Konkrete Verhandlungen laufen

Zwei Kaufangebote für Teile der insolventen Airline Germania

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Der Germania-Insolvenzverwalter hat zwei Gebote für einen Großteil des Streckennetzes sowie den Wartungs- und Servicebereich Foto: Christoph Schmidt

Berlin (dpa) - Für große Teile der insolventen Airline Germania liegen nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Kaufangebote vor.

Es gebe zwei Gebote für einen Großteil des Streckennetzes sowie den Wartungs- und Servicebereich, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg am Dienstag mit.

Anfang Februar hatte die Berliner Fluggesellschaft mit fast 1700 Mitarbeitern Insolvenz angemeldet. Germania steuerte viele Reiseziele im Mittelmeerraum an. Jährlich beförderte die Airline nach eigenen Angaben mehr als vier Millionen Passagiere.

Ein dritter Interessent wolle in Kürze ebenfalls ein Angebot vorlegen, sagte ein Sprecher Wienbergs auf Anfrage. Mit allen gebe es konkrete Kaufverhandlungen. Nähere Infos wurden nicht bekannt. Es hieß lediglich, dass über einzelne Details zu einer möglichen Übernahme gesprochen werde.

Daneben gebe es eine Reihe von Interessenten, die Wartungs- und beziehungsweise oder Serviceleistungen ohne den Flugbetrieb übernehmen wollen, hieß es weiter. Bei allen Kandidaten handele es sich fast ausschließlich um Unternehmen aus der Branche.

Unterdessen stellten den Angaben zufolge zwei weitere Gesellschaften der Germania-Gruppe, die der Airline Geld schuldeten, einen Insolvenzvertrag. Es handele sich um die Konzernmutter Germania Beteiligungsgesellschaft mbH mit sieben Mitarbeitern und um das Tochterunternehmen Germania Reisen GmbH mit vier Beschäftigten.

Pressemitteilungen vorläufiger Insolvenzverwalter

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