Weil sich zwei Familien nicht an die Quarantäne hielten

Corona in NRW: Unfassbare Verstöße - erst komplettes Hochhaus abgeriegelt, dann illegales Bordell geschlossen

Coronavirus, Test
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Das Coronavirus stellt NRW vor eine große Herausforderung.

Das Coronavirus sorgt auch in NRW für Einschränkungen. Nun herrscht eine Maskenpflicht. Zudem wurde ein ganzes Hochhaus abgeriegelt. Der News-Ticker.


+++Coronavirus in NRW: In unserem aktuellen News-Ticker halten wir Sie über die aktuelle Lage auf dem Laufenden.   

Coronavirus-Verdacht: Gymnasium in NRW zieht Notbremse

Die News vom 27. April, 10.28 Uhr: Wegen Corona-Verdacht muss ein Gymnasium in NRW wieder schließen. Das Dormagener Gymnasium hatte erst am Donnerstag mit dem Unterricht für die Abiturklassen begonnen. Doch nun zieht das Norbert-Gymnasium Knechtsteden, wie die Rheinische Post (hinter Bezahlschranke) berichtet die Notbremse. Ein Schüler, der Kontakt zu einer Covid-19-Patientin, hatte die Schule besucht. Die Schule bleibt bis auf weiteres geschlossen, heißt es auf der Webseite des Gymnasiums. Schülerinnen und Schüler würden nun digital auf das Abitur vorbereitet.Das Schulministerium habe neue Informationen ab dem 4. Mai 2020 angekündigt.   In Berlin musste nun wegen des Coronavirus ein Seniorenwohnheim geräumt werden.*

Coronavirus in NRW: Todesfall erschüttert - 26-Jähriger gestorben 

Update vom 26. April, 21.30 Uhr: Wie die „WAZ“ berichtet, ist ein 26-Jähriger Mann aus Essen in Nordrhein-Westfalen an Covid-19 gestorben. Dem Bericht zufolge soll er keine Vorerkrankungen gehabt haben. 

Anfang April war der 26-Jährige in die Uni-Klinik Essen eingeliefert worden, wie ntv berichtet. Angaben der Stadt zufolge hatte er „keine nennenswerten Vorerkrankungen“. Er habe keiner Risikogruppe angehört, soll jedoch nachweislich an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein.  

Corona in NRW: Laschet: „Keine fundamentalen Entscheidungen“ in Sicht

Update vom 26. April, 19.40 Uhr: Der nordrhein-westfälische Regierungschef Armin Laschet dämpft die Erwartungen an das nächste Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über den Kampf gegen die Corona-Epidemie. „Ich glaube, dass wir am Donnerstag keine neuen fundamentalen Entscheidungen haben werden“, sagte der CDU-Politiker am Sonntag im ARD-„Bericht aus Berlin“

Es sei verabredet gewesen, dass man nach den ersten Lockerungsmaßnahmen zwei Wochen abwarte. „Da braucht man auch ein bisschen Geduld“, so Laschet weiter. Man werde vor allem über Kinder und Jugendliche sprechen, über Amateursport, über Spielplätze sowie den Umgang mit Gottesdiensten.

Grundsätzlich warb Laschet dafür, Fragen der Corona-Beschränkungen ganzheitlich zu diskutieren - „dass man auch mal denkt, welche Schäden richten wir eigentlich an durch den Lockdown. Was heißt das für Kinder und Jugendliche, die in Wohnungen sind, die nicht mehr in die Kita kommen?“ Man müsse viel umfassender diskutieren und nicht jeden Tag auf die Infektionszahlen schauen.

Ab morgen gilt in Bayern die Maskenpflicht. Söder findet klare Worte zu den nächsten Lockerungen.

Update vom 26. April, 15.57 Uhr: In Köln haben Zivilfahnder ein illegal betriebenes Bordell entdeckt und stillgelegt. Ein 28-jähriger Mann hatte dort in einem Mehrfamilienhaus sechs Prostituierte arbeiten lassen - und damit massiv gegen die geltenden Corona-Schutzvorkehrungen verstoßen. Die Prostituierte sowie ein anwesender Freier wurden ordnungsbehördlich belangt. Der Bordell-Betreiber muss sich nun strafrechtlich verantworten, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Das Bordell hatte die Polizei zufällig bei Ermittlungen zu einem versuchten Tötungsdelikt entdeckt. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Freitag. 

Gibt es eine Maskenpflicht auch in Arztpraxen? Besonders für Menschen mit Atemwegsbeschwerden könnte das ein Problem sein.

In der Corona-Krise dreht China den Spieß um: Ausgerechnet das Land, das das Virus in alle Welt exportierte, will jetzt plötzlich der selbstlose Wohltäter sein.

Corona in NRW: Unfassbare Verstöße - erst komplettes Hochhaus abgeriegelt, dann illegales Bordell geschlossen

Update vom 26. April, 13.56 Uhr: Im nordrhein-westfälischen Grevenbroich hat das Gesundheitsamt einen ganzen Hochhauskomplex mit 117 Wohnungen abgeriegelt, weil sich zwei mit dem Coronavirus infizierte Familien nicht an die angeordnete Quarantäne gehalten haben. Am Sonntag sollten nun alle 450 Bewohner der Wohnanlage auf das Virus getestet werden. So wollen die Gesundheitsbehörden in der Stadt zwischen Mönchengladbach und Düsseldorf herausfinden, ob sich die Nachbarn bei einem der Kontakte mit den Infizierten selbst angesteckt haben. 

