab Gelb für den Keeper und Thomas Forster verwandelte den fälligen Strafstoß schließlich zum 1:2-Endstand (90. +4).

So bilanzierte Lang, ob der Ohnmacht seiner Truppe: „Ich kann ihnen eigentlich keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben und gekämpft bis zum Schluss. Aber insgesamt fehlt der Mannschaft ohne die vielen verletzten Stammkräfte einfach etwas für die Liga. Jetzt müssen wir darauf achten, dass wir die letzten beiden Tabellenplätze nicht aus den Augen verlieren.“Ewald Scheitterer

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