News-Ticker zur Pandemie

Corona in Deutschland: Neuer Rekord bei Todeszahlen - RKI-Epidemiologe fordert weitere Kontaktreduzierungen

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland gehen einfach nicht runter. Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind weiter erschreckend hoch. Der News-Ticker.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Die Bundesrepublik ist bis mindestens 31. Januar im harten Lockdown. Die Corona*-Fallzahlen sind jedoch weiter auf hohem Niveau.
  • Die britische Corona-Mutation B.1.1.7 bereitet Experten Sorgen. Auch eine Virus-Variante aus Südafrika ist bereits in Deutschland entdeckt worden.
  • Dieser News-Ticker wird ab sofort nicht mehr aktualisiert.

Update vom 14. Januar, 9 Uhr: Dieser Ticker wird ab sofort nicht mehr aktualisiert. Alle aktuellen News finden Sie ab sofort in unserem neuen Ticker.

Update vom 14. Januar, 07.01 Uhr:  Der RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann hat im ZDF-„Morgenmagazin“ eine weitere Kontaktreduzierung im Kampf gegen Corona angemahnt. „An allen Stellschrauben, die Kontakte reduzieren, müssen wir noch stärker drehen“, sagte Brockmann am Donnerstag. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen wirkten nicht so gut wie der Lockdown im vergangenen Frühjahr, das sehe man auch an den Mobilitätsdaten. Diese seien damals innerhalb einer Woche um 40 Prozent zurückgegangen.

Auch seit Dezember seien zwar weniger Menschen unterwegs, aber die Zahlen seien langsamer gesunken. „Das hängt auch viel mit Pandemiemüdigkeit zusammen“, sagte er. Es sei wichtig, die weiterhin hohen Corona-Zahlen zu senken. „Eines ist klar, das Impfen hilft uns nicht, aus diesem Niveau rauszukommen, wo jeden Tag mindestens 1000 Menschen sterben“, erklärte Brockmann. Impfen sei eine wichtige Komponente gegen die Pandemie, helfe aber erst mittelfristig, wenn viele Menschen den Schutz erhalten hätten.

Corona in Deutschland: Neuer Rekord bei Todeszahlen

Update vom 14. Januar, 07.01 Uhr: Das RKI vermeldet am Donnerstagmorgen die höchsten Todeszahlen an einem Tag in Deutschland. Gestern wurden 1244 weitere Todesfälle gezählt. Ein neuer Höchststand. Der bisherige Rekord vom letzten Freitag lag bei 1188 Verstorbenen innerhalb von 24 Stunden. Damit starben in Deutschland seit Beginn der Pandemie 43.881 Menschen an oder mit Covid-19. Außerdem stieg die Zahl der Neuinfektionen um 25.164. Damit steigt die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen auf 1.978.590. Laut RKI sind jedoch schon rund 1.620.200 Menschen genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Donnerstag 151,2. Sie lag damit leicht unter dem Wert des Vortages.

Update vom 13. Januar, 20.45 Uhr: Infektion mit dem Coronavirus? Mediziner aus München und Stuttgart warnen eindringlich vor Corona-Antigen-Schnelltests*. Diese hätten einen entscheidenden Makel.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Ärztechef rechnet mit Lockdown-Strategie der Bundesregierung ab

Update vom 13. Januar, 18.30 Uhr: Harte Kritik an der Corona-Lockdown-Strategie der Bundesregierung und der Länderchefs!

„Der Lockdown, der jetzt seit Anfang November anhält, hat quasi nichts gebracht. Die Todeszahlen sind unverändert erschreckend hoch. Der Schutz der Risikogruppen ist immer noch beschämend schlecht“, erklärte Andreas Gassen, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Bild. Zuletzt war durchgesickert, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den harten Lockdown in Deutschland in Absprache mit den Regierungschefs der Bundesländer um acht bis zehn Wochen verlängern will.

