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Verbot ignoriert und Strafe kassiert: Mann aus Bayern entscheidend für Geschichte des Glühweins

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Von: Katarina Amtmann

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Glühwein
Die Geschichte des Glühweins geht Jahrtausende zurück. © IMAGO / Andreas Berheide

Glühwein entstand schon vor Jahrtausenden, doch ein Mann aus Bayern veränderte die Geschichte des beliebten Wintergetränks.

München - Weihnachten rückt näher. In Bayern wurde es im November in weiten Teilen winterlich, Schnee bedeckte die Landschaft. Im Freistaat eröffnen auch so langsam die Weihnachtsmärkte, wie beispielsweise die Waldweihnacht in Erlangen oder der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt.

Glühwein gibt es seit Jahrtausenden - aber erst seit Jahrzehnten in Flaschen zu kaufen

Zum richtigen Weihnachtsmarktgefühl gehört für viele ein schön heißer Glühwein. Die Entstehungsgeschichte des Getränks dürften aber wohl die wenigsten kennen. Die Geschichte geht zwar Jahrtausende zurück, den Verkauf in Flaschen gibt es aber erst seit ein paar Jahrzehnten. Und für letzteren ist ein Mann aus Bayern verantwortlich, der sich über ein Verbot hinwegsetzte. Diese kuriose Entstehungsgeschichte postet der Account „Verrückte Geschichte“ auf Twitter.

Twitter-Account „Verrückte Geschichte“

Hinter dem Account steckt Joachim Telgenbüscher

Er bezeichnet sich dort als Historiker, Journalist, Blogger, Radfahrer und Nerd

Er ist Journalist bei der Geo Epoche

Telgenbüscher war mehrmals Kandidat bei Quizshows, unter anderem bei Wer wird Millionär, beim Quizduell oder beim ZDF-Superchampion 

Augsburger füllt Glühwein 1956 in Flaschen ab - und verstößt dabei gegen ein Gesetz

Die Glühwein-Geschichte passierte im Jahr 1956. „In seiner Augsburger Weinkellerei begeht Rudolf Kunzmann einen Gesetzesverstoß. Er mischt Gewürze, Zucker und Wein, füllt das Ganze in Flaschen und verkauft es als Glühwein“, postet der Account „Verrückte Geschichte“ auf Twitter. „Da Zucker laut Weingesetz als Zutat verboten ist, muss der Glühwein-Pionier K. eine Geldstrafe zahlen.“ Auch die Seite Kitchenstories oder die Weinkellerei Kunzmann selbst berichten über die Anekdote.

Offenbar ist Joachim Telgenbüscher, der Mann hinter dem „Verrückte Geschichte“-Account, kein Glühwein-Fan, denn er fügt an: „Glühwein bleibt natürlich trotz Gesetzesänderung ein Verbrechen.“

Glühwein-Geschichte sorgt auf Twitter für Lacher

„Schräg. Wenn man altes Bibelzeugs liest, war es da ganz normal, den Wein zu würzen“, kommentiert jemand. „Mittelalter und weit darüber hinaus auch. Wenn man weiß, wo damals überall ‚Wein‘ angebaut wurde, dann weiß man auch, warum das notwendig war. Grenze zum Essig war denke ich fließend“, antwortet jemand zu einem Lach-Smiley.

Video: Die Entstehung des Glühweins

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Glühwein: „Die Plörre sollte heute noch unter Strafe stehen“

„Für den meisten Glühwein, der einem feilgeboten wird, sollte man heute noch Strafe zahlen“, scherzt eine Person in den Kommentaren. Das sieht ein weiterer Twitter-Nutzer ganz ähnlich. „Es war nicht alles schlecht früher... die Plörre sollte heute noch unter Strafe stehen.“ Und eine dritte Person wünscht sich: „Hätte man damals nur durchgegriffen...“ (kam)

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