News-Ticker für den Freistaat

Bayern-Inzidenz leicht gestiegen - Söder hält Lockdown-Verlängerung über den Sommer hinaus für möglich

Die Inzidenz im Freistaat ist wieder leicht gestiegen. Ministerpräsident Söder hält eine Verlängerung des Lockdowns auch nach Juni für denkbar. Alle News im Ticker für Bayern.

  • München liegt seit sechs Tagen unter dem Corona*-Grenzwert von 100 (Sieben-Tage-Inzidenz*) (siehe Update vom 10. Mai, 6.23 Uhr).
  • Geht es nach Söder, könnte der Lockdown noch über den Sommer hinaus verlängert werden. (siehe Update vom 10. Mai, 6.23 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen erfahren Sie in unserem aktuellen Ticker für Bayern.

Update vom 10. Mai, 6.23 Uhr: Erstmals ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat wieder leicht gestiegen und liegt am Montag bei 119,5. Am Vortag war es 118,7. In den vergangenen 24 Stunden wurden 1232 neue Corona-Infektionen sowie sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Derzeit gibt es rund 42.600 aktive Corona-Fälle in Bayern, die Zahl der Genesenen liegt bei ca. 558.400. (Quelle RKI, 10.5., 3.11 Uhr)

Corona in Bayern: Landesweite Inzidenz steigt - doch in München fällt sie weiter rapide

Die Stadt Passau weist auch weiterhin den niedrigsten Inzidenzwert in ganz Bayern auf mit mit 24,6 (Vortag 26,5) auf, gefolgt von den Landkreisen Neustadt an der Waldnaab, der mit 34,9 auf dem exakt gleichen Niveau wie am Vortag verbleibt sowie dem ehemaligen Hotspot Tirschenreuth mit 48,6 (47,2), in dem die Inzidenz seit Tagen immer weider leicht ansteigt.

In der Landeshauptstadt München dagegen ist der Wert erneut rapide abgefallen. Lag er am Vortag noch bei 91,2 ist er nun bei 84,9. Somit dürfte den geplanten Lockerungen der Stadt ab Mittwoch nichts mehr im Wege stehen. Am Vortag hatte es Verwirrung gegeben, weil die Stadt zunächst angekündigt hatte, die Lockerungen bereits ab Dienstag umsetzen zu wollen. Dagegen stand aber die Aussage von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) der bereits vergangene Woche angekündigt hatte, dass es insgesamt zwei Tage Vorlauf brauche, um die Öffnungen abzusegnen und umzusetzen.

Corona in Bayern: Söder hält Verlängerung des Lockdown für möglich - und übt scharfe Kritik

Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich in einem Interview mit der Bild dahingehend, das er eine Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen auch über die bisherige Frist des 30. Juni hinaus nicht ausschließe. „Bloß, weil ein Gesetz endet, ist Corona nicht vorbei“, so Söder. Auch wenn die dritte Welle unter Kontrolle zu sein scheine, dürfe man sich nicht täuschen: „Wir sind noch nicht ganz über‘n Berg.“ Wie bereits in vorhergehenden Interviews verlangte Söder beim Thema Impfen mehr Tempo. Vor allem die Dauer bei der Umsetzung eines digitalen Impfausweises kritisierte er scharf. Deutschland sei zwar ein „super Technikland“, so Söder, aber „bei uns kommt der Zug halt immer zehn Minuten zu spät.“.

Update vom 9. Mai, 22.24 Uhr: Auch noch über ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie sitzen viele Schüler Tag für Tag zuhause im Distanzunterricht. Bis zu einer Inzidenz von 100, gibt es aktuell erst einmal keinen Präsenzunterricht. Ausnahmen gelten etwa für Grundschüler. In einem Interview mit Bild.de hat Markus Söder Schülern und Lehrern nun Hoffnung gemacht - zumindest im Hinblick auf das kommende Schuljahr.

