TEV kassiert erste Niederlage

Verzahnungsrunde: Miesbach schlägt Peißenberg und verliert gegen Klostersee

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Enge Partie: Der TEV Miesbach – hier setzt sich Florian Feuerreiter (rot) durch, besiegte Peißenberg mit 5:4.

Miesbach – Die Serie ist im fünften Spiel gerissen. Nach vier Siegen in Folge in der Verzahnungsrunde der Eishockey Bayernliga mit der Oberliga hat der TEV Miesbach am vergangenen Sonntag die erste Niederlage kassiert. Beim EHC Klostersee unterlagen die Kreisstädter mit 2:4. Zuvor hatte der TV am Freitag in der eigenen Eishalle noch einen knappen 5:4-Erfolg gegen Peißenberg gefeiert. Bereits am gestrigen Dienstagabend (nach Redaktionsschluss) stand das dritte Spiel in nur fünf Tagen auf dem Programm. Die Miesbacher empfingen Königsbrunn.

Auch nach der Niederlage am Sonntagabend war der TEV ärgster Verfolger von Spitzenreiter Riessersee, das sich in Landsberg mit 1:2 nach Penaltyschießen geschlagen geben musste. Miesbach hatte für die bisher so erfolgreiche Zwischenrunde am Freitag zwar das Punktekonto auf zwölf erhöht, musste dafür aber am Ende ganz schön zittern. Vor knapp 300 Zuschauern in der Halle an der Schlierach musste der TEV bereits in der zweiten Minute ein Gegentor hinnehmen. Davon ließ sich die Mannschaft nicht beeindrucken. Nico Fissekis (6. und 12. Minute) sowie Felix Feuerreiter (16.) drehten den Rückstand in eine 3:1-Führung. Den frühen Anschlusstreffer der Peißenberger im Mitteldrittel (22.) beantworteten erneut Fissekis (23.) und Michael Grabmaier (30.) mit Toren. Als Bobby Salvicek in der 36. Minute das vermeintliche 6:2 markierte, schien die Partie entschieden, doch das Tor fand wegen Torraumabseits keine Anerkennung. In der gleichen Minute kassierte Grabmaier wegen eines Checks von hinten eine Spieldauerstrafe, und plötzlich drohte die Partie zu kippen. „Grabe war überrascht, dass er für seine Aktion eine Strafe erhielt und wir alle um so erstaunter, dass eine Spieldauer ausgesprochen wurde“, kommentierte TEV-Trainer Peter Kathan die Aktion. Der TEV überstand die fünfminütige Überzahl, musste aber wieder zu Beginn der Drittels ein Gegentor hinnehmen, diesmal in doppelter Unterzahl. Als Peißenberg bereits vier Minuten vor Schluss den Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, gelang den Gästen der erneute Anschlusstreffer (57.). Den 5:4-Vorsprung verteidigte der TEV aber mit Glück und Geschick und holte die drei Punkte.

Dabei blieb es an diesem Wochenende. Die Reise in den Nachbarlandkreis Ebersberg hat sich auch diesmal nicht gelohnt. Auch in der dritten Begegnung mit dem EHC Klostersee in dieser Saison (3:4 und 1:2 nach Verlängerung in der Vorrunde) musste sich der TEV geschlagen geben. Trainer Kathan musste auf den gesperrten Grabmaier sowie Stephan Stiebinger und Christian Czaika verzichten und deshalb seine Reihen umstellen. Dies wurde ausgerechnet beim zuletzt so effizienten Überzahlspiel sichtbar, der TEV blieb hier trotz guter Gelegenheiten ohne Tor. Und vom Start weg lief es nicht gut für Miesbach. Vom Bully weg gelang den Hausherren nach acht Sekunden der Führungstreffer. Doch der TEV kämpfte sich in die Partie und Filip Kokoska glich in der achten Minute aus. Im zweiten Drittel gingen die Gäste sogar in Führung. Nico Fissekis schloss auf Zuspiel von Michael Höck und Sebastian Deml einen Konter in der 21. Minute erfolgreich ab. Beim Ausgleich in der 28. Minute reklamierte TEV-Torhüter Timon Ewert erfolglos Schlittschuhtor. „Die ersten beiden Drittel waren ausgeglichen“, bilanzierte Kathan. Auch im letzten Spielabschnitt hatte der TEV gute Gelegenheiten, konnte sie aber nicht nutzen. Bei einem Wechselfehler kassierte die Mannschaft ihre drittes Gegentor (50.), kurz darauf trafen die Gastgeber erneut. Der TEV gab sich nicht auf, ein Tor gelang aber nicht mehr. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Coach Kathan, „wir haben gekämpft, nicht viel zugelassen, waren aber bei den Gegentoren eins bis drei unachtsam“. Das wollten die Miesbacher bereits zwei Tage später wieder besser machen: am Dienstagabend beim Nachholspiel gegen den EHC Königsbrunn.ft

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