Gassen prangerte schonungslos an: „Den Unterschied macht nicht die härte der Maßnahmen, sondern machen die Menschen in ihrem privaten Verhalten. Die Ankündigungen mancher Experten zur Wirkung dieses Lockdown waren ja vollmundig: ,Lockdown light jetzt und dann ist Weihnachten safe!‘ – Leider ist nichts safe!“

Der KBV-Chef meinte weiter: „Wer immer wieder die Regeln und Zeitrahmen ändert, braucht sich nicht zu wundern, wenn sich keiner daran hält.“ Gassen kritisiert vor allem, dass der Fokus nicht mehr auf die Covid-19-Risikogruppen gelegt wurde. „Der Schutz der Alten wurde kategorisch als abwegig abgelehnt. Man könne nicht ein Drittel der Menschen einsperren, darum ging es auch nie - jetzt sperrt man quasi alle ein, ohne dass es einen echten Effekt hätte“, sagte er der Bild.

Update vom 13. Januar, 17.40 Uhr: Was sind mögliche Langzeitfolgen einer Infektion mit dem Coronavirus*? Forscher benennen eine Corona-Folge jetzt klar - manche Covid-19-Patienten trifft diese stärker (siehe Link).

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Polizei rückt wegen Riesen-Kindergeburtstag an

Update vom 13. Januar 2021, 16.20 Uhr: Dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht jedem gefallen, ist bekannt. Auch Kontaktverbote zählen zu den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.

An genau diese haben sich nun jedoch knapp 30 Personen nicht gehalten. Sie alle wollten einen Kindergeburtstag feiern. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch erklärt, wollte die Polizei die illegale Feier in Hameln auflösen. Nachbarn hatten sich über die Fete beschwert. Doch um sich vor der Polizei zu verstecken, hatten die Gäste der Feier offenbar originelle Wege gewählt.

So habe sich eine Frau gemeinsam mit fünf Kindern im Bad eingesperrt. Weitere Gäste hätten sich demnach in Schränken versteckt. Keiner von ihnen habe eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen, auch Abstände seien nicht eingehalten worden. Wie der Sprecher weiter bestätigt, sei gegen 15 Erwachsene ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden.

Update vom 13. Januar 2021, 15.30 Uhr: Das Coronavirus greift auch weiterhin um sich, obwohl sich Deutschland aktuell im Lockdown befindet. Eine Maßnahme zur Bekämpfung der raschen Ausbreitung ist unter anderem die Corona-Warn-App. Diese soll Infektionsketten rasch nachweisen können, Nutzer der App könnten dadurch auf den Kontakt zu einem Corona-Positiven hingewiesen werden. Doch aktuell scheint die App „in einigen Fällen“ Probleme zu haben. Wie der Sprecher des Software-Konzerns SAP bestätigte, seien Android-Smartphones betroffen. Es werde jedoch unter Hochdruck daran gearbeitet, das Problem zu beheben.

Corona in Deutschland: Corona-Proben sollen ein weiteres Mal getestet werden

Update vom 13. Januar, 13.19 Uhr: An der Berliner Charité sollen positive Corona-Proben ein zweites Mal getestet werden. Ziel sei es nach Corona-Mutationen aus Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B.1.351) zu suchen. Man wolle „einen fortlaufenden Überblick über das Vorkommen von SARS-CoV-2-Mutationen in Proben erhalten“, teilte die Charité mit. 

„Beide Varianten tragen Mutationen unter anderem im Haupt-Oberflächenprotein, das sich an den menschlichen Rezeptor anheftet. Dies könnte dem Virus den Zugang zu den Zellen erleichtern und es potenziell ansteckender machen“, erklärt die Universitätsklinik. Darüber hinaus soll die Sequenzierung der Virusgenome etabliert werden, um frühzeitig auch andere Veränderungen des neuartigen Coronavirus zu entdecken.

Erst vor kurzem ist die Südafrika-Variante B.1.351 in Deutschland - Baden-Württemberg - nachgewiesen worden (siehe auch Update vom 12. Januar, 19 Uhr). Zuvor hatte bereits die Stadt Bottrop (NRW) über einen ähnlichen Fall berichtet.

Coronavirus-Mutation: Deutschland weitet Test-Pflicht für Reisende aus

Update vom 13. Januar, 11 Uhr: Deutschland will strengere Corona-Test-Regeln für Einreisende aus Risikogebieten: Wer in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet war, muss spätestens 48 Stunden nach der Ankunft im Land ein negativer Corona-Test vorlegen.

Auslandsreisen in Risikogebiete passen nicht zur Pandemielage.