Corona in Bayern: Söder macht Schülern und Lehrern Hoffnung - „Nächstes Schuljahr wird ein ganz anderes Schuljahr“

„Nächstes Schuljahr, wird ein ganz anderes Schuljahr“, stellte der Ministerpräsident klar. Hier spielte er vor allem auf Impfmöglichkeiten für Kinder an. Geht es nach Söder, soll es vor Beginn des nächsten Jahres geschlossene Gruppenimpfungen bei Schüler geben. „Das wäre dann Schule mit einem ganz anderen Sicherheitsfeeling. Da wäre dann viel mehr möglich“, so Söder

Update vom 9. Mai, 14.47 Uhr: Nun ist die Verwirrung komplett. Offenbar treten die München-Lockerungen für die Außengastronomie erst am Mittwoch in Kraft - obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz schon heute den fünften Tag in Folge unter der 100er-Marke liegt.

Hintergrund: Das Gesundheitsministerium fordert für die Erleichterungen zwei Tage „Karenz“; der Stadt München hätte einer bereits genügt. Damit hätten unter anderem Biergärten schon ab Dienstag öffnen dürfen.

Update vom 9. Mai, 11.23 Uhr: Seine Entscheidung in Bayern ab 21. Mai Öffnungen für Tourismusbetriebe und Hotels faktisch möglich zu machen, hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nun in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ verteidigt. Der bayerische Sonderweg, der in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 den Pfingsturlaub ermöglichen soll, sei demnach „auch für die Seele der Manschen“ besonders wichtig, so Söder. Schließlich habe man an Weihnachten und Ostern bereits auf Urlaub verzichten müssen. In welchen Regionen der Urlaub dann tatsächlich möglich sein wird, ist noch unklar. Bislang liegen noch weite Teile Bayern über der Inzidenz von 100 - die Tendenz ist jedoch nahezu überall fallend.

Corona im Freistaat: München steht vor Lockerungen der Maßnahmen - Inzidenz weiter fallend

Update vom 9. Mai, 7.30 Uhr: Grund zur Freude in München: Auch am fünften Tag in Folge weist das RKI (stand. 9. Mai, 3.12 Uhr) für die Landeshauptstadt einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von unter 100 aus. Mit 91,2 liegt der Wert zudem erneut niedriger als am Vortag (92,3). Für die Stadt München bedeutet dies, dass am morgigen Montag (10. Mai) die Verantwortlichen der Stadt München die Regel-Lockerungen der Corona-Maßnahmen verkünden werden, welche dann ab Dienstag (12. Mai) greifen. In München wurden insgesamt 164 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Zwei weitere Menschen starben an einer Covid19- Erkrankung.

Im gesamten Freistaat liegt die Inzidenz derzeit bei 118,7 und somit nur noch minimal über dem bundesweiten Durchschnitt von 118,6. In den vergangenen 24 Stunden wurden 2011 neue Corona-Infektionen und 20 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Den niedrigsten Inzidenzwert im Freistaat weist die Stadt Passau mit 26,5 auf, gefolgt von den Landkreisen Neustadt an der Waldnaab mit 34,9 und Tirschenreuth mit 47,2.

Update vom 8. Mai, 19.09 Uhr: Nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern im gesamten Freistaat sinken seit Tagen die Corona-Zahlen. Diese Entwicklung bringt erfreuliche Lockerungen mit sich: Bereits am Montag dürfen in den ersten Regionen Bayerns wieder Biergärten öffnen.

Corona-Lockerungen in Bayern: In einigen Regionen dürfen ab Montag Biergärten öffnen

In besagten Landkreisen und kreisfreien Städten liegt die Inzidenz stabil unter 100. Im Klartext bedeutet das: fünf Tage hintereinander. Danach sind zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen, am achten Tag darf geöffnet werden. In anderen Gegenden stehen diese Öffnungen kurz bevor. Eine Übersicht zu Biergarten-Öffnungen in Bayern gibt es hier.