Coronavirus in NRW: Behörden entschließen sich zu Corona-Massentest bei 450 Hochhaus-Bewohnern

Am Wochenende zäunten die Behörden das gesamte Grundstück ein und bauten einen Sichtschutz auf. Die Ein- und Ausgänge wurden von einem Sicherheitsdienst kontrolliert. Erst wenn die Tests in ein paar Tagen beweisen, dass die Bewohner sich nicht bei ihren Nachbarn angesteckt haben, sollen sie das Grundstück wieder verlassen dürfen. Ausgelöst wurde der Massen-Test von acht Bewohnern aus zwei Familien, die nachweislich mit Corona infiziert sind. Deshalb hätten die Gesundheitsbehörden häusliche Quarantäne angeordnet, erklärte Benjamin Josephs vom Rhein-Kreis Neuss am Sonntag. 

Bei telefonischen Kontrollen durch Behördenmitarbeiter sei dann aber deutlich geworden, dass sich die Familienmitglieder nicht an die Quarantäne hielten. Deshalb entschlossen sich die Gesundheitsbehörden von Stadt und Kreis zu dem Massen-Coronatest. Dabei waren am Sonntag rund 115 Mitarbeiter vom Gesundheitsamt und vom Roten Kreuz im Einsatz

Update vom 26. April, 10.25 Uhr: Für ihr wiederholtes Vorpreschen in Bezug auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen ist die nordrhein-westfälische Landesregierung und allen voran Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in den vergangenen Tagen mehrmals in Kritik geraten. Nach wie vor ist Nordrhein-Westfalen mit mehr als 31.400 bestätigten Corona-Infektionen und mindestens 1084 registrierten Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19 (Stand Samstagabend, Quelle: Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut) eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Bundesländer. 

Coronavirus in NRW: Mehr Geldautomaten geplündert - Coronavirus-Pandemie könnte Ursache für den Anstieg sein

Eine andere Statistik zeigt nun eine weitere ungünstige Entwicklung, die vermutlich mit der Corona-Krise zusammenhängt. Panzerknacker scheinen derzeit im Nordwesten Deutschlands mehr Geldautomaten zu plündern als sonst. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den Bundesländern. So hat sich in Nordrhein-Westfalen die Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut Angaben des Landeskriminalamts (LKA) mehr als verdoppelt. In der Nacht auf Freitag stieg die Zahl auf 72 - im Vorjahr waren zum gleichen Zeitpunkt erst 30 Fälle gezählt worden. 

Ermittler der LKA-Sonderkommission „Heat“ nehmen an, dass viele der Explosionen auf das Konto einer Täterszene gehen, die in den Vororten von Utrecht und Amsterdam in den Niederlanden lebt. Inzwischen seien die niederländischen Geldautomaten so gut gesichert, dass es dort kaum noch derartige Taten gebe. Wegen der in der Corona-Krisegeschlossenen Grenzen zu Belgien und Frankreich wichen die Täte r vermehrt nach NRW aus, so die Vermutung. 

Update vom 25. April, 18.00 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet mischte in den vergangenen Wochen ordentlich in den Corona-Diskussionen mit und wurde sogar zum Twitter-Trend (siehe Update vom 22. April). Vor kurzem kündigte Laschet an, Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung in naher Zukunft wieder stattfinden zu lassen. Nach viel Kritik verteidigte er nun seinen Standpunkt.

Coronavirus in NRW: „Mir fehlt der Gottesdienst“ - Laschet verteidigt seinen Fahrplan

Am Samstag teilte er gegenüber der Welt die Gründe für seine Entscheidung mit. „Wenn sich Gläubige nicht zu Gottesdiensten treffen dürfen, ist dies eine massive Einschränkung der Grundrechte“, so Laschet. Er empfinde geschlossene Gotteshäuser als sehr schmerzhaft. „Mir, wie vielen anderen Menschen, fehlt der Gottesdienst, die Gemeinsamkeit im Glaube“, meinte Laschet.

Die Einschränkung sei seitens der Landesregierung in enger Abstimmung mit den Kirchen und Religionsvertretern besprochen worden. „Ich bin froh, dass ab Mai unter strengen Schutzvorschriften das gemeinschaftliche religiöse Leben behutsam wiederentsteht“, sagte der Ministerpräsident.

Coronavirus in NRW: Laschet nicht der einzige mit Alleingängen - Einige Bundesländer lockern Gottesdienst-Bestimmungen 

Während die Bundesregierung ein einheitliches Konzept für Gottesdienste und religiöse Versammlungen entwirft, wollen nun auch weitere Bundesländer dem Ansatz Laschets nacheifern und bald Gottesdienste erlauben. Auch Bayern und Brandenburg wollen dies ab dem 4. Mai unter strengen Auflagen wieder ermöglichen. In Sachsen können bereits seit Montag religiöse Feiern mit bis zu 15 Personen stattfinden, allerdings unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Seit dem Wochenende sind auch in Thüringen Gottesdienste möglich.

„Wir werden sicher am 3. Mai nicht in allen unseren Gemeinden wieder Gottesdienst feiern, sondern das wird gestuft geschehen“, meinte Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, gegenüber dem Radiosender WDR 5. „Der 3. Mai ist für uns der Termin, ab dem es möglich ist, aber kein Zwangsdatum, an dem alle ohne Ausnahme wieder Gottesdienst feiern werden.“

Corona in NRW: Grevenbroicher Familien lösen Mega-Kontrolle in Wohnhaus aus

Update vom 25. April, 13.01 Uhr: Weil zwei Familien in Grevenbroich (NRW) sich trotz Corona-Infektion nicht an die Quarantäne-Bestimmungen gehalten haben, sollen nun alle 450 Bewohner des Wohnkomplexes, in dem die Familien leben, getestet werden. Am Sonntag soll das Hochhaus umzäunt werden und anschließend würden die Behörden ca. acht Stunden lang die Tests in 117 Wohnungen durchführen. 

