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Lauterbach nennt neue Impf-Infos und nimmt Länder in die Pflicht – Wieler mit Fünf-Punkte-Plan

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Von: Marcus Giebel, Victoria Krumbeck

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Das Coronavirus geriet bei all den neuen Herausforderungen etwas in Vergessenheit. Dem wollen Karl Lauterbach und Robert Wieler entgegentreten. Sie informieren über die aktuelle Lage rund um Covid-19.

Update vom 30. September, 11.13 Uhr: Die Pressekonferenz zur Einschätzung der Corona-Lage von Gesundheitsminister Lauterbach und RKI-Präsident Wieler ist beendet. Beide erklärten, dass Deutschland auf einen Corona-Herbst und Winter gut vorbereitet ist. Sie stellten neue und weitere Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung vor. Einen großen Teil macht dabei die vierte Impfung aus, die vor schweren Verläufen schützt. Der Minister und RKI-Präsident gehen dennoch von hohen und vierstelligen Infektionszahlen im Herbst und Winter aus.

Update vom 30. September, 11.11 Uhr: Die aktuellen Krisen haben keine großen Auswirkungen auf die Pandemie. „Wir müssen verhindern, dass die Bevölkerung mit Krisen überwältigt wird“, sagt Lauterbach. Die Energiekrise und Inflationskrise seien gut im Griff. Wieler ergänzt, dass man in die neue Welle „beruhigt“ reingehen könne. „Es wird kein leichter Winter“, so der RKI-Präsident. Trotz der vielen Krisen gehen Lauterbach und Wieler davon aus, dass die Bevölkerung gut durch den Corona-Winter kommt.

Eine Einschätzung zu der Corona-Lage im Herbst und Winter gaben RKI-Präsident Lothar Wieler und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
RKI-Präsident Lothar Wieler und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). © Wolfgang Kumm/dpa

Update vom 30. September, 10.58 Uhr: Lauterbach erklärt, dass die angepassten Impfstoffe an BA 5 fünfmal mehr Antikörpern bilden als die herkömmlichen Impfstoffe. Sie schützen daher besser. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Lauterbach. Das Virus wird nicht in den Vordergrund rücken. Dennoch werden vierstellige Infektionszahlen erwartet. „Wir sind besser vorbereitet als im letzten Herbst“, so der Minister.

Corona-Pressekonferenz: Lauterbach und Wieler werben für Impfung

Update vom 30. September, 10.47 Uhr: Die vierte Impfung, die an die neuen Covid-Varianten angepasst wurde, kann laut Lauterbach für eine kurze Zeit auch vor einer Ansteckung schützen. Wieler ergänzt, dass das Ziel der Impfung der Schutz eines schweren Verlaufes ist. Der RKI-Präsident ordnet die aktuelle Corona-Lage als „stabil“ ein.

Update vom 30. September, 10.39 Uhr: Der Gesundheitsminister schätzt Deutschland als „vorsichtiger“ ein im Vergleich zu den Maßnahmen anderer Staaten. Lauterbach geht von einer Rezession aus, die auch dadurch befördert werden kann, dass mehr Menschen an dem Corona-Virus erkranken und somit nicht ihrer Arbeit folgen können.

Update vom 30. September, 10.30 Uhr: Lauterbach schätzt die Dunkel-Ziffer der Coronainfektionen auf etwa dreimal so hoch ein. Auch Wieler schätzt die Dunkelziffer zwei bis dreimal höher ein. Dies liegt auch daran, dass immer weniger Menschen einen PCR-Test machen. Die Dunkelziffer kann aber auch wieder zurückgehen, so der Minister.

Coronavirus im Herbst - RKI erklärt Schutzmaßnahmen

Update vom 30. September, 10.20 Uhr: Wieler erklärt fünf Maßnahmen, wie man sich vor einer Infektion schützen kann. Trotz Energiekrise sollte weiterhin regelmäßig gelüftet werden. Wenn man Krankheitssymptome hat, sollte man zu Hause bleiben und den Kontakt mit anderen Menschen meiden. Wenn sich die Corona-Symptome verschlimmern, kann man zu Medikamenten wie Paxlovid greifen. Das RKI empfiehlt weiterhin das Tragen der Maske in Innenräumen. Als fünfte Maßnahme erwähnte Wieler die Impfung. Dabei sollten sich die Menschen auch gegen Grippe impfen lassen.

Update vom 30. September, 10.17 Uhr: Das Corona-Virus ist nur die zweithäufigste Atemwegserkrankung, wie Wieler erklärt. Die Inzidenzen sind wieder gestiegen. Von Covid-19 sind momentan besonders die mittleren Altersgruppen betroffen. „Wir müssen das Virus weiterhin ernst nehmen“, sagt der RKI-Präsident. Die meisten Infektionen verlaufen zwar mild, könnten aber bei Risikogruppen weiterhin zu Todesfällen führen. Ein „milder Verlauf“ bedeutet nur, dass man nicht ins Krankenhaus muss, wie Wieler erläutert.

