Deutschland-Tour

Kasper Asgreen gewinnt die dritte Etappe

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Der Däne Kasper Asgreen vom Team Deceuninck-Quickstep bejubelt seinen Etappensieg. Foto: Bernd Thissen

Der Etappensieg von Pascal Ackermann bleibt der einzige für die deutschen Radsport-Profis. Einen Tag vor dem Finale in Erfurt gibt es in der Hitze von Eisenach aber Hoffnungen auf den Gesamtsieg - diese sind aber nicht mehr besonders groß.

Eisenach (dpa) - Die deutschen Radprofis um den Tour-de-France- Vierten Emanuel Buchmann und Simon Geschke gehen in Lauerstellung in das große Finale der Deutschland-Tour. 

Auf der dritten Etappe von Göttingen nach Eisenach über 189 Kilometer reichte es bei schwüler Hitze zwar erneut nicht für einen Sieg, vor der schwierigen Schlussetappe durch mehrere Wintersportorte bis nach Erfurt liegen aber sowohl Buchmann als auch Geschke noch aussichtsreich im Rennen. Kasper Asgreen aus Dänemark feierte mit einem raffinierten Angriff auf dem letzten Kilometer seinen ersten Tagessieg.

Asgreen setzte sich am Ende einer turbulenten Etappe auf der flachen Zielgeraden vor Jasper Stuyven, der das Rote Trikot des Führenden übernimmt, und Sonny Colbrelli durch. Der deutsche Sprinter Pascal  Ackermann, der das erste Teilstück nach Halberstadt dominiert hatte, wurde erneut vorher abgehängt und hat damit wohl keine Chance mehr auf seinen zweiten Etappensieg beim Rennen. Der Südpfälzer hatte auf der Etappe erst mit einem Sturz und dann auch noch mit einem Defekt am Hinterrad zu kämpfen.

Ganz anders als auf der zweiten Etappe, die einem wilden Spektakel glich, ging es am Samstag zunächst etwas gemächlicher zu. Das Hauptfeld ließ eine dreiköpfige Ausreißergruppe um den französischen Tour-Helden Julian Alaphilippe und das deutsche Talent Mika Heming weit enteilen, zeitweise sogar auf über sieben Minuten. Gut 100 Kilometer vor dem Ziel machte das Feld ernst und erhöhte das Tempo.

Rund 25 Kilometer vor dem Ziel wurde Alaphilippe gestellt, es begann der wilde Kampf auf dem hügeligen Schlussteil der Etappe. Etwa 20 Fahrer setzten sich angeführt von Deceuninck-Quick-Step ab, darunter Buchmann und Geschke, die es mit einer eigenen Attacke versuchten, sich aber nicht absetzen konnten. "Am Ende hatte ich keine Chance", konstatierte Buchmann. Geschke sagte: "Ich war ziemlich breit dann."

Das große Finale am Sonntag (11.50 Uhr) ist von den Veranstaltern wohl bewusst zur schwierigsten Etappe gemacht worden. Auf den 159,5 Kilometern von Eisenach bis Erfurt sind gleich drei Bergwertungen zu absolvieren, die Sprinter dürften hier keine Chance haben. Da die Abstände im Gesamtklassement weiterhin eng sind, dürften viele  Profis ihre Chance auf das Rote Trikot in einer Attacke sehen. Den Gesamtführenden Stuyven wird in der Hitze Thüringens somit wohl ein harter Tag erwarten. Der Tour-Vierte Buchmann meinte: "Für mich wird es sehr schwer, weil die Etappe morgen am Ende relativ einfach ist."

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