Die Mitglieder der Familie - darunter Erwachsene und Kindern - hatten weiterhin Kontakt zu Nachbarn, wie der Kreissprecher bekannt gab. Die Corona-Tests der Nachbarn sei zwar freiwillig, wer sich jedoch nicht testen lässt, werde vorsorglich in Quarantäne bleiben müssen. Die erkrankten Familien wurden mittlerweile vom Gesundheitsamt anderswo untergebracht, wo man sicherstellen könnte, dass die acht Personen sich an die Quarantäne-Bestimmungen halten. 

Corona in NRW: Mundschutzpflicht für Kinder - Gesundheitsminister mit klarer Ansage zum Ramadan

Update vom 24. April, 12.34 Uhr: „Wir haben kein staatliches Verbot von religiösen Veranstaltungen, dafür haben wir klare Abmachungen. Muslime sollten mit dem Ramadan so umgehen, dass der Infektionsschutz eingehalten wird. Die Feierlichkeiten sollten sich auf den engsten Familienkreis konzentrieren, wie wir es Ostern gemacht haben. Mein Appell ist es, alles mit der Kernfamilie zu machen.“ Dies sagte Laumann bezüglich des anstehenden Ramadan bei der muslimischen Gemeinde.

Update vom 24. April, 12.30 Uhr: Menschen, denen es aus gesundheitlichen Gründen - darunter zählen auch psychische Gründe - nicht zumutbar ist, eine Maske zu tragen, müssen diese nicht tragen, meinte Laumann auf Nachfrage. 

Update vom 24. April, 12.28 Uhr: „Wir waren von den Fakten her die bundestreusten“, meint Laumann auf die Vorwürfe der Bundeskanzlerin, die bei einigen Bundesländern eine zu forsche Gangart beanstandete. NRW erlaubte die Öffnung von Möbelhäusern und Babyfachgeschäften. Am 6. Mai würde die Kanzlerin mit den Ministern zusammenkommen, um weiterhin das bundesweite Vorgehen zu koordinieren.

Lesen Sie auch: Ein hessisches Gericht kippte nun die Schulpflicht von Viertklässlern im Bundesland

Corona in NRW: Minister Laumann beantwortet Fragen - „...sehe das für den jetzigen Zeitpunkt nicht“

Update vom 24. April, 12.25 Uhr: Laumann hofft, dass man im Falle der Altenheime und Einrichtungen für Behinderte bald eine Lösung für Besuchsregelungen gibt. Bislang ist dies jedoch noch nicht geregelt, man müsse jedoch eine Lösung finden.

Update vom 24. April, 12.20 Uhr: Gaststätten und Restaurants könnten nur dann geöffnet werden, „wenn man einen Plan hat wie der Infektionsschutz gesichert werden kann.“ Zuvor war Laumann nach einer Maskenpflicht in Lokalen gefragt worden. „Ich sehe das für den jetzigen Zeitpunkt nicht und wir sollten bei dem bleiben, was in Berlin besprochen worden ist.“ Anfang Mai werde man in der Hauptstadt über das weitere Vorgehen entscheiden.

Update vom 24. April, 12.17 Uhr: Ab dem Schuleintrittsalter von sechs Jahren sollen Masken getragen werden, Laumann bezeichnete das Alter als „eine vernünftige Größe“. Darauf einigte man sich bereits zwischen „vielen Bundesländern“.

Update vom 24. April, 12.14 Uhr: Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs haben die Aufgabe, die Leute auf die Maskenpflicht hinzuweisen. „Haben keinen eigenen Ordnungskatalog gemacht“, meint Laumann. Die Kommunen sollen individuell auf die neuen Verordnungen reagieren. Ladenbesitzer sollen ihren Kunden also über die Vorgaben informieren. Laumann setzt darauf, dass es bald zur Selbstverständlichkeit wird, eine Maske zu tragen.

Update vom 24. April, 12.10 Uhr: Zudem wurde eine Verordnung beschlossen, die es Schüler in  gesundheitlichen Ausbildungen erlaubt, ihre Ausbildung wieder aufzunehmen. Sie sollen bald in Praxisberufen in Pflegeeinrichtungen arbeiten können. Die Verordnung erlaubt auch die Fortführung von digitalem theoretischem Unterricht in Fahrschulen. Fahrlehrer und Fahrschüler müssen eine Maske tragen, somit ist der Erwerb des Führerscheins wieder möglich. 

Update vom 24. April, 12.07 Uhr: Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann redet nun in einem Presse-Briefing vor Journalisten. Zuerst geht er auf den Tod des ehemaligen Bundesarbeitsministers Norbert Blühm ein und bekundet seine Trauer für den verstorbenen Politiker. 

Eine Verordnung zur Mundschutzpflicht gilt auch ab Montag in NRW. Sie verpflichtet Bürgerinnen und Bürger bei Dienstleistungen, im öffentlichen Personenverkehr und beim Einkaufen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Auch in Allgemeinflächen in Einkaufszentren und bei der Abholung von Essen in gastronomischen Betrieben soll die Pflicht gelten. Laumann betont weiterhin die Wichtigkeit des Sicherheitsabstands von mindestens 1,5 Metern. 

Gottesdienste bald wieder möglich: Macron bedankt sich bei Armin Laschet

Update vom 24. April, 6.41 Uhr:Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat Nordrhein-Westfalen für die Behandlung französischer Corona-Patienten gedankt. In einem Brief an Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) würdigte Macron das „beispiellose Engagement, mit dem Nordrhein-Westfalen Frankreich in einer schwierigen Lage beisteht, die uns alle auf eine harte Probe stellt.“

Das Schreiben Macrons, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, beginnt mit der förmlichen Anrede des Ministerpräsidenten und der handschriftlichen Ergänzung „Cher Armin“ (Lieber Armin). Macron betonte in seinem Brief: „Den betroffenen Personen, bei denen ein schwerer Verlauf der Krankheit festgestellt wurde, konnte auf diese Weise die bestmögliche medizinische Versorgung zuteil werden.“

Ende März waren acht schwer erkrankte Patienten von Metz aus nach Essen verlegt worden. Ein 76-Jähriger starb am Montag im dortigen Uni-Klinikum, zwei weitere Männer konnten - deutlich stabilisiert - bereits nach Frankreich zurückkehren. Weitere Patienten werden weiter in Essen versorgt.