Corona-Welle im Herbst - Lauterbach kündigt Maßnahmen zur Bekämpfung an

Update vom 30. September, 10.12 Uhr: Lauterbach appelliert an die Länder, Maßnahmen schnell umzusetzen. Ein Pandemie-Radar hilft bei der Einschätzung der Ausbreitung des Virus. Auf der RKI-Seite kann dieses Radar abgerufen werden. Die vierte Impfung reduziert bei einer Person, die schon drei Mal geimpft wurde, das Risiko eines schweren Verlaufes um 90 Prozent, wie der Gesundheitsminister erklärt. Lauterbach warnt davor, dass wir vor einer neuen Welle stehen.

Update vom 30. September, 10.07 Uhr: Lauterbach kündigte vier Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus an. Eine neue Impfkampagne soll bei der Bekämpfung des Corona-Virus helfen. Auch das Medikament Paxlovid sei bei der Bekämpfung wichtig. Die medikamentöse Behandlung einer Corona-Infektion sei „deutlich“ besser. Das Infektionsschutzgesetz gehört ebenfalls zu den Maßnahmen.

Update vom 30. September, 10.03 Uhr: Lauterbach und Wieler informieren jetzt über die aktuelle Corona-Lage. Der Gesundheitsminister betont, dass Corona momentan nicht im Fokus der Nachrichten steht. Dennoch befindet sich Deutschland am Anfang einer Herbst- und Winter-Welle. Auch andere Staaten registrieren höhere Infektionszahlen. Der R-Wert beträgt momentan 1,4.

Update vom 30. September, 09.50 Uhr: Die Bundespressekonferenz von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), zur aktuellen Corona-Lage findet um 10.00 Uhr in Berlin statt. Wir informieren live über die Ergebnisse der Pressekonferenz.

Corona-Gefahr gebannt? Lauterbach und Wieler geben Auskunft - neue positive Infos zur Impfwirksamkeit

München - Der Herbst hat in diesem Jahr wirklich keine Zeit verloren, um sich in Deutschland breit zu machen. Teilweise weht sogar schon ein Hauch von Winter durch das Land. Und der wird bekanntlich einen Verbund nie gekannter Herausforderungen mit sich bringen. Vor allem die Energiekrise, und mit ihr die Inflation. Obendrein die Frage, wie sich der Ukraine-Krieg entwickeln wird und welche vielleicht noch gar nicht absehbaren Folgen damit noch auf Europa zukommen werden.

Bei all diesen Themen gerät beinahe in Vergessenheit, dass der dritte Corona-Winter ins Haus steht. Die Sinne für die noch immer nicht ganz überwundene Gefahr durch das Virus zu schärfen, haben sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), zur Aufgabe gemacht. Die beiden Gesundheitsexperten klären an diesem Freitag ab 10 Uhr in einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage bezüglich Corona auf. Ob sie dann auch warnend den Zeigefinger erheben mit Blick auf die sprunghaft angestiegene Inzidenz in München in Zeiten der Wiesn?

Video: Corona und Co. - die neuen Regeln ab Oktober

Corona in Deutschland: Laut RKI stagniert Impfquote weitgehend - nur eine Ausnahme

Sicher ist mit neuen Warnhinweisen vor Leichtsinn im Umgang mit Infektionen ebenso zu rechnen wie mit den Verweisen auf diverse Studien rund um die Pandemie. Der am Donnerstag veröffentlichte aktuelle Monatsbericht des RKI zu Covid-19 stellt unter anderem fest, dass die Impfquote seit Wochen weitgehend stagniert. Bis zum Sonntag, den 25. September, wurden hierzulande offiziell knapp 185,4 Millionen Impfungen gegen das Virus verabreicht. Derzeit lasse sich „nur für die 2. Auffrischungsimpfung in der Bevölkerung ab 60 Jahren ein relevanter Zuwachs beobachten“.

Im Hinblick auf Bewohner und Gäste von Langzeitpflegeeinrichtungen gebe es hier lediglich einen langsamen Anstieg zu verzeichnen. Dabei empfiehlt das RKI, diese gefährdeten Personengruppen im Zuge der saisonalen Influenza-Impfung auch gegen Covid-19 per Pieks zu immunisieren. Die „Inzidenz der Covid-19 bedingten Hospitalisierungen“ zeige, dass eine solche Auffrischungsimpfung auch in der aktuellen Omikronwelle „das Risiko für eine Hospitalisierung deutlich senken“ würde.

Interessant ist eine „Sonderauswertung zur Wirksamkeit der Impfung in Abhängigkeit vom Abstand zur letzten Impfung“. Demnach schütze die Auffrischungsimpfung auch nach über sechs Monaten „mit hoher Effektivität vor schweren Covid-19-Verläufen“. (mg/vk)

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