„Echte Krieger“ schlagen neun Mal in Folge zu

Zwei Overtime-Siege: Tölzer Löwen gewinnen gegen Crimmitschau und in Frankfurt

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In beiden Wochenend-Partien war Löwenkapitän Philipp Schlager (Mitte) an den entscheidenden Treffern beteiligt.

Bad Tölz – Weiter auf der Erfolgsspur schwimmen die Tölzer Löwen. Auch am zurückliegenden Wochenende konnten sie sich über zwei Erfolgserlebnisse freuen, die sich im jeweiligen Endresultat ziemlich ähnlich waren: Sowohl gegen Crimmitschau am vergangenen Freitag als dann auch am Sonntag in Frankfurt lautete das Ergebnis 3:2. Beide Male fiel der entscheidende Treffer in der Overtime, beide Male in der letzten Spielminute. Da jubelte Headcoach Kevin Gaudet dann auch: „Dafür brauchst du echte Krieger - und genau das sind wir!“

Dass sich die Tölzer gegen Crimmitschau seit jeher besonders schwer tun, ist längst bekannt und änderte sich auch diesmal nicht. So stand das Match bis zur allerletzten Minute auf des Messers Schneide, ehe das 3:2 (1:1., 1:1, 0:0, 1:0) n.V. im Kasten war. Als sich die meisten Tölzer Fans bereits auf das Penalty-Schießen einstellten, starteten Philipp Schlager und Hannes Sedlmayr einen finalen Konter, den Letzterer fünf Sekunden (!) vor dem Ende zum Siegtreffer nutzte.

Die Isarwinkler Kufencracks spielten nicht gerade schlecht, aber sie lieferten auch keine Glanzleistung ab. „Heute hatten wir Probleme zwei gute Pässe in Folge zu spielen. Wir waren nicht 100-prozentig bei der Sache“, monierte da der ECT-Trainer. Crimmitschau überzeugte mit einer stabilen Grundordnung, selbst das Tölzer Power-Eishockey kam kaum zur Entfaltung. Vincent Schlenker hatte nach unfreiwilliger Vorlage von Sedlmayr nach fünf Minuten zur Gästeführung getroffen. Tölz hatte zwar mehr Spielanteile, kam aber kaum zu Großchancen. So musste ein Arbeitstor her. Gut dass Timo Gams noch vor der ersten Pause im Nachschuss irgendwie durch die Schoner von Michael Bitzer traf. Im Mitteldrittel steigerten sich die Buam etwas. Ein erfolgreicher Direktschuss von Stefan Reiter brachte sie dann auch in Führung. Doch die Powerplay-Schwäche an diesem Tag ermöglichte Patrick Pohl einen Shorthander kurz vor Drittelende (38.).

Im Schlussdrittel gab es kaum noch nennenswerte Offensivaktionen auf beiden Seiten, potenzielle Konter wurden etwas zu schlampig ausgespielt. Doch Sedlmayr rettete in der Nachspielzeit den Zusatzpunkt. Gaudets Fazit: „Wir haben einen unglaublichen Lauf. Wir haben einen Weg gefunden zu gewinnen. Das zählt am Ende. Ich bin sehr stolz auf den achten Sieg in Folge.“

Bereits am Sonntag sollte dann mit dem 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) n.V. der neunte folgen, auch wenn es in Frankfurt lange Zeit nicht danach aussah. Kurzfristig war Lubor Dibelka verletzt ausgefallen und auch Sedlmayr musste frühzeitig abbrechen. Da war der Weg zum Erfolg sicher nicht leicht, und die Löwen Frankfurt legten auch gleich mit einem Konter vor (5.). Dennoch hatten auch die Tölzer drei absolute Großchancen. „Beide Teams haben viele Fehler gemacht. Deshalb gab es viele Chancen“, so Gaudet. Früh im zweiten Drittel nutzte Shawn Weller seine dritte Großchance zum Ausgleich, er traf mit seinem strammen Schuss genau in den rechten Winkel (23.). Doch Martin Buchwieser brachte in Überzahl erneut die Hausherren in Führung 30.).

Jetzt war der Kapitän gefordert und Anführer Philipp Schlager ging mit starkem Beispiel voran. Ebenfalls in Überzahl traf er zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich (49.). Zudem motivierte er in der Folge immer wieder lautstark von der Bank aus. Als dann Saša Martinovic 41 Sekunden vor dem Ende der 60 Minuten auf die Strafbank musste, sah es gar nicht gut für die Buam aus. Doch sie überstanden sowohl die letzten Minuten der regulären Spielzeit, als auch die erste Minute der Verlängerung unbeschadet und bekamen ihrerseits genau eine Minute vor Schluss die Chance in eigener Überzahl. Es war schließlich Max French, schön freigespielt von Tyler McNeely, der zum spielentscheidenden 3:2 (65.) einnetzte. „Großes Lob an mein Team. Wir waren zweimal hinten“, so Gaudet: „Jetzt haben wir neun Mal in Folge gewonnen. Das ist verdammt schwer zu erreichen.“ Ewald Scheitterer

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