Gottesdienste bald wieder möglich: Laschet lockert weiter in NRW

Update vom 23. April, 18.46 Uhr: Künftig werden in Nordrhein-Westfalen wieder Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung stattfinden. Dies soll ab Mai geschehen, wie die Landesregierung von NRW nach Gesprächen mit Kirchenvertretern über Schutzkonzepte bekannt gab. Bislang hatten Kirchen darauf verzichtet. Ein Gottesdienst-Verbot gab es aber nicht.

Coronavirus-Krise: Metro in NRW öffnet für alle

Update vom 23. April, 16.22 Uhr: Die Metro in NRW ist für alle geöffnet. Ohne eine Kundenkarte können Verbraucher nach Lust und Laune in den 18 Großmärkten einkaufen, teilte die Konzernleitung in einer Pressemitteilung mit. 

Einer entsprechenden befristeten Nutzungsänderung für diese erweiterte Öffnung habe das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein Westfalen am 22. April 2020 zugestimmt. Mit dieser Maßnahme soll die Grundversorgung in der Region unterstützt werden. „Die Öffnung erfolgt selbstverständlich unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sowie der geltenden Abstandsregeln“, schreibt die Konzernleitung.
Allerdings gilt diese Regelung vorerst nur bis zum 3. Mai 2020. 

Coronavirus: NRW meldet 1000 Todesfälle

Update vom 23. April, 16.05 Uhr: Die Zahl der Todesopfer ist in NRW auf 1000 gewachsen, teilt das Gesundheitsministerium NRW am Donnerstag (Stand: 16.25 Uhr) mit. 30.598 Menschen haben sich demnach mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Genesen sind 19.636.   

Coronavirus-Krise: NRW will jetzt noch mehr Lockerungen

Update vom 23. April, 12.16 Uhr: Nordrhein-Westfalen will offenbar noch mehr Corona-Lockerungen durchsetzen. Vor allem in der Gastronomie und bei Hotels. Gemeinsam mit Niedersachsen und Baden-Württemberg plant NRW ein Konzept, das ab dem 4. Mai 2020 gelten soll. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist in den vergangenen Tagen schon mit weiteren Vorschlägen vorgeprescht. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte dagegen eindringlich dazu aufgerufen, bei der Einhaltung der Regeln nicht nachzulassen. 

Schulstart in NRW nach Corona-Zwangspause - Schulen öffnen

Update vom 23. April, 9.42 Uhr: Nach fast sechs Wochen Corna-Zwangspause kehren Schüler in NRW am Donnerstag wieder in ihre Schulen zurück. Für die Abschlussjahrgänge beginnt wieder der Unterricht. Das Schulministerium rechnet mit maximal 250.000 von insgesamt 2,5 Millionen Schülern, berichtet wa.de*.

Präsenzpflicht gilt für Schüler der Abschlussklassen an Hauptschulen, Realschulen und Förderschulen sowie für Schüler der Abschlussklassen an Berufsschulen und der 10er-Klassen an Gesamtschulen. Den knapp 90.000 Abiturienten ist der freigestellt.

Gegen den Schulbetrieb hatte es zuvor massive Proteste im Internet gegeben. Unter dem Hashtag #SchulboykottNRW twitterten Nutzer zum Teil sarkastische Fotos und Grafiken auf denen Friedhöfe gezeigt wurden. 

Lehrer und Schüler müssen 1,5 Meter Abstand halten. Schulen hatten wenig Zeit sich vorzubereiten. Seife, Desinfektionsmittel und Wegwerf-Handtücher mussten organisiert werden.  

NRW ist besonders vom Coronavirus betroffen. 30.584 Menschen sind in dem bevölkerungsreichsten Bundesland bislang an Covid-19 erkrankt, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. In den vergangenen 24 Stunden wurden demnach 35 Todesfälle registriert. 999 Menschen starben in Verbindung mit Sars-CoV-2.    

Coronavirus in NRW: Laschet Zielscheibe auf Twitter - #laschetfordert wird zum Trend

Update vom 22. April, 17.20 Uhr: Ungewollt sorgte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet auf Twitter für einen Trend. Unter dem Hashtag „Laschetfordert“ werden derzeit auf dem Kurznachrichtendienst fiktive und teils absurde Vorschläge, die Laschet vermeintlich gemacht haben könnte, gepostet. Nutzerinnen und Nutzer schrieben bis Mittwochnachmittag mehr als 5000 Beiträge unter dem Hashtag auf Twitter. 

Ein Nutzer schreibt beispielsweise, „Armin Laschet fordert bundesweite Menschenkette gegen Corona. #Laschetfordert“, ein anderer schreibt „#Laschetfordert wöchentliche Karnevalsumzüge in allen NRW-Städten über 100.000 Einwohner, damit die Karnevalsvereine nicht pleite gehen.“

Auslöser für den Twitter-Trend sind die Lockerungen, die Laschet in den vergangenen Tagen wiederholt gefordert und teilweise umgesetzt hatte. Damit widersprach er Bundeskanzlerin Angela Merkel, die noch am Montag dazu aufrief, bei der Einhaltung der Maßnahmen nicht nachzulassen. Auch ein Zitat in einem Interview mit Deutschlandfunk fliegt dem Ministerpräsident nun um die Ohren. „Mir sagen nicht Virologen, was ich zu treffen habe, sondern ich treffe in Verantwortung für die Leute, für die ich verantwortlich bin. Und ein Virologe kann mir nicht sagen: Ist es eigentlich gut, wenn ein Kind monatelang nicht in der Schule ist? (...) Und welche Schäden entstehen, wenn Menschen durch Arbeitslosigkeit depressiv werden? Wenn das Land in eine Riesenkrise hineinrutscht? Die beantwortet mir kein Virologe.“ 

Coronavirus in NRW: Laschet kritisiert Maskenpflicht - „unkoordinierte Beschlusslage“

Update vom 22. April, 15.40 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet bezeichnete die bundesweite Einführung der Maskenpflicht als „unkoordinierte Beschlusslage“. So hätte alle paar Minuten ein weiteres Bundesland die Neuigkeit verkündet. Aus diesem Grund hätten sich NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gemeinsam geeinigt.