Gesundheitsminister Jens Spahn

Um das Einschleppen von Corona-Mutationen* aus Großbritannien und Südafrika zu verhindern, sollen Flugpassagiere schon vor dem Abflug einen negativen Corona-Test vorweisen. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Verordnung soll noch an diesem Donnerstag (14. Januar) in Kraft treten.

„Auslandsreisen in Risikogebiete passen nicht zur Pandemielage. Wer trotzdem darauf nicht verzichten will, muss sich künftig bei seiner Rückkehr testen lassen“, sagte Spahn laut dpa.

Update vom 13. Januar, 9.49 Uhr: „In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn im Deutschlandfunk. Der harte Lockdown wird wohl bis in den Februar verlängert. Das Virus sei noch zu präsent. Heute gibt der Minister eine Regierungserklärung zum Impfstart in Deutschland ab.

Corona in Deutschland - RKI meldet mehr als 1.000 Todesfälle

Update vom 13. Januar, 6.16 Uhr: Die Infektionszahlen in Deutschland sind weiter verdammt hoch: 19.600 neue Corona-Fälle vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) in den vergangenen 24 Stunden. 1.060 weitere Menschen starben mit oder an einer Sars-CoV-2 Infektion.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Mittwochmorgen bei 155,0 (Vortag: 164,5). Ist dieser Wert ein positiver Trend? Das RKI schreibt in seinem Covid-19-Lagebericht: „Die Gesamtinzidenz lag seit Mitte November stabil auf hohem Niveau und stieg ab Anfang Dezember stark an. Während der Feiertage war ein Rückgang zu beobachten. In den letzten Tagen sind die Fallzahlen wieder angestiegen. Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetzt, wird sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen.“

In Thüringen (324,2) grassiert das Coronavirus aktuell besonders im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Die Region führt mit einer Inzidenz von 600,8 die Liste der Corona-Hotspots in Deutschland an.

In Sachsen (304,4) ist besonders der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (534,2) betroffen, wie aus dem Covid-19-Dashboard des RKI hervorgeht.

In Sachsen-Anhalt nimmt das Infektionsgeschehen im Landkreis Saalekreis (481,5) zu.

RKI meldet mehr als 1.000 weitere Todesfälle (Datenstand: 13. Januar, 0 Uhr)

  • Bisher haben sich 1.953.426 Menschen in Deutschland nach Angaben des RKI nachweislich mit Corona infiziert.
  • Die Zahl der Todesfälle ist am Mittwochmorgen um 1.060 weitere auf 42.637 angewachsen.
  • Genesen sind etwa 1.596.600 Corona-Infizierte.
  • In Deutschland gibt es derzeit etwa 314.300 aktive Corona-Fälle.
Corona in Deutschland: RKI-Chef Lothar Wieler auf einer Pressekonferenz (Symbolfoto)

Corona in Deutschland: Merkel wertet Impfstoff-Bestand bis in den Sommer als „kritisch“

Update vom 12. Januar, 21.50 Uhr: Bei der ersten Sitzung der Unionsfraktion seit der Winterpause verteidigte und lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Arbeit von Gesundheitsminister Jens Spahn. Auch zu den Impfstoff-Beständen in diesem Jahr äußerte sich Merkel und gab an, dass sich die Lage in den ersten beiden Quartalen „kritisch“ sein werde. Erst ab dem dritten Quartal könne Deutschland „eher etwas abgeben, als was brauchen“, so die Kanzlerin. Ab der zweiten Jahreshälfte könnte sich die Situation demnach entspannen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wies bereits am Dienstagnachmittag auf den Impfstoff-Mangel hin und bezog sich auf die erneute Impfstoff-Bestellung der EU bei Biontech. „Da gab es Nachholbedarf, sonst hätte man nicht nachbestellt“, meinte Söder gegenüber Bild. Wann die Bestellung eingehen soll, ist derweil noch unklar.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Südafrika-Mutation erstmals in Deutschland nachgewiesen

Update vom 12. Januar, 19.00 Uhr: In Südafrika wurde im August eine Coronavirus-Mutation B.1.351 (oder 501Y.V2) festgestellt, nun ist die Variante des Virus auch in Deutschland nachgewiesen worden. Wie das Sozialministerium Baden-Württemberg am Dienstag in Stuttgart bekannt gab, handelt es sich bei der betroffenen Person um einen Bewohner des schwäbischen Zollernalbkreises. Der Kreis liegt etwa 60 Kilometer von der Landeshauptstadt entfernt.

