De Maizière: General Kneip war wohl nicht Anschlags-Ziel

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Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (l, CDU) steht am 26.03.2011 bei seinem Antrittsbesuch in Masar-i-Scharif in Afghanistan neben dem Kommandeur des Regionalkommandos Nord, Markus Kneip (r) am Ehrenhain beim Gedenken an die im Einsatz gefallenen Soldaten (Archivfoto).

Berlin - Der tödliche Anschlag in Nordafghanistan am Samstag galt nach Ansicht von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière afghanischen Zielen.

Das sagte der CDU-Politiker laut einem Bericht der Wochenzeitung “Die Zeit“ auf einem Diskussionsforum am Sonntag in Hamburg. Es gebe Hinweise, dass der deutsche General Markus Kneip, der bei dem Anschlag verletzt wurde, nicht das Ziel gewesen sei. Damit widersprach de Maizière anderslautenden Berichten.

Es spreche einiges dafür, dass “Uniformträger den Anschlag verübt haben“, sagte de Maizière laut dem Bericht weiter. Noch kenne man die Zahl der Attentäter nicht. Auch sei noch nicht klar, ob es sich um Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte gehandelt habe, oder um Täter, die sich als solche getarnt hätten.

Anschlag: Zwei deutsche Soldaten sterben

Anschlag: Zwei deutsche Soldaten sterben

Afghanische Sicherheitsleute stehen vor der verkohlten Fassade des Gouverneursitzes © dpa/ap
Afghanische Sicherheitsleute stehen vor der verkohlten Fassade des Gouverneursitzes © dpa/ap
Afghanische Sicherheitsleute stehen vor dem Sitz des Gouverneurs, während drinnen Rauchschwaden aufsteigen © dpa/ap
Afghanische Sicherheitsleute stehen vor der verkohlten Fassade des Gouverneursitzes © dpa/ap
Afghanische Sicherheitsleute stehen vor der verkohlten Fassade des Gouverneursitzes © dpa/ap
Verwandte eilen einem Verwundetem im Krankenhaus zur Seite © dpa/ap
General Mohammed Daud Daud (2 v.l.) und der deutsche General Markus Kneip schütteln sich die Hände (Archivbild) © dpa/ap
Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU, l.) steht am Samstag (28.05.11) in Berlin bei einem Pressestatement zum Tod von zwei deutschen Soldaten in Afghanistan neben Generalleutnant Rainer Glatz. © dpa/ap

Bei dem Selbstmordanschlag auf ein Treffen deutscher Militärvertreter mit afghanischen Repräsentanten am Samstag im Gouverneurssitz der Provinz Tachar in Talokan waren neben mehreren Einheimischen auch zwei deutsche Soldaten getötet worden. Letztere sollen am Montag nach Deutschland überführt werden.

Neben Kneip, dem Kommandeur der Internationalen Schutztruppe ISAF in Nordafghanistan, wurden vier weitere Bundeswehrsoldaten verletzt, unter ihnen eine Frau. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa, sie sei in einem “kritischen“ Zustand.

dapd/dpa

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