Laschet mahne jedoch auch. „Das Wichtigste ist und bleibt Abstand halten. Eine Maske darf keine falsche Sicherheit erzeugen. Die Maske ist nur ein Hilfsmittel. Entscheidend ist der Abstand“, sagte der Ministerpräsident.

Coronavirus in NRW: Ermittlungen wegen Soforthilfen

Update vom 22. April, 13.55 Uhr: Die Staatsanwaltschaften Essen und Duisburg ermitteln wegen Betrugsverdachts im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen für Selbstständige und Kleinunternehmer in Nordrhein-Westfalen. Laut Informationen der Essener Oberstaatsanwältin Anette Milk würden dort derzeit ein Dutzend Fälle geprüft. Die Ermittler gingen dem Verdacht des Subventionsbetrugs nach. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt nach Angaben einer Sprecherin derzeit in acht Fällen

Coronavirus in NRW: Maskenpflicht gilt ab kommenden Montag - Laschet drängt auf weitere Lockerungen

Update vom 22. April, 12.09 Uhr: Wie am Mittwoch bekannt wurde, will nun auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen eine Maskenpflicht einführen. Vom Montag an ist das Tragen einer Maske beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen verpflichtend, teilte die Landesregierung am Mittwoch mit.

Update vom 22. April, 10.40 Uhr: Am Vorgehen der Düsseldorfer Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gibt es kurz vor der teilweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag weiter Kritik. So mahnte der Geschäftsführer des Städtetags NRW, Helmut Dedy, laut einem Bericht der Rheinischen Post, dass es immer noch offene Fragen gebe, welche die Schulträger, Schulleitungen, Schüler und Eltern verunsicherten. 

Mit Blick auf die Corona-Schutzmaßnahmen sagte Dedy: „ Wir müssen beispielsweise auch wissen, wie viele Kinder in einem Standardklassenraum gleichzeitig unterrichtet werden dürfen. Für ihn stellt sich zudem die Frage, wie sich die Mindestabstände bei laufendem Schulbetrieb einhalten ließen. Auch passe es nicht zusammen, dass mehr Familien in Nordrhein-Westfalen Anspruch auf Notbetreuung ihrer Grundschüler hätten, zugleich aber die Notbetreuung zeitlich zurückgefahren und nicht mehr für das Wochenende gelten solle. 

Update vom 22. April, 8.22 Uhr: Bereits im Mai will Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in die Wege leiten. Doch laut einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur, die sich auf Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) bezieht, ist NRW nach wie vor eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Bundesländer. So wurden bis Dienstagabend mehr als 29.300 Infektionen sowie mindestens 895 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert. 

Indes wird in Deutschland ein Impfstoff bereits an Menschen getestet. Die Drogeriekette dm warnt unterdessen vehement vor einer bestimmten Lösung für einen Atemschutz.

Coronavirus in NRW: Laschet will im Mai weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen

Update vom 21. April, 22.20 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will bereits im Mai weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie. Das kündigte der CDU-Politiker im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) an.

Bund und Länder sollten sich bei ihrem nächsten Treffen am 30. April darauf einigen, erklärte er. Zwar wisse man dann noch nicht, wie die bereits beschlossenen Lockerungen sich auswirkten. 

„Ich glaube trotzdem, dass man noch einmal über ein paar weitere Maßnahmen nachdenken muss“, sagte der 59-Jährige.

Was für Lockerungen? Der Ministerpräsident nannte Sportangebote für Jugendliche: „Wenn die Jugendlichen jetzt alle in Shopping-Malls gehen oder sich in Parks treffen, statt auf den Sportplatz zu gehen, ist das ja auch nicht Sinn der Sache.“

Coronavirus in NRW: Ikea will seine Filialen wieder öffnen

Update vom 21. April, 12.57 Uhr: Die Möbelkette Ikea will ihre Filialen in Nordrhein-Westfalen ab Mittwoch wieder öffnen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, habe man für die Wiedereröffnung ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt - eingehalten wird dieses jedoch nicht immer.

Zwar dürfen in dem Bundesland bereits seit Montag Einrichtungshäuser mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern öffnen. Ikea wollte allerdings zuerst Vorkehrungen für den Gesundheitsschutz treffen.

In NRW öffnen am Mittwoch alle elf Ikea-Filialen wieder ihre Tore - dank einer Sonderregelung des Landes. (Symbolbild)

Andere Möbelhäuser hatten in NRW hingegen gestern schon auf. Die schwedische Kette betreibt im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands insgesamt elf Filialen. „Um einen Ansturm zu Beginn möglichst zu vermeiden, bitten wir darum, die ersten Tage nach der Öffnung zurückhaltend zu nutzen“, sagte Dennis Balslev, Geschäftsführer von Ikea Deutschland. Demnach sollen Kunden möglichst alleine oder mit maximal einer weiteren Person in die Filialen kommen. Ikea empfiehlt den Kunden zudem das Tragen eines Mundschutzes in den Möbelhäusern. 