Die infizierte Person sei gemeinsam mit ihrer Familie aus einem längeren Aufenthalt in Südafrika zurückgekehrt, alle Familienmitglieder hatten sich fünf Tage darauf auf das Coronavirus testen lassen, jedoch fielen die Tests negativ aus. Eine Woche später entwickelten sich bei ersten Familiengliedern milde Symptome. Bislang seien bei sechs Personen aus drei Haushalten Infektionen nachgewiesen worden. Anfang Januar meldete Baden-Württemberg schon erste Fälle der britischen Coronavirus-Mutation B.1.1.7.

Die Charité Berlin, die auch das Nationale Konsiliarlabor für Coronaviren beheimatet, untersuchte die Abstrichproben der zuerst erkrankten Person genauer. Dabei wurde die Virusvariante B.1.351 am Montag festgestellt. Als nächstes würden die übrigen Abstriche der Kontaktpersonen analysiert, wie das Sozialministerium erklärte.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Mallorca mit irren neuen Regeln

Update vom 12. Januar, 18.15 Uhr: Bayern verschärft die Regeln in der Coronavirus-Pandemie weiter. Als Ministerpräsident Markus Söder (CSU) über die Corona-Leine spricht, richtet er einen Seitenhieb an die Münchner*.

Update vom 12. Januar, 18 Uhr: Auch in Mallorca sind die Corona-Zahlen* hoch. Die balearische Regierung verhängt deshalb auf der beliebten Urlaubsinsel der Deutschen eine spektakuläre Covid-19-Regel.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Großfamilie verstößt gegen Corona-Regeln

Update vom 12. Januar, 16.10 Uhr: Bei einem Treffen im Rhein-Neckar-Kreis haben Dutzende Mitglieder einer Großfamilie gegen die Corona-Regeln verstoßen. Polizeibeamte trafen 41 Erwachsene und 4 Kinder in zwei Wohnungen eines Hauses in Eppelheim an. Wie die Behörde am Dienstag weiterhin mitteilte, reisten die Teilnehmer des Treffens aus Süddeutschland, dem Saarland und der Schweiz an.

„Die Zusammenkunft wurde unverzüglich aufgelöst, die Personalien aller 41 anwesenden erwachsenen Personen erhoben“, heißt es in der Polizeimitteilung. Anschließend seien Platzverweise erteilt worden. Alle anwesenden Mitglieder der Großfamilie wurden wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung angezeigt. Wie die Polizei weiterhin mitteilte, nahmen einige der in Eppelheim angezeigten Personen bereits am vergangenen Wochenende an vergleichbaren Treffen teil.

Corona in Deutschland: Laschet mit emotionaler Rede im NRW-Landtag

Update vom 12. Januar, 14.30 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat im Landtag in Düsseldorf eine emotionale Rede zur Corona-Pandemie in Deutschland gehalten.

Unter anderem wetterte Laschet gegen Skeptiker, die die Planungen der Impfungen kritisieren. „Das ist typisch NRW“, werde ihm entgegengebracht, erzählte der Regierungschef aus Nordrhein-Westfalen wild gestikulierend. Aber Millionen Impfstoff-Dosen würden in den kommenden Tagen kommen, und „es wird ruckeln“, aber das sei normal.

Und wie geht es mit den Impfungen in NRW weiter? 80-Jährige und über 80-Jährige könnten ab dem 25. Januar einen Termin für Februar vereinbaren - per Brief, erzählte Laschet.

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Scharfe Kritik an Corona-Politik von Kanzlerin Angela Merkel

Update vom 12. Januar, 14.15 Uhr: Deutschland muss sich wegen der Coronavirus-Pandemie wohl auf einen monatelangen harten Lockdown einstellen. Ein Gesundheitsexperte kritisiert die Bundesregierung von Angela Merkel in dieser Gemengelage scharf für deren Corona-Politik*.

