Gut zu wissen

Wenn es im Ausland kracht, sollten Sie diese Punkte unbedingt beachten

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Wer im Ausland in einen Unfall verwickelt ist, muss einige Punkte beachten.

Im Ausland fließt der Verkehr oft anders als in Deutschland. Da kann es schnell mal krachen. Wenn es zum Unfall kommt, sollten Sie ein paar Punkte beachten.

Winterzeit ist Reisezeit: Sobald der erste Schnee fällt, machen sich viele auf den Weg in die Berge zum Skifahren. Doch nicht nur auf der Piste sollten Sie vorsichtig sein. Auch der Weg ins Skigebiet kann gefährlich sein. Gerade bei kalten Temperaturen und schlechter Sicht kann es schnell mal zu einem Unfall kommen. Wie man sich in Deutschland bei einem Unfall richtig verhält, wissen die meisten, aber wie sieht es aus, wenn es im Urlaubsland gekracht hat?

Vorbereitung ist alles und die Grüne Karte erleichtert die Unfallabwicklung

Bereiten Sie sich bereits zu Hause auf einen möglichen Unfall vor und treffen Sie Vorsorge. Dazu gehört es nicht nur, sich ausgeschlafen hinters Steuer zu setzen, sondern auch wichtige Dokumente der Unfallversicherung mitzuführen. Wer ins Ausland fährt, sollte daher seine Grüne Karte einpacken.

Sie ist auch als Grüne Versicherungskarte bekannt und dient als Beleg für eine existierende Autoversicherung. Der Vorteil der Gründen Karte: Sie müssen nicht in jedem Land, durch das Sie fahren, eine neue Versicherungsdeckung kaufen. Die Grüne Karte mitzuführen, ist im EU-Ausland zwar keine Pflicht, aber erleichtert die Unfallabwicklung.

Richtige Ausstattung im Ausland

Hilfreich ist auch der Europäische Unfallbericht – am besten mit Ausfüllhilfe in mehreren Sprachen. Diesen erhalten Sie bei Ihrem Kfz-Versicherer. Ein Schutzbrief für Panne, Unfall und Krankheit bietet zusätzliche Sicherheit.

Darüber hinaus müssen Sie Warndreieck, Verbandkasten und Warnwesten im Auto mitführen. In vielen Ländern besteht außerdem Warnwestenpflicht für den Fahrer; in Italien, Bulgarien und Slowakei für alle Insassen. Bei Verstößen drohen teils erhebliche Geldbußen. Achtung: In Spanien sind zwei Warndreiecke Pflicht.

Wenn es gekracht hat, sollten Sie folgende Punkte beachten

  • Entfernen Sie sich nicht vom Unfallort und legen Sie Ihre Warnweste an, sobald Sie das Fahrzeug verlassen. Unfallstelle sichern: Warnblinker einschalten, Unfallstelle mit Warndreieck sichern, sich um Verletzte kümmern und Rettungsdienst rufen.
  • Polizei verständigen: Rufen Sie unbedingt bei Fahrerflucht, bei schweren Unfallfolgen, Problemen mit Versicherungsdaten sowie Unfallbeteiligten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss die örtliche Polizei. In Bulgarien, Kroatien, Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn auch bei Bagatellschäden. Hier zahlt die Versicherung nur dann, wenn die Polizei den Unfall aufgenommen hat. Scannen oder fotografieren Sie das Polizeiprotokoll mit Aktenzeichen und die Anschrift des zuständigen Gerichts.
  • Beweise sichern: Nimmt die Polizei den Unfall nicht auf, sichern Sie selbst Beweise. Zeichnen Sie die Fahrzeugpositionen auf der Fahrbahn mit Kreide an und machen Sie Übersichtsfotos aus verschiedenen Perspektiven, auch von der geräumten Unfallstelle und von den Fahrzeugschäden.
  • Daten austauschen: Tauschen Sie Kontaktdaten mit dem Unfallgegner und Zeugen aus. Notieren Sie Kennzeichen, Name, Adresse, Versicherungsgesellschaft und -nummer. Fotografieren Sie möglichst den Ausweis des Unfallgegners.
  • Europäischen Unfallbericht ausfüllen: Die Beteiligten können ihn in ihrer eigenen Sprache ausfüllen, dies erleichtert die Verständigung.
  • Kein Schuldeingeständnis: Unterschreiben Sie niemals ein Schuldeingeständnis oder Schriftstücke, deren Inhalt Sie nicht verstehen.
  • Arzt aufsuchen: Gehen Sie selbst bei kleineren Verletzungen vor Ort zum Arzt. Mit einem Attest lassen sich eventuelle Ansprüche auf Schmerzensgeld leichter durchsetzen.

Vergessen Sie auch nicht, die Versicherung Ihres Unfallgegners schnellstmöglich zu informieren. Wie das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland auf seiner Website erklärt, hat jede europäische Versicherung in Deutschland auch einen Ansprechpartner.

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