Unterdessen sorgte bei Twitter ein vermeintlich von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stammender Post für Verwirrung. Dabei ging es um eine mögliche Ausrichtung des diesjährigen Oktoberfestes in Nordrhein-Westfalen*. Zuvor gaben der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am Dienstagmorgen bekannt, dass die Wiesn wegen der Corona-Krise dieses Jahr ausfallen muss*. 

Coronavirus in NRW: Dank Laschets Sonderweg kann nun auch Ikea wieder öffnen

Die Fläche der Möbelhäuser bei Ikea ist Angaben des Unternehmens zufolge zwar teilweise rund 30 mal so groß wie die maximal 800 Quadratmeter, auf denen die Wiedereröffnung erlaubt wurde. Doch mit einer Sondererlaubnis für Möbelhäuser und Babyfachmärkte beschreitet NRW einen eigenen Weg, der deutlich über die Vorgaben des Bundes hinausgeht. 

Update vom 21. April, 12.14 Uhr: Nun veröffentlichte die Deutsche Presse-Agentur erneut die aktuellen Coronavirus-Zahlen für das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort wurden bislang mehr als 28.900 Corona-Infektionen und mindestens 857 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert. Das Land veröffentlicht seit Montag nur noch die Fallzahlen, die dem Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet werden. 

Derzeit liegt NRW damit weiterhin hinter Bayern (38.200 bestätigte Infektionen und 1299 Todesfällen). In Bezug auf die Todesfälle infolge von Covid-19 ist NRW das am drittstärksten betroffene deutsche Bundesland. Stärker ist dahingehend Baden-Württemberg mit mindestens 1014 Toten betroffen. NRW verzeichnet allerdings etwa 400 Corona-Infektionen mehr als Baden-Württemberg, wo aktuell 28.500 Infizierte gemeldet sind. Damit ist die Covid-19-Sterberate in NRW niedriger als in Baden-Württemberg.

Coronavirus in NRW: Landtagsfraktionen wollen auf turnusmäßige Diätenerhöhung verzichten

Update vom 21. April, 9.22 Uhr: Inmitten der Corona-Krise wollen die großen Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag dieses Jahr auf ihre turnusmäßige Diätenerhöhung verzichten und damit ein Zeichen setzen. So wolle man sich solidarisch zeigen mit den Menschen im Land, die um ihre Existenzen bangen, heißt es laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einem gemeinsamen Gesetzesentwurf von CDU, SPD, FDP und den Grünen

Das Land würde damit dem Vernehmen nach etwa 500.000 Euro sparen. Mit dem gemeinsamen Gesetzesentwurf, der an diesem Dienstag in den Fraktionen beraten werden soll, kommen CDU, SPD, FDP und Grüne der AfD zuvor. Letztere will einen eigenen Entwurf in den Landtag einbringen. Zuvor hatte die Rheinische Post über die geplante Aussetzung der Diätenanpassung berichtet.

Voraussichtlich in dieser Woche wird zudem der Bundestag einen von allen Fraktionen befürworteten Verzicht auf die diesjährige Erhöhung der Abgeordnetendiäten auf den Weg bringen. Vertreter von Union, FDP und Grünen hatten sich dafür in der vergangenen Woche ausgesprochen. Und auch die anderen Fraktionen erklärten, dass die automatische Erhöhung angesichts der Corona-Krise dieses Jahr ausfallen solle. 

Coronavirus in NRW: Erfassung von Corona-Fällen verändert 

Update vom 20. April, 17.17 Uhr: In NRW sind aktuell 28.935 Coronavirus-Fälle registriert (Stand 20. April, 17 Uhr) meldet das Gesundheitsministerium. 857 Menschen starben in Verbindung mit einer Covid-19-Infektion. 18.234 gelten als genesen. Die Angaben stammen vom Landesinstitut Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW), das diese auch an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelt. Zum Stichtag 20. April hat NRW die Erfassung der Zahlen vereinheitlicht, um die Kommunen zu entlasten.

Coronavirus in NRW: Nächste Stadt führt Maskenpflicht ein

Update vom 20. April, 15.20 Uhr: Nach der Stadt Dorsten führt
auch Münster eine Maskenpflicht ein. Sie soll ab nächsten Montag (27. April) in Geschäften, auf Märkten, in Bussen und in öffentlichen Bereichen der städtischen Verwaltungsgebäude gelten, sagte eine Sprecherin der Stadt Münster am Montag. Der Krisenstab habe sich dazu entschieden, weil seit der Wiederöffnung kleinerer Läden mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs seien. 

Wer gegen die Maskenpflicht verstoße, der dürfe aus Geschäften oder Bussen verwiesen werden, sagte die Sprecherin. Bußgelder seien zunächst nicht vorgesehen. Ab kommender Woche gilt auch in Bayern* und in Mecklenburg-Vorpommern wie schon in Sachsen eine Maskenpflicht.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat bislang eine Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nase-Schutz abgelehnt. Er setze auf Freiwilligkeit, hatte er betont.

Coronavirus in NRW: So verteidigt Laschet unter anderem die Öffnung von Möbelhäusern

Update vom 20. April, 12.46 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die weitergehenden Lockerungen in seinem Bundesland nach der scharfen Kritik von Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) verteidigt. Nordrhein-Westfalen sei das Land der Küchenbauer, sagte Laschet am Montag nach Angaben von Teilnehmern in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums am Montag. Von anderen Teilnehmern hieß es zudem aber auch, Laschet habe Merkel grundsätzlich unterstützt.