Update vom 12. Januar, 13.32 Uhr: Bayern setzt in Corona-Pandemie seinen harten Weg fort: Das Tragen von FFP2-Masken ist ab Montag (18. Januar) im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht. Das verkündete Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag, wie Merkur.de* berichtet.

„Die Maßnahmen, die wir getroffen haben, beginnen langsam zu wirken“, sagte der Franke auf einem Medientermin und warnte vor der Corona-Mutation mit einer „70-fach schnelleren Verbreitung. Das könnte alle Bemühungen der letzten Wochen gefährden“.

Masken sind im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein wichtiges Instrument. Sind FFP2-Masken besser? Die Wissensplattform sciencealert .com hat Studien verglichen.

Corona in Deutschland - Die Situation auf den Intensivstationen in vielen Kliniken ist angespannt

Update vom 12. Januar, 13.15 Uhr: Nach Daten des DIVI-Intensivregister müssen momentan 5.210 Covid-19-Patienten intensivmedizinische behandelt werden. 2.996 davon werden künstlich beatmet. Von den Intensivbetten sind 20.608 belegt und 3.652 frei.

Angesichts von 25.000 Corona-Patienten in deutschen Kliniken hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft vor einer Überlastung des Systems gewarnt. „Mit circa 6000 intensivbehandlungsbedürftigen Patienten, deren Versorgung deutlich höhere Personalressourcen bündelt, ist ein hoher Belastungsgrad im System insgesamt erreicht, in vielen Kliniken vor Ort zum Teil bereits überschritten“, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Braun der Düsseldorfer Rheinischen Post vom Dienstag.

Update vom 12. Januar, 12 Uhr: Deutschland debattiert über eine Impf-Pflicht gegen das Coronavirus und Sonderregeln für Geimpfte. Ein Bundesland macht jetzt Ernst - und sorgt damit für Irritationen.

Update vom 12. Januar, 11.30 Uhr: In der Coronavirus-Pandemie in Deutschland* strömen trotz strenger Corona-Regeln* weiter viele Menschen in die Wintersport-Gebiete - schwere Unfälle und Sorgen inbegriffen (ein Überblick siehe Link).

Coronavirus-Pandemie in Deutschland: Harter Corona-Lockdown zeigt kaum Effekte

Update vom 12. Januar, 10.43 Uhr: Der harte Lockdown zeigt in Deutschland bisher kaum einen Effekt. Die Prognosen von Medizinern sind düster. Eine Rückkehr zur Normalität zum 31. Januar unwahrscheinlich.

Ich bin mir sehr unsicher, ob wir Ende des Monats zu einem Ende des Lockdown kommen können“, sagte die Vorsitzende des Berufsverbands der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, der Funke Mediengruppe (Dienstag). Corona-Varianten, wie sie derzeit in Großbritannien und Irland grassieren, könnten die Situation demnach noch verschärfen.

„Im Moment sehen die Zahlen so aus, als könnte es bis Ende Januar schwer werden, auf eine Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu kommen“, sagte die Medizinerin weiter. Diese Marke einmalig zu erreichen, genüge zudem nicht. „Die Ansteckungszahlen müssen dauerhaft so niedrig bleiben“, betonte die Medizinerin. Fest stehe: In jedem Fall könne es „Lockerungen nur schrittweise“ geben, „nicht auf einen Schlag“.

Corona in Deutschland: Neuinfektionen und Todesfälle ziehen bei uns richtig an

Erstmeldung vom 12. Januar 2020

Berlin - Was sagen uns die aktuellen Corona-Fallzahlen? Sind die Daten aussagekräftig? Über Weihnachten und Neujahr sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) weniger Fälle übermittelt worden. Das ändert sich gerade.

In den letzten Tagen sind die Fallzahlen wieder angestiegen“, heißt im aktuellen Covid-19-Lagebericht (Stand: 10. Januar). Und weiter schreibt das RKI: „Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetzt, wird sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen.“

Dem RKI wurden knapp 13.000 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. 891 weitere Menschen starben demnach innerhalb eines Tages. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 164,5.

Corona-Fallzahlen in Deutschland: RKI meldet 891 weitere Todesfälle (Datenstand: 12. Januar, 0 Uhr)

Coronavirus-Fälle in Deutschland1.933.826
Corona-Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden12.802
Todesfälle in Verbindung mit einer Sars-CoV-2-Infektion41.577
Todesfälle in den vergangen 24 Stunden891
aktive Corona-Fälle in Deutschland322.300
7-Tage-Inzidenz in Deutschland164,5

Corona in Deutschland: 7-Tage-Inzidenz unter 50?

