Das war wohl nix

Ladenhüter iPhone X - macht Apple das nächste iPhone trotzdem noch teurer?

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Das iPhone X konnte den Erwartungen des Tech-Giganten Apple nicht gerecht werden.

Das iPhone X wurde zum Ladenhüter und konnte Apple nicht die erwarteten Erfolge bescheren. Skurril: Für das nächste iPhone X-Modell soll der Preis trotzdem weiter steigen.

Cupertino - Die Tendenz hatte sich bereits in den vergangenen Jahren deutlich abgezeichnet: das iPhone als Apples Kult-Produkt wurde für die Kunden zum zunehmend teuren Spaß. Im vergangenen November kam das Premium-iPhone aus Cupertino für einen Preis von 1150 bis 1320 Euro auf den Markt - für viele potenzielle Käufer offenbar zu viel Geld. 

Jubiläums-iPhone wird Erwartungen nicht gerecht

Dabei hatte es doch so vielversprechend angefangen: Zum Launch des iPhone X im November des vergangenen Jahres campierten die Apple-Jünger wie gewohnt vor den Läden. Apple setzte große Hoffnungen auf das hochpreisige OLED-iPhone, denn immerhin hatte es eine große Neuerung: Als technisches Alleinstellungsmerkmal sollte die Gesichtserkennung das US-amerikanische Erfolgsunternehmen an die Spitze treiben. Wie unter anderem meedia.de berichtete, folgt nach nur fünf Monaten auf dem Markt die ernüchternde Erkenntnis: Das Jubiläums-iPhone wird den hochgesteckten Erwartungen wohl nicht mehr gerecht werden.

Seit längerer Zeit bestätigten die Research-Abteilungen der Großbanken den enormen Käuferrückgang, der nun auch in Zahlen Ausdruck findet: Nach derzeitigen Schätzungen des Brokerhauses Rosenblatt Securities werden aktuell gerade noch 1 bis 1,5 Millionen Geräte pro Monat produziert.

Kurzstudie erklärt Gründe für Käuferzurückhaltung

Doch weshalb ist die Käuferzurückhaltung derartig groß? Dieser Frage hat sich die renommierte Investmentbank Piper Jaffray Anfang März in einer Kurzstudie angenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass 31 Prozent der Besitzer von älteren iPhones sich sträubten, die enormen Preisaufschläge für das iPhone X einfach so hinzunehmen und den Kauf boykottierten. So verlangte Apple in Deutschland einen stattlichen Preis von 1149 Euro für das Premium-Smartphone, was mit einer Speicherkapazität von lediglich 64 GB ausgestattet ist. Die größere Speicherversion mir 256 GB kostet hierzulande enorme 1319 Euro. 

Überraschenderweise gaben mit 40 Prozent der Befragten die meisten an, dass ihr altes iPhone noch gut funktioniere, weshalb sie keine Notwendigkeit für ein Upgrade sahen.

Plant Apple weiterhin Preisaufschläge?

Man könnte also erwarten, dass Apple seine Preise in der Nachfolge-Generation wieder etwas nach unten korrigiert, um seine Käuferschaft nicht weiter zu verärgern. Eine Einschätzung der Schweizer Großbank UBS impliziert jedoch das genaue Gegenteil: Apple werde seinen Kurs wohl weiterhin halten und das nächste Modell wiederum teurer verkaufen. Der Analyst Steven Milunovich rechnet beim nächsten iPhone X-Modell mit einem Preisaufschlag von 100 Dollar, wie er und sein Kollege Benjamin Wilson in einer - der Webseite Business Insider vorliegenden - Research-Note kund gaben. 

Grund sei, dass der Techpionier in der Vergangenheit den Preis für seine Smartphones immer weiter nach oben getrieben hat, sobald die Apple-Käuferschaft einmal an ein neues Preisniveau gewöhnt war. Wie es beim iPhone 6 im Vergleich zum iPhone 5s und iPhone 7 verglichen mit dem iPhone 6 und 6s der Fall war, so werde es vermutlich auch in Zukunft mit ansteigenden Durchschnittsverkaufspreisen weitergehen. 

Günstigere iPhone-Alternativen

Auf der anderen Seite könnten Apple-Kunden künftig noch günstigere iPhone-Alternativen erwarten. Prognosen von UBS-Analysten zufolge dürfte das iPhone SE als Einstiegsmodell mit Preisen von bis zu 300 Dollar noch günstiger werden. Gleichermaßen könnte auch das iPhone 8 im Herbst einen weiteren Preisnachlass erhalten. 

Nach Einschätzungen von Ming-Chi Kuo, einem gut vernetzten Tech-Analysten, könnte jedoch ein iPhone-Modell mit 6,1-Zoll-Display zum Verkaufsschlager werden. Von Zulieferern sollen Informationen über den Apple-Neuankömmling nach außen gedrungen sein. So soll Apple seine Komponentenhersteller dazu angehalten haben, die für die Fertigung des Gesichtsscanners Face ID benötigten 3D-Sensoren in dreifachem Umfang zu fertigen. Neben den Nachfolgemodellen zum iPhone X in 5,8 und 6,5 Zoll wird also ein drittes neues iPhone erwartet, dass ebenfalls mit einem LCD-Display ausgestattet ist, aber mit 700 bis 800 Dollar in der Preisklasse des heutigen iPhone 8 angeboten wird. 

Kuo sieht den iPhone 8-Nachfolger, der als Phablet mit einer Bildschirmdiagonalen von 6,1 Zoll zwischen dem iPhone Xs und iPhone Xs Plus eingeordnet werden soll, insbesondere wegen des ebenfalls (fast) randlosen Displays als den eigentlichen Lichtblick, der Apple viel Geld in die Kassen spielen wird. 

Lesen Sie auch: „Apple bringt günstigeres iPad auf den Markt - für ganz bestimmte Zielgruppe

ang

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