Prozess in Augsburg

Geldstrafen wegen illegaler Autorennen

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Ein Banner mit der Aufschrift "Rennen enden im Knast!" wird im Rahmen einer Kampagne gegen illegale Autorennen präsentiert. Foto: Steffen Schmidt/Archiv

Augsburg (dpa) - Wegen illegaler Autorennen auf einer Bundesstraße in Augsburg sind zwei Fahrer zu Geldstrafen und Führerscheinentzug verurteilt worden.

Die 24 und 26 Jahre alten Männer hatten in dem Prozess vor dem Augsburger Amtsgericht die Rennen zunächst geleugnet, später aber einen Teil der Vorwürfe doch noch zugegeben. Ein dritter Fahrer war zuvor bereits per Strafbefehl ohne öffentliche Verhandlung verurteilt worden.

Die beiden anderen Fahrer erhielten nun Geldstrafen von 1500 und 2000 Euro (50 Tagessätze zu 30 und 40 Euro), zudem darf ihnen erst nach sieben Monaten ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Die Urteile wurden sofort rechtskräftig (Az.: 19 Cs 601 Js 135596/17).

Die drei Sportwagenfahrer hatten sich mit ihren 339 bis 549 PS starken Boliden auf kurzen Strecken der autobahnähnlichen B17 Beschleunigungsduelle geliefert. Eine Zivilstreife der Polizei hatte die Taten am 14. Oktober 2017 dokumentiert. Erst einen Tag davor war das neue Gesetz gegen illegale Autorennen in Kraft getreten, bis dahin galten solche Straßenrennen nur als Ordnungswidrigkeit. Das Augsburger Verfahren war somit eines der bundesweit ersten nach dem neuen Paragrafen.

Neuer Paragraf gegen Autorennen - Strafgesetzbuch §315d

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