Update vom 8. Mai, 14.55 Uhr: Die Landeshauptstadt hat die aktuellen Corona-Zahlen auf Twitter veröffentlicht. Neben der bereits bekannten Inzidenz von 92,3 (siehe Erstmeldung), erklärte die Stadt, dass kein neuer Todesfall hinzugekommen ist. Der Anteil der Mutationen liegt aktuell bei 91,7 Prozent. Stand Freitag (7. Mai) wurden 586.759 Impfungen durchgeführt (454.973 Erst- und 131.786 Zweitimpfungen). „Die Münchner Impfquote liegt damit, bezogen auf die impffähige Bevölkerung ab 16 Jahren, bei den Erstimpfungen bei 35,8 % und bei den Zweitimpfungen bei 10,4 % (Münchner Gesamtbevölkerung 30,7 % / 8,9 %).“ Das teilte die Stadt ebenfalls mit.

Sollte München am Sonntag unter dem Grenzwert von 100 liegen, sind ab Dienstag Lockerungen möglich. Bereits am Montag öffnen in einigen Kreisen und Städten Bayerns die Biergärten - doch wo genau? Einen Überblick finden Sie hier.*

Corona in Bayern: Holetschek appelliert an Impf-Ärzte

Update vom 8. Mai, 13.18 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek wünscht sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie die bestmögliche Ausnutzung der Impfstoffe ohne jegliche Verschwendung. „Es ist technisch und rechtlich möglich, je nach Hersteller eine siebte oder elfte Dosis aus den Impfstofffläschchen zu entnehmen“, wie der CSU-Politiker in München sagte. Auch der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, befürworte die vom Bundesgesundheitsministerium ebenfalls empfohlene Verwendung aller verfügbaren Impfdosen.

„Bei den Ärzten und in den bayerischen Impfzentren ist die Entnahme zusätzlicher Impfdosen ohnehin schon länger gelebte Praxis und bewährt sich täglich. Ich rufe die impfenden Einrichtungen auf, diese Möglichkeit weiter zu nutzen“, betonte Holetschek. Sorgen wegen einer veränderten Haftung ergäben sich für die impfenden Ärzte nicht, da diese schließlich bei jeder Dosis sicher sein müssten, dass sie die richtige Menge in den Spritzen aufgezogen hätten.

Corona-Impfungen in Bayern: Minister Holetschek will auf keinen Tropfen Impfstoff verzichten

Voraussetzung für die maximale Ausnutzung der Präparate sei es, dass die vom jeweiligen Hersteller geforderte Menge an Impfstoff vollständig und qualitätsgesichert aus einem Injektionsfläschchen entnommen werden könne. Dies müsse der impfende Arzt sicherstellen, so Holetschek weiter. „Wichtig ist auch: Der Impfstoff darf nicht aus mehreren Flaschen gemischt werden.“

Und weiter: „Impfenden Ärzte handeln verantwortungsvoll und fachlich versiert, und zwar unabhängig davon, ob es sich um die erste, dritte, sechste oder eventuell siebte oder elfte Spritze handelt. Das sind Fachleute, die wissen, was sie tun, und damit stellt sich die Frage nach rechtlichen Bedenken nicht.“

Für die Entnahme zusätzlicher Impfdosen - beim Präparat von Biontech/Pfizer gilt dies auch bereits für die Entnahme der sechsten Dosis - sind besondere Spritzen- und Kanülenkombinationen notwendig. Die Ärzte können diese laut Holetschek auf dem üblichen Weg über die Apotheken ordern. Bayern habe bereits für die Entnahme der sechsten Dosis seit Januar entsprechende Spritzen und Kanülen beschafft und an die Impfzentren ausgegeben - und damit die technische Machbarkeit geschaffen.

Corona-Inzidenz in München sinkt weiter: Lockerungen stehen bevor - andere Städte in Bayern öffnen bereits

Update vom 8. Mai, 10.47 Uhr: München steuert auf baldige Lockerungen zu. Die Inzidenz liegt seit vier Tagen unter dem Grenzwert von 100. Liegt die Landeshauptstadt auch am Sonntag darunter, winken ab Dienstag Öffnungen (siehe Erstmeldung). Einen Schritt weiter ist Passau. Die niederbayerische Stadt weißt am Samstag nach RKI-Angaben mit 20,8 die niedrigste Inzidenz in ganz Deutschland auf.

