Auswärts offensiv einfach zu harmlos

Zwei Pleiten und ein Erfolg für Tölzer Löwen über Weihnachten

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In einer hochklassigen DEL II-Partie hatten die Tölzer Löwen am Ende gegen Crimmitschau das bessere Ende für sich. 

Bad Tölz – Eher dürftig fiel die weihnachtliche Bescherung heuer für die Tölzer Löwen aus: Aus drei Partien um die Feiertage gab’s zwei Pünktchen. Eingefahren beim 3:2 (1:0, 1:1, 0:1, 0:0, 1:0)-Erfolg gegen die Eispiraten Crimmitschau nach Penaltyschießen am vierten Adventssonntag. In den beiden Auswärtspartien setzte es hingegen Niederlagen: Zuerst mit einem 1:5 (0:1, 1:3, 0:1) in Kassel und dann mit 1:3 (1:0, 2:0, 0:1) in Dresden.

Offensiv zu harmlos, defensiv zu fehlerbehaftet: So präsentierten sich die Buam in Kassel. „Wir haben momentan nicht das nötige Selbstvertrauen“, analysierte Coach Markus Berwanger. In den entscheidenden Momenten ließen sich die Löwen aus ihren Positionen reißen und ermöglichten den starken Individualisten aus Kassel zu viele Räume. Etwa beim 0:1, als sich Tom Horschel zu einem Offensivausflug hinreißen ließ und kein Stürmer absicherte. Den Zwei-gegen-Eins-Konter schloss Toni Ritter sicher ab. Mit einem Doppelschlag im zweiten Drittel durch Richie Mueller und Tyler Gron zogen die Huskies dann weiter davon.

Nach einem Powerplay-Tor von Andreas Pauli folgte sofort der Konter durch Toni Ritter. „Wir sind momentan in der Offensive nicht gefährlich genug“, so der ECT-Trainer. Nach einem weiteren defensiven Zuordnungsfehler konnte Sébastien Sylvestre zum 5:1-Endstand einschießen.

Ihr einziges Erfolgserlebnis derzeit durften die Tölzer Löwen dann zu Hause gegen die Eispiraten aus Crimmitschau feiern: Berwanger hatte dazu Andreas Pauli in die Paradereihe und Lubor Dibelka zu den beiden kanadischen Stürmern in Reihe zwei gestellt: Dibelka erkämpfte sich die Scheibe in der Bandenecke und traf ins linke Toreck zur 1:0-Führung. Insgesamt war es eine hochklassige DEL II-Begegnung mit guten Chancen hüben wie drüben. Beide Teams verzeichneten mehr als 40 Schüsse aufs Tor. Doch sowohl auf Brett Kilar im Tor der Eispiraten als auch auf den Tölzer Ben Meisner war Verlass.

Ausgerechnet in eigener Überzahl mussten die Buam den ersten Gegentreffer durch Vincent Schlenker hinnehmen. Die couragierte Leistung der Gäste wurde schließlich mit dem 2:2-Ausgleich vier Minuten vor Schluss belohnt. Chris Hilbrich hatte die Scheibe ins Tor gearbeitet. „Es war ein hart umkämpftes Match“, so Berwanger. Das änderte sich auch in der Overtime nicht, als beide Torhüter mit guten Paraden ihre Teams ins Penaltyschießen führten. Dort hatten Löwen dann das bessere Ende für sich. Zufrieden stellte Berwanger fest: „Gegen Crimmitschau war dies heute der erste Sieg im siebten Spiel“.

Doch die Freude über den Sieg war am zweiten Weihnachtsfeiertag schnell verfolgen. Als offensiv viel zu harmlos präsentierten sich da die Löwen in Dresden. Zwar begannen die Isarwinkler zunächst nicht schlecht. Doch mitten in eine Löwen-Druckphase traf Timo Walther zur Dresdner Führung. „Im ersten Drittel haben wir durchaus auch unsere Möglichkeiten gehabt, aber durch individuelle Fehler sind wir in Rückstand geraten“, analysierte der ECT-Trainer.

Im Mittelabschnitt jedoch liefen die Buam den Hausherren stets einen Schritt hinterher. Erst nutzte Niklas Postel einen weiteren individuellen Fehler. Dann bestrafte Harrison Reed die Löwen in doppelter Überzahl. „Dresden hat ziemlich gedrückt und wir hatten wenige Möglichkeiten nach vorne“, stellte Berwanger fest. Auch im Schlussdrittel waren die Eislöwen überlegen. Es war Ben Meisner und dem Gestänge zu verdanken, dass es bei der 1:3-Niederlage blieb. So analysierte der Löwen-Coach: „Dresden hat eine sehr gute Mannschaft. Wir haben nie aufgegeben, alles versucht, aber es ist nichts mehr rausgekommen.“Ewald Scheitterer

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