Auftakt in Sölden

Weinbuchners Weltcup-Wunder

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Knapp hinter Maria Höfl-Riesch: Punkte sammelte auch Susanne Weinbuchner (Bild) in Sölden beim Weltcup-Auftakt.

Sölden/Lenggries – Das hätte sich Susanne Weinbuchner (SC Lenggries), die im alpinen Skizirkus alle nur „Susl“ nennen, in ihren kühnsten Träumen nicht erhofft: Beim ersten Weltcup-Einsatz fuhr sie gleich Punkte ein.

Beim Riesenslalom zum WC-Auftakt im österreichischen Sölden war Weinbuchner als zweitbeste deutsche Skirennläuferin gleich hinter Maria Höfl-Riesch. „Wahnsinn Susanne, Weltklasse. Der neue Stern am Skihimmel“, überschlug sich da der Streckensprecher fast vor Begeisterung. Dann durfte die Isarwinkler Rennläuferin aus dem Wackersberger Ortsteil Rimslrain, die als zweite des zweiten Durchgangs gestartet war erstmals in ihrem Leben in die „Leaders Box“. Ein Platz, den sie auch gegen weit über ein Dutzend der nachfolgenden Läuferinnen verteidigte. Dem 21-jährigen Nachwuchstalent war da die drittbeste Laufzeit gelungen und hatte einige der etablierten Rennläuferinnen hinter sich gelassen. „Ich wollte einfach ohne große Zielsetzung zeigen, was ich drauf hab. Dass es gleich zu so einem Ergebnis reicht ist wie ein Traum“, zeigte sich Susanne Weinbuchner überglücklich. Da war selbst der alpine DSV-Sportdirektor Wolfi Maier beeindruckt: „Eine absolut coole Fahrt.“ Mit der hohen Startnummer 58 musste die Newcomerin im Weltcup das Rennen aufnehmen. „Beinahe hätte ich vor lauter Aufregung den Startbalken selbst zugemacht“, gab die Isarwinklerin anschließend zu. Doch kaum zwischen den Riesenslalom-Stangen, war von Nervosität bei ihr nichts mehr zu spüren. Souverän bezwang sie die schon etwas ramponierte Piste auf dem Gletscher in Sölden und kam 29. ins Ziel. Es hatte für den zweiten Durchgang gereicht. Trotz der etwa einstündigen Verzögerung zeigte sich Weinbuchner dann auch im zweiten Lauf unbeeindruckt und legte eine Bestzeit hin, die lange Bestand hatte. „Perfekt war der Lauf dennoch nicht. Im oberen Teil des Steilhangs habe ich noch einen Fehler gehabt“, gab das Mitglied des Lenggrieser Skiclubs zu. Jedenfalls hat sich die 21-Jährige bei ihrem WC-Debüt eine hervorragende Basis für den kommenden Skiwinter geschaffen. Und zugleich die halbe Qual für die Ski-WM in Schladming im Februar 2013. Weniger gut verlief der WC-Auftakt für ihre Vereinskollegin Barbara Wirth, die es nicht in den zweiten Durchgang schaffte. „Ich hab mit dem neuen Material noch nicht so durchgezogen wie es sein sollte“, gab die Rennläuferin zu, die im Vorjahr an selber Stelle ebenfalls WC-Punkte sammelte. Ein Eindruck, den auch Wolfi Maier bestätigte: „Die Babsi ist zu vorsichtig gefahren. Es hat an der für den neuen Ski erforderlichen Beweglichkeit gefehlt. Ewald Scheitterer 

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