Coronavirus in NRW: Viele Geschäfte sind seit Montag wieder offen

Update vom 20. April, 9.36 Uhr: Viele Geschäfte in NRW dürfen am Montag (20. April) wieder öffnen. Hier finden Sie die neuen Coronavirus-Regeln in Deutschland

  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen wieder öffnen. In Nordrhein-Westfalen zusätzlich auch Kfz-Händler, Fahrradhändler, Buchhändler, Einrichtungshäuser und Baby-Fachmärkte unter bestimmten Auflagen öffnen. 
  • Einkaufszentren, Shopping Malls und vergleichbare Einrichtungen dürfen, wie auf der NRW-Webseite zu lesen ist, öffnen, damit die Geschäfte, die darin liegen und öffnen dürfen, aufgesucht werden können. Auch die Gastronomie darf für den „Außer-Haus-Verkauf“ geöffnet sein. Aber: Der Verzehr von Speisen und Getränken ist im gesamten Einkaufszentrum untersagt.
  • Auch Schulen in NRW sind ab dem 20. April jedenfalls für Lehrkräfte und Schulleitung wieder geöffnet. Ab dem 23. April soll der Schulbetrieb schrittweise wieder aufgenommen werden. Dafür müssen jedoch Hygiene-Vorgaben umgesetzt werden. Prüfungen sollen stattfinden. Ab dem 4. Mai sollen dann auch die Grundschulen ihren Schulbetrieb wiederaufnehmen, sollte die Entwicklung der Infektionsraten dies zulassen. Die Abiturprüfungen sollen am 12. Mai beginnen. 
  • Trotz aller Lockerungen gilt das Kontaktverbot jedoch weiterhin bis zum 3. Mai. Das Picknicken und das Grillen auf öffentlichen Plätzen oder Anlagen sind weiterhin untersagt.
  • Weiterhin bleiben in NRW viele Einrichtungen wie Bars, Theater, Kino und Amüsierbetriebe geschlossen. Das gilt unter anderem auch für Friseure, Fitness-Studios sowie Sport und Bolzplätze. Allerdings sollen sich Friseurbetriebe auf eine Öffnung (4. Mai) unter strengen Hygieneregeln vorbereiten, heißt es. 

Coronavirus in NRW: Laschet schwer in der Kritik - Schüler nur „Testobjekt“?

Update vom 19. April, 22.35 Uhr: Wegen des Planes, die Schulen in Nordrhein-Westfalen langsam wieder zu öffnen, muss sich Armin Laschet Kritik gefallen lassen. „Ich glaube, dass Herr Laschet tatsächlich die Schüler so ein bisschen als Testobjekt benutzt“, griff der junge SPD-Politiker Dario Schramm den Landesvater im ZDF-Magazin „Berlin direkt“ an. Dies dürfe „in keiner Weise passieren“.

Schramm ist Referent bei der Bundesschülerkonferenz und geht in die zwölfte Klasse. Der 19-Jährige bezweifelt, dass seine Schule ausreichende Schutzmaßnahmen ergreifen könne. Seiner Erfahrung nach sei auf der Toilette „die Seife um elf Uhr wirklich alle“. Zudem sei die Angst unter den Schülern groß.

Schramm hat eine Online-Petition ins Leben gerufen. Darin wird ein „Durchschnittsabitur“ auf Basis der Vornoten sowie eine Schulöffnung erst Ende Mai gefordert. Diese wird bislang von mehr als 9400 Menschen unterstützt.

Update vom 19. April, 14.51 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Gotteshäuser wie Kirchen, Synagogen und Moscheen möglichst bald wieder zu öffnen. „Wenn man Läden öffnet, darf man auch in Kirchen beten“, sagte Laschet am Sonntag im Deutschlandfunk. Es sei eine massive Einschränkung der Grundrechte, dass sich Menschen nicht zu Gottesdiensten treffen dürften, sagte der CDU-Politiker weiter. Diese müsse man jeden Tag aufs Neue begründen. Von Montag an dürfen vielerorts kleinere Geschäfte sowie Auto- und Möbelhäuser wieder die Türen öffnen. 

Update vom 19. April, 13.15 Uhr: Es knirscht immer lauter in Bayerns Koalition. Die Freien Wähler fordern von Ministerpräsident Markus Söder eine sofortige Maskenpflicht - und das ist noch nicht alles.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

Update vom 19. April, 11.42 Uhr: In Nordrhein-Westfalen wurden bis Sonntagvormittag mehr als 29.100 Coronavirus-Infektionen und mindestens 862 Corona-Todesfälle registriert. Damit ist das Bundesland hinter Bayern und neben Baden-Württemberg nach wie vor innerhalb Deutschlands mit am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen. 

Die aktuellen Zahlen sind Teil einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur. Sie bezieht sich auf die bestätigten Corona-Fälle, die beim Robert-Koch-Institut gemeldet wurden. Neben den aktuellen Corona-Zahlen teilte das RKI in seiner letzten Pressekonferenz wiederholt mit, dass es äußerst wichtig ist, die Reproduktionszahl der Corona-Infektionen unter 1 zu halten. Was das genau bedeutet und warum die Kennzahl ein entscheidender Faktor im Kampf gegen Corona ist, lesen Sie ebenfalls bei Merkur.de*.

Corona in NRW: Sitzen bleiben wird wegen Corona-Krise vorerst abgeschafft

Update vom 18. April, 18.46 Uhr: Hessen hat es vorgemacht, bald soll NRW nach ziehen. Im von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) regiertem Bundesland wurde das Sitzenbleiben abgeschafft. Schülerinnen und Schüler in Hessen müssen während der Corona-Krise also nicht um ihre Versetzung in das nächste Schuljahr bangen. In Nordrhein-Westfalen könnte bald ähnliche Regelungen bekannt gegeben werden. 

Geht es nach der Opposition um Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sollen auch in NRW Schülerinnen und Schüler grundsätzlich ins nächste Schuljahr versetzt werden.

Bezogen auf Prüflinge erklärte die FDP-Politikerin zudem, dass Kinder, die vor Abschlussprüfungen stehen, wieder zur Schule gehen können - es jedoch nicht zwingend müssen. Das Angebot beruhe auf Freiwilligkeit. 