Die 7-Tage-Inzidenz* spielt aktuell wichtige Rolle in der Coronavirus-Pandemie. Der Wert entscheidet über strengere Corona-Regeln oder Lockerungen. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken. Bisher gelingt das keinem Bundesland.

Das Infektionsgeschehen lässt sich auf dem RKI-Covid-Dashboard ziemlich gut ablesen. Dottergelb ist eine Region mit 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche markiert. Rot bis Dunkelrot herrscht allerdings auf der Corona-Karte vor. In Sachsen und Thüringen sind auch am Dienstag weiter trauriger Corona-Spitzenreiter in Deutschland. Bremen mit 86,3 weist derzeit den niedrigsten Wert auf. Diese Wochenwerte sind jedoch auch wegen der Feiertage mit Vorsicht zu bewerten.

In Sachsen ist in Bautzen (510,4) und Meißen (434,8) ist die Lage extrem angespannt. Die beiden Landkreise gehören seit Wochen zu den Corona-Hotspots in Deutschland. In Thüringen ist es der Landkreis Hildburghausen (526,9).

Unter der 50er-Marke liegen momentan nur knapp die Stadt Zweibrücken in Rheinland-Pfalz (49,7), Roststock (48,3) und der Landkreis Plön (44,3).

  • Sachsen - 341,9
  • Thüringen - 325,7
  • Brandenburg - 258,5

Wo stecken sich die Menschen in Deutschland mit Corona an?

Trotz Lockdown - seit mehr als zwei Monaten - ist das Infektionsgeschehen extrem hoch. Wo oder was genau sind die Infektionstreiber?

„In den meisten Kreisen handelt es sich zumeist um ein diffuses Geschehen, mit zahlreichen Häufungen vor allem in Alten- und Pflegeheimen, dem beruflichen Umfeld sowie in Privathaushalten“, schreibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht. Zu der hohen Inzidenz tragen aber nach wie vor auch viele kleinere Ausbrüche bei, wie z.B. in Krankenhäusern bei, erklärt das RKI. Doch was genau das bedeutet, bleibt nach wie vor ein Rätsel. Wer tatsächlich jemanden wo angesteckt hat, bleibt oft unklar.

„Einerseits haben wir zwar weniger Kontakte, andererseits wissen wir scheinbar aber trotzdem wenig darüber, wo es gewesen sein könnte“, sagte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe wenig große Ausbrüche. „Von Infektionsherden kann man nicht wirklich sprechen, eher von einzelnen Kerzen.“

Wie stark die wohl ansteckendere Coronavirus-Variante B.1.1.7* in Deutschland schon verbreitet ist, sei Zeeb demnach noch unklar. Der Anteil untersuchter Proben sei viel zu gering, um Rückschlüsse darauf zu ziehen. Dass das Sinken der Neuinfektionszahlen nur sehr langsam vorankomme, könne aber ein Indiz dafür sein, dass sich das Virus an manchen Stellen verändert habe.

Corona-Mutationen tragen Namen wie „B.1.1.7“ und „Cluster 5“ - und sind mittlerweile als Varianten des Coronavirus bekannt. Ein Überblick über die Mutationen des Erregers*.

Lockerungen an Weihnachten zu gefährlich?

Ob die Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen über Weihnachten einen Effekt auf die Zahlen auf hohem Niveau gehalten haben, sei kaum zu beantworten. Um die Feiertage herum sei weniger getestet worden, erklärte Zeeb der dpa. Daher seien die aktuellen Zahlen auch mit Vorsicht zu beurteilen. „Ich glaube, wir werden es nie ganz genau wissen.“ Positiv sei aber, dass es zumindest keinen rasanten Anstieg nach den Familienfesten gegeben habe.

Welche Maßnahmen helfen wirklich, um das Coronavirus einzudämmen? Eine Schweizer Studie liefert dazu nun Ergebnisse, die Zündstoff für neue Diskussionen* liefern könnten. (ml) *Merkur.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © imago images / Christian Spicker

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