Vertragsverlängerungen im Eishockeysport

Kevin Gaudet bleibt Löwentrainer

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Tatendrang im Einklang: Löwen Coach Kevin Gaudet (l.) und Geschäftsführer Christian Donbeck (r.) nach der Vertragsverlängerung vor der Tölzer weeArena.

Bad Tölz - Der Taktgeber des Löwenrudels für die kommende Saison ist gefunden: Kevin Gaudet bleib Cheftrainer und Robin Niderost übernimmt weiterhin den Part der Fitnesstrainerin.

Kevin Gaudet führte die Buam in der vergangenen Saison auf einen starken fünften Tabellenplatz und übertraf damit das im Sommer gesetzte Ziel des vorzeitigen Klassenerhalts deutlich. „Kevin und auch Robin als Athletiktrainerin haben hervorragende Arbeit geleistet. Das Feedback aus der Mannschaft war durchweg positiv, was die beiden angeht. Wir sind mit unserem Budget nicht unter den Topmannschaften, aber Kevin hat einen Weg gefunden mit unseren Möglichkeiten eine erfolgreiche Mannschaft zu formen“, so Geschäftsführer Christian Donbeck über die Vertragsverlängerung.

Philosophie im Einklang

„Letzten Sommer konnten wir die Mannschaft erst sehr spät zusammenstellen, deshalb war es für ihn eine sehr schwierige Aufgabe. Dadurch hatten wir einen riesigen Umbruch – das wollen wir dieses Jahr verhindern. Umso schwerer war die Arbeit für Kevin, der auch mit Verletzungen vom ersten Training bis zum letzten Spiel kämpfen musste. Für ihn war es auch eine neue Situation, weil er mit unserer Philosophie in Einklang arbeiten musste. Bei seinen bisherigen Stationen war es so, dass es egal war, mit welchen Spielern er gespielt hat: Hauptsache der Erfolg war da. Bei uns ist das doch etwas anders. Das hat er hervorragend gemacht“, so Donbeck weiter. 

Gaudet konnte bereits drei Meisterschaften in Deutschlands zweiter Spielklasse feiern. Der Chefcoach sagt dazu selbst: „Die Erfahrung eine Mannschaft aus dem unteren Drittel zu übernehmen und nach oben zu bringen war manchmal sehr hart, aber hat auch großen Spaß und mich zu einem besseren Trainer gemacht. Es war eine neue Erfahrung für Robin und mich eine neue Mannschaft zu übernehmen, dieser neue Reiz hat uns vorher sehr gefehlt“. 

Corona-Virus stellt Saison vor neue Herausforderungen

Beide Seiten haben sich eng über die kommenden Zielsetzungen und Philosophien ausgetauscht. Der Wegfall der Playoffs sorge beim 56-jährigen Halb-Kanadier fraglos für Zusatz-Motivation, aber „dieser Virus wird uns nächste Saison vor neue Herausforderungen stellen. Wir wissen nicht, wie der Virus den Etat beeinflusst. Deswegen freut es mich und uns sehr, dass uns bis jetzt alle Sponsoren die Treue halten. Das ist sehr wichtig für die Planungen, aber wir wissen nicht, was der Virus noch mit uns vor hat“, so Gaudet. 

Klar ist hingegen, dass die Nachwuchsförderung und Weiterentwicklung von jungen Spielern verbessert werden muss. Donbeck: „Zum täglichen Trainingsablauf wird Kevin in Zusammenarbeit mit den Nachwuchstrainern wöchentlich zusätzliche Trainingseinheiten auf dem Eis und im Bereich Athletik für junge Spieler leiten. Uns war wichtig, dass Kevin Gaudet diesen Vertragsinhalt nicht nur akzeptiert, sondern sich damit auch voll identifiziert. Er sieht das als neue Herausforderung und Chance. Ein weiterer Grund für die Verlängerung“. 

Nach den „Experimenten“ in den vergangenen Jahren freuen sich die Tölzer Löwen enorm, den Erfolgstrainer der letzten Saison halten zu können. Kontinuität auf der Position des Trainers war für uns sehr wichtig. Gaudet hat einen großen Anteil an der besten Abschlussplatzierung der Löwen in der DEL2-Historie, an den hohen Zuschauerzahlen und der Euphorie im Umfeld. 

Kanada erst einmal Tabu

„Sportlicher und wirtschaftlicher Erfolg hängen voneinander ab, das müssen wir miteinander vereinen“, stellt Donbeck klar. Die nächste Zeit bringt trotz ungewisser sportlicher Zukunft harte Arbeit für alle Beteiligten. "Robin wird jedem Spieler einen Sommertrainings-Plan schicken, den sie in den nächsten drei Monaten befolgen müssen. Hoffentlich beginnt unser Trainingslager dann wie geplant“, so Gaudet, der auch in nächsten Wochen noch in der Bad Tölz bleiben wird. „Es gibt keine Flüge nach Kanada, auch wenn wir unsere Familie und Freunde natürlich gerne besuchen würden.“ red

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