Wie die Drei-Flüsse-Stadt auf ihrer Website schreibt, hat die bayerische Staatsregierung am Freitagabend „das erforderliche Einvernehmen erteilt.“ Das heißt, die Stadt Passau kann in einer neuen Allgemeinverfügung weitere Öffnungsschritte definieren. Ab Montag (10. Mai) gilt deshalb: Die Öffnung der Außengastronomie ist erlaubt, Besucher müssen vorher einen Termin buchen, außerdem muss die Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden. „Sitzen an einem Tisch Personen aus zwei Hausständen (...), ist ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommener POC-Antigentest oder Selbsttest* oder ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus mit negativem Ergebnis der Tischgäste erforderlich.“

Corona-Inzidenz in München sinkt weiter: Lockerungen stehen bevor - Bayerns Ex-Hotspot öffnet Außen-Gastro

Erstmeldung vom 8. Mai, 9.10 Uhr: München - Gute Nachrichten für die Landeshauptstadt. Die Corona*-Lage in München scheint sich zu entspannen. Das Robert-Koch-Institut* meldet bereits den vierten Tag in Folge eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Am Samstag liegt sie demzufolge bei 92,3 (Vortag: 94,1). Damit rücken für München Lockerungen der Corona-Maßnahmen in greifbare Nähe. Denn: Liegt eine Stadt oder ein Kreis fünf Tage in Folge unter 100, gelten ab dem übernächsten Tag Lockerungen - also ab Dienstag, falls München den Wert auch am Sonntag unterschreitet.

Die Stadt bereitet für den Fall, dass die Inzidenz auch am Sonntag unter 100 liegt, eine Allgemeinverfügung vor, „damit ab Dienstag, 11.5. Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos wieder öffnen können und auch kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel wieder möglich ist.“ Das ist auf der Homepage der Stadt zu lesen.

Corona in Bayern: München-Inzidenz weiter unter 100 - Lockerungen in greifbarer Nähe?

Bald könnte in München also beispielsweise die nächtliche Ausgangssperre wegfallen. Außerdem hat die Regierung um Ministerpräsident Markus Söder Anfang der Woche weitere Öffnungsschritte verkündet - einen Überblick finden Sie hier*. Wohl von besonderem Interesse: Die Öffnung der Gastronomie. Bei einer stabilen Inzidenz unter 100 ist die Öffnung der Außengastronomie möglich.

Dabei ist zu beachten: Ein Kreis muss fünf Tage unter 100 liegen, dann folgen zwei Tage zur Verkündung und Vorbereitung und am insgesamt achten Tag könne die Außengastronomie dann geöffnet werden - allerdings nur mit Zustimmung des Gesundheitsministeriums, berichtet die Deutsche-Presse-Agentur. Dort muss die Erlaubnis der Öffnung beantragt werden.

Corona in Bayern: Ehemaliger Hotspot öffnet Außengastronomie

Vorgemacht hat es der Landkreis Tirschenreuth. War er von den ersten beiden Corona-Wellen noch schwer getroffen, öffnet dort am Montag die Außengastronomie. Bereits seit 14. April liegt die Inzidenz dort unter 100.

Corona-Regeln in Bayern - Das gilt für Schulen im Freistaat

Liegt die Inzidenz stabil unter 100 ist auch eine Öffnung von Theatern und Kinos möglich. Für Schulen gilt: Grundschulen bleiben künftig bis zu einem Wert von 165 in allen Klassen offen - wie in der Bundes-Notbremse vorgesehen. Bei den höheren Schulen bleibt es über 100 bei Distanzunterricht.

Für den ganzen Freistaat meldet das RKI eine Inzidenz von 120,9 (Vortag: 122). Stark von Corona betroffen ist derzeit Coburg. Die Stadt weißt einen Wert von 302,0 auf und hat damit die dritthöchste Inzidenz in ganz Deutschland. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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