Ammann gewinnt windiges Neujahrs-Springen

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Simon Ammann gewann das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

Garmisch-Partenkirchen - Simon Ammann hat allen Wetterkapriolen getrotzt und das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee gewonnen. Große Verlierer bei der Windlotterie waren die Österreicher.

Der Schweizer Simon Ammann hat am Neujahrstag das Chaos-Springen von Garmisch-Partenkirchen gewonnen und die Chancen auf seinen ersten Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee damit deutlich verbessert. Der viermalige Olympiasieger zeigte bei nahezu irregulären Windbedingungen, die einen zweiten Durchgang am Samstag unmöglich machten, seine ganze Klasse. Ammann gewann mit einem Sprung auf 131 Meter vor dem Russen Pawel Karelin und dem Polen Adam Malysz. Martin Schmitt wurde mit einem Satz auf 134,5 Meter Siebter und war damit vor 22 000 Zuschauern bester Deutscher.

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Tanith Belbin (Kanada, Eiskunstlauf) © Getty
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Gretchen Bleiler (USA, Snowboard) © AP
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Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
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Ashley Wagner (USA, Eiskunstlauf) © Getty
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Sarah Murphy (Biathlon, Neuseeland) © Getty
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Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © AP
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Hilary Knight (USA, Eishockey) © AP
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Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
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“Das war heute ein schwieriger Tag für alle. Es hätte ein schöner Tag werden können, aber dann hat der Seitenwind aufgefrischt“, sagte der deutsche Bundestrainer Werner Schuster. Über Sieger Ammann war Schuster voll des Lobes. “Er hatte die schlechtesten Bedingungen, aber hat einen tollen Sprung gezeigt.“ Ammann bekam aufgrund der neuen Windregel zahlreiche Bonuspunkte und verwies damit Karelin, der 1,5 Meter weiter gesprungen war, auf Platz zwei.

Zahlreichen Favoriten verging bei der Windlotterie auf der Großen Olympia-Schanze dagegen das Lachen. Titelverteidiger Andreas Kofler wurde bei seinem Sprung von einer Böe erwischt und konnte einen Sturz nur mit großer Mühe gerade noch verhindern. Als 50. und Letzter büßte der Österreicher jedoch ebenso wichtige Punkte im Kampf um den Gesamtsieg ein wie der Finne Matti Hautamäki als 31.

“Ich kann das nicht ganz nachvollziehen. Glückwunsch an Simon, aber ich weiß nicht, ob es sein muss, dass man so viele vorführt“, schimpfte Österreichs Cheftrainer Alexander Pointner, dem die Feierlaune an seinem 40. Geburtstag gründlich vergangenen war.

Topfavorit Thomas Morgenstern wurde mit für ihn enttäuschenden 124 Metern 14., behauptete seine Führung in der Gesamtwertung aber mit 415,2 Punkten vor Ammann. Der Schweizer liegt aber nur noch 13,5 Zähler zurück. Dritter in der Gesamtwertung ist nun Hautamäki (388,7), Michael Neumayer rangiert als bester Deutscher auf Platz sechs (377,4). “Ich bin heilfroh, dass ich heile runtergekommen bin und noch ein so ordentliches Ergebnis zusammengebracht habe“, sagte Morgenstern.

“Ich kann die Enttäuschung zahlreicher Athleten und Trainer verstehen. Das war heute ein sehr selektiver Wettkampf“, sagte Renndirektor Walter Hofer. “Aber wir sind eine Freiluftsportart, haben ein Ergebnis und siedeln jetzt nach Innsbruck über.“ In der Olympiastadt von 1976 findet bereits an diesem Sonntag (13.45 Uhr/ARD) die Qualifikation für das dritten Springen am Montag statt.  

Glück hatte Schmitt, der zu einer günstigen Zeit auf die Schanze durfte und sich eindrucksvoll zurückmeldete. “Das war mein bester Sprung hier in Garmisch-Partenkirchen“, sagte der 32-Jährige. In Stephan Hocke als 13., Michael Uhrmann als 15., Pascal Bodmer als 16. und Michael Neumayer als 18. kamen vier weitere DSV-Adler unter die ersten 20, so dass das deutsche Team mit dem Start ins neue Jahr noch ganz zufrieden sein konnte. “Es ist nichts passiert“, meinte daher auch Schuster. Der Bundestrainer setzt auf den verbleibenden beiden Stationen auf Michael Neumayer, Martin Schmitt, Michael Uhrmann, Severin Freund, Stephan Hocke, Richard Freitag und Pascal Bodmer.

dpa

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