„Für den absoluten Notfall“ werde das Bundesland darüber hinaus auch schulrechtliche Vorkehrungen für ein Abitur 2020 ohne Abschlussprüfungen treffen, wie Gebauer erklärte.

Die Schulministerin gab außerdem Auskunft über den Umgang mit Lehrkräften sowie der generellen Einordnung für die Grundschulen des Landes, wie wa.de* berichtet.

Corona in NRW: Onlineantragsverfahren für Corona-Hilfen trotz Betrug wieder angelaufen

Update vom 17.April 19.10 Uhr: Gleich mehrere Bundesländer melden Fälle von Betrug mit staatlichen Corona-Soforthilfen. Nach Nordrhein-Westfalen und Hamburg berichteten am Freitag auch Berlin, Sachsen und Bremen von solchen Fällen. Verdachtsmomente auf versuchten Betrug gibt es laut dem nordrhein-westfälischen Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) zudem in Bayern und Baden-Württemberg. Die Betrüger versuchen meist, über gefälschte Webseiten Daten für Anträge auf Soforthilfen abzugreifen.

Dennoch ist in NRW das Onlineantragsverfahren auf Corona-Hilfen für kleine und mittlere Unternehmer wieder angelaufen, wie Wirtschaftsminister Pinkwart am Freitag erklärte. Um sich in Zukunft besser gegen Betrüger schützen zu können, sei eine "Sicherheitsschleife" im Antragssystem aktiviert worden. 

Corona in NRW: Bisher noch kein Geld an Betrüger geflossen

Demnach werden fortan die von den Firmen für die Zahlung angegebenen Iban-Nummern mit denjenigen Kontonummern der Antragsteller abgeglichen, die den Finanzämtern vorliegen. Die Landesregierung stuft dies als probates Mittel im Kampf gegen die Betrüger ein. Pinkwart bezeichnete die Maßnahme sogar als „sichersten Weg.“

Zudem versicherte er, dass die NRW-Regierung "alle Hebel nutzen“ werde, damit das Geld der Steuerzahler ausschließlich bei wirklich Betroffenen lande. Dem Minister zufolge gingen bislang 576 Anzeigen bei der NRW-Polizei wegen Fakeseiten ein. Geld sei in diesen Fällen bisher jedoch nicht geflossen, so Pinkwart. 

Corona in NRW: Galeria Karstadt Kaufhof klagt gegen Laschets Sonderregelung - Ehemann (82) mit rührender Aktion

Erstmeldung vom 17.April: Essen/Moers - Um das Coronavirus weiter eindämmen zu können, treten ab Montag bereits die nächsten Beschränkungen in NRW in Kraft. So gelten beispielsweise neue Vorgaben für den Einzelhandel, durch die nur Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder unter bestimmten Sicherheitsauflagen öffnen dürfen.

Coronavirus in NRW: Kaufhauskette klagt nun gegen Sonderregel 

Die Essener Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat Klage gegen die Sonderregeln des Landes Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise eingereicht. Das Unternehmen wende sich in einem Eilverfahren gegen die Coronaschutz-Verordnung, teilte das Oberverwaltungsgericht des Landes am Freitag in Münster mit. Das Land hat Gelegenheit, dazu Stellung zu beziehen. Eine Entscheidung soll in dieser Woche nach Angaben des Gerichts nicht mehr fallen.

Grund der Klage: obwohl große Kaufhäuser wie Karstadt und Kaufhof demnach weiter geschlossen bleiben, hat das Land Nordrhein-Westfalen einen Sonderweg eingeschlagen: Es erlaubt zusätzlich die Öffnung von Möbelhäusern - darunter auch die der großen Kette Ikea - sowie von Babyfachmärkten. Mehrere Handelsketten und Verbände hatten bereits kritisiert, dadurch entstehe eine willkürliche Wettbewerbsverzerrung.

Corona in NRW: 82-Jähriger mit emotionaler Aktion 

Währenddessen rührt ein 82-jähriger Mann aus NRW mit einer emotionalen Aktion zu Tränen. Wie die Rheinische Post berichtet, besuche Alfred Schroeter täglich seine todkranke Frau im Krankenhaus in Moers. Da der 82-Jährige sie täglich jedoch nur für eine Stunde besuchen dürfe, musiziere er zusätzlich jeden Tag im Garten des Krankenhauses. 

Mit seiner Trompete sorge Alfred Schroeter täglich für gute Stimmung, eine Kliniksprecherin erklärte gegenüber dem Portal: „Auch die anderen Patienten freuen sich über die musikalische Einlage.“ Demnach würden die anderen Patienten am Fenster lauschen und ihm nach der Vorstellung applaudieren. Die 83-jährige Ehefrau des Trompeters befinde sich auf der Palliativstation des Krankenhauses. 

Können wir im Sommer wieder in den Urlaub fahren? Heiko Maas äußert sich zu den Urlaubsplänen mit einer eindeutigen Einschätzung. In Baden-Württemberg wird die Entscheidung der Landesregierung bezüglich der Schulöffnung stark kritisiert

In Italien denkt man unterdessen über die Lockerung der Corona-Maßnahmen nach. Das droht Italien zu spalten.*

Einen ganz anderen Weg wählte Schweden - ein Epidemiologe stellt jetzt den (seiner Ansicht nach) einzigen Unterschied zu Deutschland heraus, wenn man das Ergebnis betrachtet. Gegenteilig äußert sich eine Virologin - nur länger aufrechterhaltene Maßnahmen können eine zweite Welle verhindern, sagt sie. Undzeigt einen anderen Ausweg auf.

In Bayern herrscht ebenfalls Maskenpflicht - Markus Söder spricht derweil über weitergehende Lockerungen. Auch über den Fahrplan der Wirtschaft und den Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Verordnung zum Mundschutz äußert sich der CSU-Chef.

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